Rock am Burghaldenwald: Alles hat ein Ende
Vor kurzem veröffentlichte Nightfire Events ein Video, in dem sie verkündete, dass 2027 das letzte Jahr sein wird, an dem das Rock am Burghaldenwald im Baden-Württembergischen Vöhringen seine Tore öffnet. Viele Fans und auch unsere Redaktion finden das wirklich schade und nahmen dies zum Anlass, bei Tim nachzufragen, was er bereits jetzt schon verraten kann.
Übrigens: Der Vorverkauf für 2027 läuft bereits. Unter www.nightfire-events.de könnt ihr schon Tickets kaufen. Sollten euch auch noch die Tickets für dieses Jahr fehlen, gibt es auch ein spannendes Kombipaket zu einem unschlagbaren Knaller-Preis.
VRR: Nightfire Events organisiert das Rock am Burghaldenwald bereits seit zehn Jahren. Worauf seid ihr besonders stolz?
Tim: Auf alles. Es gibt nichts, was wir ändern würden. Am meisten sind Simon und ich auf die komplette Helfer-Crew stolz. Der Zusammenhalt ist brutal.
VRR: Was hat sich seit der ersten Ausgabe am meisten verändert – organisatorisch, musikalisch und bei den Besuchern?
Tim: Wir sind gewachsen. Nicht nur wegen der Größe des Festivals, sondern auch aus Fehlern und Entscheidungen heraus. Wir denken, das hat man im positiven Sinne gemerkt und die Umsetzung war für alle spürbar.

VRR: Was macht das R.a.B. für euch einzigartig im Vergleich zu anderen Festivals?
Tim: Unsere Crew. Die werden Simon und ich am meisten vermissen. Ich bin fest davon überzeugt, dass es keine bessere Orga-Crew gibt, die sowas neben Hauptjob, Familie und so weiter stemmt. Wir können uns blind auf die Jungs und Mädels verlassen.
Zum Abschluss lassen wir es nochmal richtig krachen
VRR: Ihr habt euren Fans und Gönnern ziemlich das Herz gebrochen, in dem ihr angekündigt habt, dass das Rock am Burghaldenwald Festival nur noch 2026 und 2027 stattfinden wird. Wie schwer ist euch diese Entscheidung gefallen?
Tim: Es gab ja kein „Hü“ oder „Hott“. Beim Entschluss waren wir da eher positiv, weil wir alle gleicher Meinung sind, dass wir es nochmal krachen lassen und nicht aufhören müssen. Aber ich denke, der Kick wird dann erst 2027 kommen, wenn die letzte Band gespielt hat.
VRR: War diese Entscheidung schon länger geplant oder ist sie erst in den vergangenen Monaten gereift?
Tim: Man plant so etwas nicht, es ist eher in den letzten Monaten gereift. Ich persönlich wollte zum 10-Jährigen schon mit einem sauberen Abschluss aufhören. Es ist aber wie bei meiner DJ-Karriere, nein sagen kann ich irgendwie nicht. (lacht)
VRR: Gab es einen bestimmten Moment, an dem ihr wusstet, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, einen Schlussstrich zu ziehen?
Tim: Nein, der Moment kam eher schleichend. Es wäre zu einfach, alles nur auf die wirtschaftliche Lage zu schieben, beziehungsweise als Deutschrock Festival abgestempelt zu werden. Auch wir hatten Probleme damit, manche Bands zu buchen, weil eben schon beispielsweise Frei.Wild auf unserer Bühne stand. Faktoren wie Alter, Familie, zehn Jahre, Lust und vieles mehr, haben die Entscheidung leichter gemacht. Und all diese Faktoren zusammen ergaben eben dann den Entschluss.

VRR: Plant ihr für 2026 und 2027 besondere Highlights und Überraschungen?
Tim: Wenn ich das jetzt sagen würde, dann wäre es kein Highlight oder keine Überraschung mehr. (lacht) Es wird geil, das versprechen wir. (zwinkert)
VRR: Wir bleiben da dran. Gibt es Bandwünsche, die ihr euch zum Abschied unbedingt noch erfüllen möchtet?
Tim: Wir haben alle Wünsche tatsächlich erfüllt und das Line-up für 2027 steht. Seid gespannt, es wird verdammt gut.
Der allerletzte Tanz
VRR: Wie haben Fans, Helfer und Partner auf die Nachricht reagiert?
Tim: Teils traurig, unerwartet, aber dennoch mit Respekt und auch verständnisvoll. Dafür sind wir unglaublich dankbar.
VRR: Welche Rolle spielen die vielen ehrenamtlichen Helfer für den Erfolg des Festivals?
Tim: Eigentlich die größte Rolle. Kurz und knapp: ohne euch kein uns.
VRR: Gibt es eine besondere Geschichte oder einen Moment aus den vergangenen Jahren, den ihr nie vergessen werdet?
Tim: Puh, da gibt es einige. Der größte Moment, zumindest für mich persönlich, war das Gruppenbild 2024 auf der Bühne mit all den Besuchern. Da sieht man einfach, was man geschafft hat.
VRR: Bedeutet das Ende des Rock am Burghaldenwald auch das Ende von Nightfire Events oder habt ihr bereits neue Projekte im Kopf?
Tim: Nur das R.a.B., das wurde ja auch klar kommuniziert. Im Kopf habe ich vieles, aber eine Malle Party mit gewissen Stars möchte ich definitiv noch durchziehen.
VRR: Könnt ihr euch vorstellen, irgendwann in anderer Form wieder Veranstaltungen zu organisieren?
Tim: Das schauen wir mal, aktuell wollen wir uns aber erstmal voll auf 2026/2027 konzentrieren.

VRR: Was möchtet ihr den Besuchern mit auf den Weg geben, die das Festival über Jahre begleitet haben?
Tim: Wenn ich mich jetzt bedanke, wie auf dem Helferfest, dann kannst du eine Wochenausgabe über das hier schreiben. (lacht) Danke für die Treue, für die Sauberkeit, für den Zusammenhalt, einfach für alles. Ich verspreche euch im Namen der gesamten Crew, dass der Besucher immer Priorität Eins hatte und wir alles Mögliche getan haben, um es so perfekt wie es nur geht zu gestalten.
VRR: Ich glaube, die Besucher können bestätigen, dass sie immer Prio Eins waren. Das hat man einfach gespürt. Warum sollte jeder Rockfan die letzten beiden Ausgaben auf keinen Fall verpassen?
Tim: Das sollte man sowieso nicht, selbst wenn wir nicht aufhören würden. Weil wir mit jedem einzelnen, der schon einmal bei uns war, nochmal feiern, reden und das eine oder andere Getränk trinken wollen. Lasst uns gemeinsam all die Jahre nochmal in Erinnerung holen und es richtig fett genießen.
VRR: Wenn ihr das Rock am Burghaldenwald mit drei Worten beschreiben müsstet, welche wären das?
Tim: Ehrlich, familiär, Ehrenamt.
VRR: Danke, dass du dir die Zeit genommen hast. Wir blicken bereits heute mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf die letzten zwei Ausgaben des Rock am Burghaldenwald und sehen uns im September in Vöhringen!
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Crew | Redaktion
Ich bin durch meine Eltern bereits mit Rockmusik aufgewachsen. Da mein Vater als Tontechniker unterwegs war, habe ich recht früh gelernt, was gute Musik ausmacht und ob eine Band vor allem live gut klingt. In der Teenie-Phase mischte sich dann zu dem bis dato englischen Rock und Punk Genre immer mehr der Deutschrock in meine CD Sammlung und dieser Linie bin ich bis heute treu geblieben. Prinzipiell ist mir der Stil egal, Hauptsache, ich höre Gitarre, Bass und Schlagzeug.





