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Bands & Breakfast – Die alternative Unterkunft

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Auf der Suche nach einer passenden Unterkunft auf Tour bleibt Musikern oft nur der Bus oder das Hotel. Eine Alternative dazu bietet „Bands & Breakfast“. Was es damit auf sich hat? Wir haben beim Betreiber nachgefragt.

VRR: Um was geht es bei „Bands & Breakfast“?

B&B: “Bands & Breakfast” ist ein unabhängiges, privates, Non-Profit-Projekt in der Schweiz, welches für Musiker und Bands aus dem Ausland gedacht ist, die eine kostengünstige Alternative zu Hotel, Pension, Herberge oder Tourbus suchen. Uns als Betreiber ist daher gerade der familiäre und freundschaftliche Umgang mit unseren Gästen sehr wichtig. Allerdings soll es nicht allein dabei bleiben. Wir denken in großen Dimensionen und wollen mit Hilfe der gesamten Musikindustrie und den Fans etwas einmaliges erschaffen, was am Ende nicht nur den Gästen, sondern allen zu Gute kommt. Das heißt: Es soll nicht nur der Schlafplatz auf 200+ Betten erweitert werden, sodass sogar große Bands dieses Angebot nutzen können, sondern wir möchten ein Komplett-Paket anbieten, was es in einer solchen Form noch nicht wirklich gibt. Dazu ist ein Spa, Tonstudio mit Proberaum, Bars, Tattoostudio, Open-Air-Bereich, Hallenstadion und mehr geplant. Natürlich ist auch uns bewusst, dass so was viel Zeit und Geld benötigt, aber dennoch kann jede Spende und jede Gönnerschaft helfen, das Projekt Schritt für Schritt zu erweitern und zu verbessern. Im Gegenzug steht es den Bands und Musikern frei, die Angebote jederzeit nach Rücksprache zu nutzen. Schließlich ist es eine Großfamilie und nur gemeinsam können wir es packen!

Die Hintergründe

VRR: Wer steckt hinter dem Projekt?

B&B: Hinter dem Projekt selbst steckt vor allem sehr viel Liebe und noch mehr Zeit. Aktuell kommen wir auf eine locker 50+ Stunden Woche. Wenn man bedenkt, dass man viele Musiker und Bands nicht nach Europäischem Zeitfenster erreicht, sind Nachtschichten bis in die Morgenstunden und gerade mal vier Stunden Schlaf mittlerweile Alltag. Dazu gehört nicht nur, dass man sich auf Spender- und Gönner-Suche macht, sondern auch die ganzen Vorbereitungen. Wenn Gäste kommen, müssen Schlafplätze vorbereitet und das Essen geplant werden. Dabei achten wir vor Allem auf Allergiker und versuchen Sonderwünsche bestmöglich zu erfüllen. Außerdem fallen Freizeitplanung, Marketing usw. an. All das wird ehrenamtlich und freiwillig von uns betrieben, auch wenn dies der zeitintensivste Teil des Projektes ist, solang es noch kein Selbstläufer ist.

VRR: Wie kamt ihr auf die Idee dazu?

B&B: Die Idee zu dem Projekt entstand, als eine Finnische Metalband 2014 ein Gig in der Schweiz hatte. Diese suchte eine kostengünstige Schlafmöglichkeit, weshalb wir kurzerhand beschlossen, die Band bei uns aufzunehmen. Da die Jungs sehr viel Spaß hatten und uns die Zeit auch sehr gefallen hat, wollten wir uns bei der nächsten Gelegenheit wieder für so was anbieten. 2017 beschlossen wir, das dauerhaft zu betreiben und so entstand mehr und mehr ein gewisses Konzept.

VRR: Welche Vorteile bietet das Konzept?

B&B: Das Konzept hat einige Vorteile im Vergleich zu Hotels und Tourbussen. Zum einen können wir mehr auf unsere Gäste eingehen. Ihnen Freizeitgestaltung anbieten, was in einem Hotel nur begrenzt möglich, oder mit einem hohen Kostenaufschlag verbunden ist. Bei uns machen wir das freiwillig und die Kosten halten sich daher in Grenzen. Bezahlt werden einfach nur nötigenfalls Eintritte zu kostenpflichtigen Orten wie Zoo, Restaurants, wenn man außerhalb etwas essen möchte, oder sonstiges. Desweiteren bietet unser Konzept auch eine Neutralität. Wir entscheiden bei welchen lokalen Veranstaltern wir sogar das Catering kostenlos übernehmen und welche Veranstalter wir erst gar nicht den Bands, Managern usw. empfehlen. Im späteren Verlauf wird es auch möglich sein, dass Bands und Musiker eigene Shows allein, oder in Zusammenarbeit mit lokalen Veranstaltern, anderen Bands und Musikern auf der eigenen Bühne machen.

Über Höhen und Tiefen

VRR: Wer waren eure bekanntesten Gäste?

B&B: Unsere bisher bekanntesten Bands waren „Bai Bang“ und „Kickin Valentina“. Aber generell darf jeder Musiker und jede Band bei uns übernachten. Je mehr Anfragen und Unterstützung, desto besser für alle!

VRR: Was waren die schönsten und was die ärgerlichsten/enttäuschendsten Momente während eures Projektes?

B&B: Oha also generell hatten wir nur schöne Momente, aber auch ein paar wenige Ausnahmen, wo es weniger schön war. Zum einen meinte eine Veranstalterin uns unsere Arbeit erklären zu müssen. Dabei weisen wir immer darauf hin, dass jeder Fisch im eigenen Becken zu schwimmen hat, und sich aus den anderen Anliegen raus hält. „Bands & Breakfast“ würde auch nicht den Job eines Veranstalters machen. Aber auch ein Gast hat es einmal so weit übertrieben, dass er erst während der Fahrt die Autotür aufriss und herum gebrüllt hat und dann nachts, nachdem er Stock besoffen war, sich noch mehrfach übergeben hat.

VRR: Welche Schwierigkeiten gab oder gibt es, mit denen ihr beim Start von „Bands & Breakfast“ nicht gerechnet habt?

B&B: Wir machen alles in Eigenregie! Zwar haben wir hohe und professionelle Erwartungen an uns und das Projekt, jedoch machen auch wir hier und da noch Fehler. Dies bedingt auch, dass wir einen Vertrag aufsetzen mussten, den wir mehrfach sogar neu formuliert und angepasst haben. Das war nötig um sowohl uns, als auch das Projekt zu schützen, sowie besser und professioneller planen zu können. Das wohl Schwierigste ist jedoch, nicht nur Bands und Musiker von unserem Angebot zu überzeugen, sondern vor allem an Spenden und Gönner zu kommen, die das Projekt mit unterstützen und so helfen, es sowohl am Leben zu halten, als auch wachsen zu lassen!

VRR: Welche Ziele verfolgt ihr künftig?

B&B: In erster Linie sind uns jetzt erstmal die Spender und Gönner wichtig.  Ohne sie wird es sehr schwierig das Projekt langfristig am Leben zu erhalten. Außerdem planen wir für 2020 eine Wohltätigkeitsveranstaltung für „Bands & Breakfast“. Wenn dies erledigt ist, und das nötige Geld reinkommt, kann man sich um ein passendes Bauland kümmern und dort dann den schrittweisen Aufbau der Gebäude und Infrastruktur kümmern. Natürlich soll am Ende jede Band und jeder Musiker bei uns willkommen sein und sogar mit seinem Tourbus anreisen können.

Jeder kann helfen

VRR: Wie kann man „Bands & Breakfast“ unterstützen?

B&B: „Bands & Breakfast“ kann man auf mehrere Arten unterstützen. Zum einen ist die „Mund-zu-Mund Propaganda“ sehr wichtig. Je mehr Musiker, Bands, Labels usw. auf uns aufmerksam werden, desto besser. Desweiteren sind wir natürlich auch auf Spenden angewiesen, die helfen das Projekt voran zu treiben. Je mehr Spenden rein kommen, desto mehr können wir für die Bands, Musiker, aber auch Medien und Fans anbieten. Spenden kann man auf zwei verschiedene Arten.

Möglichkeit 1:  Bank

Zürcher Kantonalbank
Postfach
8010 Zürich
Bankenclearing-Nummer: 700
SWIFT-Adresse (BIC): ZKBKCHZZ80A
IBAN: CH70 0070 0350 0471 2911 7
Verwendungszweck: Name des Spenders Band, Musikers, Labels, Einzelperson, etc.

oder

Möglichkeit 2: Paypal

paypal.me/bandsandbreakfast

Wer noch mehr über das Projekt erfahren möchte, kann sich auf der Facebookseite von „Bands & Breakfast“ informieren.

 

Streit ums Nachtquartier: Zeltplatz vs. Hotel?

Lisa Berg
Lisa Berg
Über mich: Ich, 25 Jahre alt, habe Punk-, Deutschrock und Metal quasi mit der Muttermilch aufgenommen. Frühzeitig von meinen Schwestern mit "Die Toten Hosen" beschallt, hat mich das Fieber endgültig auf meinem ersten "Die Ärzte" Konzert 2007 erwischt. Heute stolpert man mir regelmäßig auf diversen Konzerten und Festivals über die Füße. Im Gegensatz dazu verdiene ich ganz seriös meine Brötchen als Grafikerin für den Printbereich. Mein Motto? "Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik"
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