Heaven Shall Burn macht den Tourabschluss in München zum Ausnahmezustand
Heaven Shall Burn ruft zur Heimat Over Europe-Tour. Die Band „aus dem Nichts“ (Saalfeld in Thüringen) füllt Hallen und zeigt ziemlich deutlich, dass daran nichts Zufall ist. München bekommt eine der größten Shows der gesamten Tour und liefert ab. Mit Frozen Soul, The Black Dahlia Murder und der Supergroup The Halo Effect im Gepäck ist alleine das Line-up schon eine Ansage. Jede Band betritt die Bühne zum Finale nochmal mit einem Intro, was sie wahrscheinlich nicht gewählt haben. Der Scherz zum Tour Abschluss – wir lieben es.
Politisch klar, aber ohne erhobenen Zeigefinger: Heaven Shall Burn positioniert sich. Sie spricht über Krieg, schickt Grüße in die Ukraine und setzt ein Zeichen gegen Faschismus. Und dann kommt dieser typische Heaven Shall Burn-Moment: „Es ist kein Zwang für andere Bands Anti-Faschisten-Songs zu schreiben, man sollte nur darauf achten, dass keine Faschisten auf Konzerte kommen. Dann bedarf es auch solchen Songs gar nicht erst.“, so Maik, der Gitarrist von HSB.
Zwischen Abriss und Ansage bleibt auch noch Platz für Herz. Nach „Übermacht“ gibt es einen Dank an die Crew, München bemüht sich charmant am Thüringischen und irgendwo zwischen Circle Pit und Gänsehaut entsteht wieder dieses Gefühl von Zusammenhalt. Die Crew wünscht sich zum Abschluss noch einen alten Schinken – dann gab es einen alten Schinken, der prompt geliefert wurde. Als Extra gab es spontan dann noch ein Ruder-Battle mit Dresden. Ein Tour Abschluss ist einfach immer etwas Besonderes.
Und dann sind da noch die kleinen Dinge, die hängen bleiben: verschenkte Shirts, faire Preise, 30 Euro für Merch und ein Paket aus vier Bands für 70 Euro. Während andere abkassieren, liefert Heaven Shall Burn. Eine große Show, eine klare Haltung und absolut keine Kompromisse. So geht ein Tour Abschluss. Vielen Dank an dieser Stelle auch an Cobra Agency, Impericon und das Global Concerts Team.
Redaktionell verantwortlich für diesen Artikel:
Crew | Fotograf
Mein musikalischer Weg hat viele Abzweigungen. Von Mittelalter über diverse Subgenres des Metals, bis hin über die Tiefen des Rocks. Geprägt von den Onkelz, In Extremo und Rammstein führt heute kein Weg mehr an In Flames, Parkway Drive und Machine Head vorbei.







