Fünf (+) Songs gegen Faschisten und Arschlöcher – Teil 2
Wer glaubt, Punk, Hardcore und Metal hätten zum Thema Faschismus längst alles gesagt, irrt gewaltig. Viele Bands beziehen bis heute klar Stellung gegen Rassismus, Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit. Mal wütend, mal ironisch, mal nachdenklich, aber immer mit Haltung. Hier kommen fünf weitere Songs, die zeigen, warum Musik weit mehr sein kann als bloße Unterhaltung.
100 Kilo Herz – „Keine Zeit für Angst“
100 Kilo Herz liefert eine Hymne für Zivilcourage. Wer immer nur Angst hat, verändert nichts. Der Song macht Mut, Haltung zu zeigen und für Demokratie einzustehen. Bläser, Punkrock und ein riesiger Refrain sorgen dafür, dass die Botschaft lange nachhallt.
KAFVKA – „2018“
Es gibt Songs, die altern mit den Jahren. Und dann gibt es Songs wie „2018“, die leider immer aktueller wirken. KAFVKA beschreibt eine Gesellschaft, die zunehmend auseinanderdriftet und in der Hass und Hetze wieder lauter werden. Der Song erinnert daran, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist und jeden Tag verteidigt werden muss. Rap, Rock und Crossover verschmelzen zu einem druckvollen Statement mit einem Refrain, der sofort hängen bleibt.
Nachtblut – „Multikulturell“
Nachtblut greift das Thema mit bitterer Ironie auf und hält Vorurteilen den Spiegel vor. Hinter den provokanten Zeilen steckt eine deutliche Botschaft gegen Intoleranz und Rassismus. Gerade weil die Band bewusst mit Erwartungen spielt, entfaltet der Song seine Wirkung. Zwischen harten Gitarren und düsteren Melodien wird klar, dass Vielfalt keine Bedrohung ist, sondern Realität.
Band ohne Anspruch – „Blaues Herz“
Der Titel wirkt zunächst harmlos, doch genau darin liegt seine Stärke. Band ohne Anspruch setzt sich mit Symbolen, Vorurteilen und rechter Vereinnahmung auseinander und wirbt stattdessen für Menschlichkeit und Zusammenhalt. Der Song zeigt, dass Haltung nicht immer laut sein muss, um Wirkung zu entfalten. Melodischer Punkrock und ein eingängiger Refrain machen ihn zu einem echten Geheimtipp.
WIZO – „Scheiß AfD“
WIZO war noch nie für diplomatische Zwischentöne bekannt. Mit „Scheiß AfD“ richtet sich die Band gegen Positionen, die immer wieder durch fremdenfeindliche, demokratiekritische oder geschichtsrevisionistische Aussagen auffallen. Statt langer Analysen liefert der Song eine kompromisslose Punk-Antwort. Rotzig, direkt und ohne Umwege erinnert WIZO daran, dass Punk niemals bequem sein wollte.
Faschismus verschwindet nicht, wenn man ihn ignoriert. Er verschwindet auch nicht, wenn man höflich darum bittet, leiser zu sein. Er verschwindet nur, wenn Menschen Haltung zeigen: auf der Straße, im Alltag und auf den Bühnen. Solange Bands solche Songs schreiben und Fans sie laut mitsingen, bleibt Musik eines der stärksten Zeichen gegen Hass.
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Mein musikalischer Weg hat viele Abzweigungen. Von Mittelalter über diverse Subgenres des Metals, bis hin über die Tiefen des Rocks. Geprägt von den Onkelz, In Extremo und Rammstein führt heute kein Weg mehr an In Flames, Parkway Drive und Machine Head vorbei.








