Genre und ihre Hymnen – Teil 2

In Teil 1 haben wir uns bereits durch Heavy Metal, Hard Rock, Punkrock, Thrash Metal und Power Metal gearbeitet. Fünf Genres, fünf Hymnen und vermutlich mindestens fünf Gründe, warum einige von euch innerlich schon die Kommentarsektion aufgewärmt haben. Genau so soll es sein. Denn bei solchen Listen gibt es selten die eine richtige Antwort. Für manche ist ein Song die perfekte Zusammenfassung eines Sounds, für andere fehlt genau der Klassiker, der angeblich alles besser getroffen hätte. Im zweiten Teil wird es moderner, düsterer und stilistisch breiter. Hier kommen die nächsten fünf Genres und ihre Hymnen.

6. Metalcore – Parkway Drive: Wild Eyes

Metalcore verbindet Härte, moderne Riffs, Breakdowns und emotionale Energie. Parkway Drive hat mit „Wild Eyes“ einen Song abgeliefert, der besonders live zeigt, warum dieses Genre so viele Menschen packt. Schon der Einstieg sorgt für Gänsehaut. Danach rollt der Song mit Druck, Melodie und massiver Live-Wirkung nach vorne. „Wild Eyes“ ist nicht nur ein Metalcore-Song, sondern eine Einladung, die Stimme zu verlieren.

7.Folk Metal/Mittelalter-Rock – In Extremo: Vollmond

Wenn Dudelsack, harte Gitarren und Mittelalterstimmung zusammenkommen, landet man schnell bei In Extremo. „Vollmond“ klingt nach Feuer, Festival und ausgestreckten Armen. Dieses Genre lebt davon, Tradition und Rockmusik zusammenzubringen, ohne trocken zu wirken. Es darf tanzen, krachen und manchmal auch ein bisschen nach Met und Lagerfeuer schmecken.

8.Neue Deutsche Härte – Rammstein: Du hast

Über Neue Deutsche Härte kann man kaum sprechen, ohne Rammstein zu nennen. „Du hast“ bringt den Stil auf den Punkt: harte Gitarren, maschineller Rhythmus, wenige Worte, maximale Wirkung. Der Song zeigt, wie mächtig Reduktion sein kann. Ob man Rammstein feiert oder kritisch sieht, an der Bedeutung dieses Songs für das Genre kommt man kaum vorbei.

9.Gothic Rock/Dark Rock – The Sisters of Mercy:  Temple of Love

Dunkel, treibend, dramatisch – Gothic Rock lebt von Atmosphäre. „Temple of Love“ fängt genau diese Stimmung ein. Hier geht es weniger um pure Härte, sondern um Gefühl, Schatten und einen Sound, der sofort eine eigene Welt aufmacht. Tanzbar, düster und größer als das Leben selbst.

10. Grunge/Alternative Rock – Nirvana: Smells Like Teen Spirit

Manche Songs verändern nicht nur ein Genre, sondern gleich eine ganze Generation. „Smells Like Teen Spirit“ ist rau, dreckig, rebellisch und gleichzeitig unfassbar eingängig. Grunge war der Gegenentwurf zum glatten Rock der vorherigen Jahre. Weniger Pose, mehr kaputte Jeans. Weniger Hochglanz, mehr Gefühl. Nirvana hat damit einen Nerv getroffen, der bis heute nachhallt.

Fazit: Hymnen sind mehr als bekannte Songs

Eine Hymne ist nicht automatisch der technisch beste Song eines Genres. Sie ist der Song, der ein Gefühl bündelt. Der Song, bei dem viele sofort wissen, genau darum geht es. Und jetzt seid ihr dran. Welche Hymnen fehlen? Welche Songs stehen für euch stellvertretend für ein ganzes Genre? Schreibt es uns in die Kommentare. Wir sind sicher, diese Diskussion wird laut.

Redaktionell verantwortlich für diesen Artikel:

Jonny_Homepage-150x150 Genre und ihre Hymnen – Teil 2

Crew | Fotograf

Mein musikalischer Weg hat viele Abzweigungen. Von Mittelalter über diverse Subgenres des Metals, bis hin über die Tiefen des Rocks. Geprägt von den Onkelz, In Extremo und Rammstein führt heute kein Weg mehr an In Flames, Parkway Drive und Machine Head vorbei.

Anzeige