Genre und ihre Hymnen – Teil 3

Nach Heavy Metal, Punkrock, Power Metal, Metalcore, Gothic Rock und Co. geht unsere Reise durch die Genres weiter. Auch diesmal gilt, dass diese Auswahl keine heilige Schrift ist, sondern ein Startschuss für Diskussionen. Denn kaum etwas spaltet Musikfans so zuverlässig wie die Frage, welcher Song ein ganzes Genre am besten zusammenfasst. In Teil 3 wird es moderner, glamouröser, wilder, brutaler und sogar deutschsprachig. Hier kommen fünf weitere Genres und ihre Hymnen.

11. Nu-Metal – Linkin Park: In the End

Nu-Metal war für viele der Einstieg in die härtere Musik. Gitarren, Rap-Elemente, Elektronik, große Refrains und Texte, die direkt ins persönliche Chaos greifen. „In the End“ von Linkin Park bringt genau das auf den Punkt. Der Song ist nicht der härteste Nu-Metal-Track, aber einer der prägendsten. Eingängig, emotional und sofort erkennbar. Eine Hymne für alle, die damals zwischen Frust, Skatepark, Discman und zu weiten Hosen aufgewachsen sind.

 

12. Glam Rock – Slade: Cum on feel the Noize

Glam Rock darf laut, bunt und übertrieben sein. Slade lieferte mit „Cum on feel the Noize“ genau diese Mischung aus Party, Stadiongefühl und frecher Rock-Attitüde. Der Song schreit nach großen Refrains, klatschenden Händen und einer Bühne, auf der Zurückhaltung keine Rolle spielt. Glam Rock wollte auffallen und dieser Song schafft genau das bis heute.

13. Hair Metal – Guns N’ Roses: Welcome to the Jungle

Hair Metal lebte von großen Gesten, gefährlichem Charme und jeder Menge Dreck unter dem Glitzer. „Welcome to the Jungle“ von Guns N’ Roses passt perfekt in diese Welt, auch wenn die Band immer rauer klang als viele glatt polierte Kollegen der Ära. Der Song ist schmutzig, wild und sofort bedrohlich. Kein nettes Lächeln, kein harmloser Stadionrock, sondern hier riecht es nach Straße, Schweiß und Ärger.

14. Death Metal – Amon Amarth: The Pursuit of Vikings

Death Metal kann brutal, technisch und kompromisslos sein. Amon Amarth bringt zusätzlich epische Melodien und nordische Wucht ins Spiel. „The Pursuit of Vikings“ ist deshalb vielleicht nicht die puristischste Wahl, aber eine verdammt wirkungsvolle Hymne. Der Song ist mächtig, eingängig und live ein sicherer Fäuste-in-die-Luft-Moment. Death Metal mit Schlachtruf-Charakter.

15. Deutschrock – Böhse Onkelz: Auf gute Freunde

Deutschrock ist ein Genre, über das man wunderbar streiten kann. Kaum eine Band steht dabei so sehr für große Emotionen, Fanbindung und Diskussionen wie die Böhsen Onkelz. „Auf gute Freunde“ ist eine dieser Hymnen, die sofort mitsingbar ist und für viele genau dieses Wir-gegen-den-Rest-Gefühl bündelt. Ob man die Band liebt, kritisch sieht oder komplett ablehnt, kommt man an der Wirkung dieses Songs in der Deutschrock-Debatte kaum vorbei.

Weiter geht es?

Teil 3 zeigt wieder, dass Genres nicht nur Schubladen, sondern Gefühle sind. Mal bunt, mal dreckig, mal brutal, mal emotional. Und natürlich fehlen auch diesmal wieder genug Songs, über die man diskutieren kann. Welche Hymnen gehören für euch in den nächsten Teil? Schreibt es uns in die Kommentare.

Redaktionell verantwortlich für diesen Artikel:

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Crew | Fotograf

Mein musikalischer Weg hat viele Abzweigungen. Von Mittelalter über diverse Subgenres des Metals, bis hin über die Tiefen des Rocks. Geprägt von den Onkelz, In Extremo und Rammstein führt heute kein Weg mehr an In Flames, Parkway Drive und Machine Head vorbei.

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