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Gebrüder Manns – HEADSHOT PARADISE – VÖ Promo-CD

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Lesedauer
2 Minuten

Unsere Bandvorstellung zu Gebrüder Manns habt ihr ja alle gelesen. Wer es nicht tat, ist selbst schuld und verpasst so Einiges. Nachholen könnt ihr das hier: Gebrüder Manns – Musik, die aus den Eierstöcken kommt  Nach Neuzugang von Schlagzeugerin Sabine starteten die vier Frauen aus „zwischen Eckernförde und Göttingen“ nach über 20 Jahren Bandgründung erneut durch. In diesem Jahr nahmen sie zusammen mit Tobias Langer ihre EP HEADSHOT PARADISE auf. Fünf Songs und drei Videos beinhaltet der Silberling und wurde ausschließlich zu Promozwecken gepresst. Erwerben kann man das gute Stück auf Konzerten und auf Nachfrage bei den Gebrüderinnen. Zwar sind alle Tracks als Video online gestellt und jeder kann sie streamen, für Sammler wird ein Kauf aber empfohlen.

Tracklist

  1. Different Voices (plus Video)
  2. Take this back (plus Video)
  3. Louis Vuitton is f… your brain!
  4. Headshot Paradise
  5. Embrace your pain (plus Video)

Ein bisschen wie Mr. Ed Jumps the Gun, wer das noch kennt, oder wie typische Red Hot Chili Peppers Startsequenzen, geht „Different Voices“ in die erste Runde, entwickelt sich aber in kürzester Zeit zu einem „nach in die Luft streckende Fäuste“ Song. Getreu der Textzeile „Raise your voice and get loud“ finden die Damen positive und starke Worte auf unsere doch sehr bunte und vielfältige Gesellschaft, mit all ihren unterschiedlichen Hautfarben, Kleidungsstilen, Altern, Geschlechtern und wer weiß, was noch alles. Dazu haben sich die Gebrüderinnen für das Video tatkräftige Unterstützung an Akteur*innen zur Hilfe geholt.

Knallhart und auf Hochtouren

Mit seinen ruhigen Abschnitten, brettert auch schon „Take this Back“ durch. Astreine Crossover / Hardcore Lines dürften jeden geneigten Fan dieser Kategorie zum Stomping verführen. Fast im selben Stil geht es weiter. In „Louis Vuitton is f…your brain!“ rechnen Gebrüder Manns mit denen ab, die sich durch Markenartikel identifizieren. „Haste das – biste was!“ sehen die Damen anders und machen es unmissverständlich deutlich.
Der Titeltrack „Headshot Paradise“ ist ein brachialer Hasstrack auf die durch Filter und Chirurgie so schön in Szene gesetzte Welt des Social Media. Gebrüder Manns kommen wie auch viele andere aber nicht ohne Instagram, Facebook und Co. aus. Nur das wie und wieviel spielt hierbei eine große und entscheidende Rolle. Geiles Video. Unbedingt anschauen. „Embrace your pain“ geht als Schlusslicht ins Rennen und spiegelt die Band zu 100 % wider. Hier brechen Elemente aus Deftones und RATM in einem Nu-Metal Gewitter aus, dass ich so noch von keiner anderen „Girlband“ erlebt habe.

Fazit

Schade, dass es nur fünf Songs sind. Gerne würde ich mich noch weiterhin über Gebrüder Manns auslassen. Das Rad erfinden sie weiß Gott nicht neu, aber welche Band tut das schon noch. Hier treffen Genre übergreifend saubere Hook Lines, Gesang und Rhythmus aufeinander und finden durch klare textliche Aussagen einen gemeinsamen, brachialen Nenner. Kritikpunkt geht an drei Songs, die im Aufbau etwas Gleichklang haben, in ihrem Wiedererkennungswert dennoch zu unterscheiden sind. Bitte mehr davon. Die Welt da draußen braucht das!

7 von 10 Punkten

Jörg Hentzgen
Mit Baujahr 1976 nicht mehr so ganz jung, bin ich im Herzen der Republik, in Anhalt aufgewachsen. Mit 19 Jahren zog es mich nach Baden-Württemberg. Aufgewachsen mit Heavy Metal á la Metallica, Slayer und Kreator etc., pubertierte ich mit dem Punk bis ich dann mit dem New York Hardcore erwachsen wurde. Es gilt: “Ob Metal oder Punk, in deutsch oder englisch, Hauptsache mir gefällt´s.

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