Focus. zerlegt Nürnberg auf ihrer Sternhagelvoll Tour 2026
Nürnberg, Mittwochabend. Der vorletzte Halt der Sternhagelvoll Tour und was ist im Hirsch los? Er ist ausverkauft – keine selbstverständliche Sache. Aber genau das zeigt, was gerade passiert: Focus. ist kein Geheimtipp mehr, sondern eine Band, die live zündet wie ein Benzinkanister im Backstage.
Den Anfang machte Müde aus dem Ruhrpott. Dreckig, direkt und ohne Schnörkel. Als Schalker fühlt man sich in Nürnberg ja sowieso immer ein bisschen willkommen und Müde lieferte den passenden Soundtrack dazu. Rotzig, ehrlich und mitten in die Fresse. Danach kam DAMNAGE. Es gab kein Durchatmen, kein Warmwerden, sondern einfach weiter Vollgas. Druck auf dem Kessel, Riffs mit Kante und Attitüde, ohne Kompromisse. Genau so muss Support aussehen: Bühne betreten, alles abreißen, fertig.
Und dann war es endlich Zeit für Focus.. Keine Spielereien oder Pausen zum Luft holen. Vom ersten Ton bis zur letzten Sekunde sprühte der Hirsch nur so vor Energie – roh, laut, punkig und kantig. Eine Live-Band, die nicht fragt, sondern sich nimmt. Das Publikum war mittendrin statt nur dabei. Viel Schweiß, ordentlich Bewegung und dazu passend ein kollektives Durchdrehen. Der Hirsch bebte, Nürnberg lieferte und Focus. zeigte eindrucksvoll, warum diese Tour fast überall dicht war. Wer hier still stand, hatte entweder Ohrstöpsel aus Beton oder den falschen Abend erwischt.
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Mein musikalischer Weg hat viele Abzweigungen. Von Mittelalter über diverse Subgenres des Metals, bis hin über die Tiefen des Rocks. Geprägt von den Onkelz, In Extremo und Rammstein führt heute kein Weg mehr an In Flames, Parkway Drive und Machine Head vorbei.




