Harte Hunde mit KING ERN – Thrash Metalcore aus Berlin
Vormals exklusiv für unseren Printbereich vorbehalten, haben wir uns entschieden, unsere Serie Harte Hunde für die digitalen Medien zu öffnen. Denn das Leben ist zu kurz für nicht Hardcore hören. KING ERN konnte bereits internationale Auftritte, Kollaborationen und Interviews in seine Vita aufnehmen. Hierzulande dümpeln Sänger Figo und Gitarrist Daniel mit ihrer Band noch in seichten Gewässern. Dies gilt es zu ändern.
Vom Projekt zur Band

Startschuss war Anfang 2019 in Berlin. Sänger und Textschreiber Figo gründete die Band als Projekt mit Paul am Schlagzeug und Phil an der Gitarre. Nach den ersten Proben im Frühjahr 2019, entstand ihr erster Song „Voice of the Voiceless“ und somit auch die Band. Zu sehen und zu hören hier:
Nachdem Phil frühzeitig aus dem Projekt ausstieg, fand sich sehr schnell eine adäquate Neubesetzung für den Job. Daniel steht seit Juni 2019 für die Band als Songwriter und Leadgitarrist ein. Es dauerte dennoch etwas, bis die die Debüt-EP NO RUSH veröffentlicht wurde.
Mehr international als national

Noch vor Veröffentlichung der EP, gab es den ersten Ausflug in andere Genres. Die Kollaboration von KING ERN mit dem amerikanischen Rapper Simmi The Profit und dem neuseeländischen Hip-Hop Musiker Kurnel MC mündete in „Out Of The Norm“. Im Sommer 2023 kam dann, die langersehnte Debüt-EP NO RUSH heraus. Unter anderem hat KING ERN sich an einen Coversong getraut. Opfer war „Quest For Certainty“ der Hare Krishna Hardcore Band Shelter. Ein weiterer Beweis dafür, wie musikalisch offen und breit aufgestellt sich die Band gibt.
Im selben Jahr wurde bereits das erste Mal live performt. Im Oktober spielte KING ERN im englischen Wolverhampton. Beim zweiten Konzert, ein Jahr später in Berlin, saß bereits die neue Schlagzeugerin Vivian an den Trommeln. Als besonderes Highlight darf erwähnt werden, dass die Berliner bereits für die Groove-Metalband Skinlab ein Konzert eröffnen durfte.
Noch mehr in petto

Es folgte die Single „Drop“ im Sommer 2024, die neben dem oben gezeigten „Voice of the Voiceless“ als Signature-Track für die Band angepriesen werden darf. Von klassischen Thrash Metalriffs über psychedelische Screams bis hin zu hookreichen Shouts, bietet der Song genügend Abwechslung. Noch mehr davon gab es ein Jahr später mit „Painkiller“. Der Track benötigt etwas, um in Fahrt zu kommen. Trotz des düsteren Sounds und anfänglichen Downtempo, dass uns stark an Crowbar erinnert, wird ab Minute 2:30 in knallharter Thrash Manier abgeliefert. Kurz darauf wurde es noch experimenteller mit „What A Firm Grip Of Dreams“. Zu Gast am Klavier war für die Single die Musikerin Black Marine. Ein außergewöhnlicher Track, der für uns nicht so ganz ins Bild der Band passt.

Neu auf der Setliste von KING ERN ist „Disgust at the Horror“. Die jüngste Veröffentlichung verbindet düstere Atmosphäre, energiegeladene Riffs und Hardcore Vocals zu einem intensiven Horror-Metal-Erlebnis. Spieluhr-Sounds im Intro setzen einen unheimlichen Akzent, während groovige, ungewöhnliche Riffs und der markante Vocal-Stil die visuelle, fast filmische Wirkung des Tracks verstärkt. Ein Song, der Horror fühlbar macht und die Essenz von KING ERN auf den Punkt bringt.

KING ERN sitzt noch nicht ganz so fest im Sattel. Musikalisch scheinen das Ziel und der Weg klar zu sein. Dennoch wirkt das Gesamtpaket noch etwas unstrukturiert. Wir sind dennoch weiterhin gespannt, was da noch kommen wird. Als Nächstes mit Sicherheit der Auftritt am 06. Februar 2027 im Berliner House of Music. Dort werden euch Figo am Mikro, Daniel und Sven an den Gitarren, Vivian am Schlagzeug und George am Bass ordentlich den Arsch versohlen.
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Mit Baujahr 1976 nicht mehr so ganz jung, bin ich im Herzen der Republik, in Anhalt aufgewachsen.
Mit 19 Jahren zog es mich nach Baden-Württemberg. Aufgewachsen mit Heavy Metal à la Metallica, Slayer und Kreator etc., pubertierte ich mit dem Punk, bis ich dann mit dem New York Hardcore erwachsen wurde. Es gilt: Ob Metal oder Punk, in deutsch oder englisch, Hauptsache mir gefällt´s.




