Vera Lux – SUPERNOVA – VÖ 24.07.2026
Habt ihr Lust auf frischen Wind in euren Playlisten? Bock auf geballte Frontfrauenpower und deutschsprachigen Folk-Metal? Dann seid ihr bei Vera Lux genau richtig. Mit ihrem dritten Studioalbum SUPERNOVA steht die Band in den Startlöchern und hat einiges zu bieten. Am 24.07.2026 wird es soweit sein und es gibt endlich neuen Stoff von den Nürnbergern. Zehn neue Songs warten darauf, die Bühnen dieser Welt zu erobern.

Tracklist:
- Aurora
- Supernova
- Lass mich fliegen
- Abyss
- Zeit
- Jetzt und hier
- Polaris
- Lucifer
- Lauf!
- Dornenreich
Die Anheizer schlechthin
Vor nicht allzu wenigen Wochen war Vera Lux auf der Mit Sack und Pack Tour von Haggefugg dabei. Wenn ihr dort ebenso dabei gewesen seid, dann kommen euch einige der folgenden Songs bekannt vor, auch ohne dass ihr euch vorher die Singles reingezogen habt. Der Opener „Aurora“ (ebenso Namensgeber für das Aurora Fest im Oktober in Nürnberg) kracht jedenfalls gehörig hinein. Für mich tatsächlich auch die Stärkste der vier bereits veröffentlichten Singles.
Selbstverständlich können sich die drei anderen Singles genauso gut sehen und hören lassen. Bei „Supernova“, dem Titeltrack, kann man förmlich die Pits erahnen, die das Publikum aus dem Boden stapfen wird. Den Gegenpol dazu gibt es zu „Lass mich fliegen“. Dieser kommt nicht ruhiger, aber etwas melancholischer daher. Getreu dem Motto: Was du liebst, lass frei.
Düster und gewaltig
Im Metalbereich sind Shouts einfach nicht wegzudenken. Der Abgrund war mehr als deutlich zu spüren. „Abyss“ trifft absolut auf die Vollen und befriedigt formvollendet die Erwartungen der düsteren Töne. „Tief in dir findest du dein wahres Ich. So tief, tief, tief, liegt die Wahrheit, fern von jedem Licht. Geh deinem Wesen auf den Grund, bis jedes Wort in sich verstummt. Tief ist der Abyss!“ Textlich ein Hammer, musikalisch ein Meisterwerk und die Schreie sind ein Komplettpaket.

Die „Zeit“ heilt alle Wunden? Vera Lux geht dem Thema gewaltig auf den Grund. Verblasste Narben, alte Geister? Ein spannender Song, der möglicherweise viel mehr hinter sich versteckt hält als ein altes Sprichwort. Wenn man das Thema mit der SUPERNOVA und dem Universum noch einmal aufgreift, dann macht es auch Sinn, dem hellsten Stern „Polaris“ einmal etwas Aufmerksamkeit zu schenken. Ob er auch euch nach Hause führen wird?
Wo „Lucifer“ den Metal verkörpert, brennt sich bei „Lauf!“ der Folk seinen Weg in die Bahnen. In diesem Album merkt man, dass beide Stile durchaus zusammengehören können. Das Finale findet Vera Lux in ihrer SUPERNOVA mit „Dornenreich“. Der Kreis schließt sich – Aurora in ihrem Dornenreich – welch ein märchenhaftes Werk. Gewollt? Möglicherweise. Gekonnt? Auf jeden Fall.
Fazit: Es kommt zusammen was zusammengehört
Unterm Strich steht für mich mit SUPERNOVA ein absolut brauchbares Album in den Startlöchern. Inara, Ronja, Felix, Matthias und Jako hauen gute Texte um die Ohren, verbunden mit teilweise echt tiefgreifenden Emotionen und im Ohr bleibenden Refrains. Mein persönliches absolutes Highlight ist definitiv „Abyss“, obwohl ich ihn einige Male hören musste, bis ich gemerkt habe, wie geil dieser Song eigentlich ist. Aber auch „Aurora“ und „Lucifer“ sind bei mir hoch im Kurs. Offensichtlich macht es genau diese Mischung. Nichtsdestotrotz muss ich mich an dieser Stelle beschweren. Für mich ist das Album mit nur zehn Songs leider zu kurz. Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass ich das so empfunden habe, weil ich die Hälfte der Lieder schon durch das Konzert im April kannte. Beziehungsweise vier von zehn Liedern bereits als Singles draußen sind. Aber irgendwo muss ich meinen Frust doch herauslassen.

Jetzt aber völlig im Ernst: Ab und an erscheint mir der eine oder andere Song noch etwas dünn. Manchmal könnte noch etwas mehr Würze dazukommen. Und beim nächsten Album dürfen die Songs gerne noch einen Tick länger und vielleicht auch zwei bis drei Tracks mehr auf der Platte sein. Ich mag das Zusammenspiel sehr gerne und bin der Meinung, dass Vera Lux ordentlich Potential hat. Von mir gibt es für SUPERNOVA 3,5 von 5 Sternen. Macht weiter so ihr Fünf und danke für eure Musik und das entgegengebrachte Vertrauen.

Redaktionell verantwortlich für diesen Artikel:
Redaktion
Als Kind der 90er bin ich vor allem mit Rock aufgewachsen. In meiner Jugend wurde ich dann mit Hilfe von Mittelalter-, Goth- und Metaleinflüssen zu dem Menschen geformt, der ich heute bin - und auf eben genau diesen Menschen bin ich heute verdammt stolz!
Ich nehme jede Erinnerung mit, die ich kriegen kann… Wann ist nochmal das nächste Konzert?





