Wilder Punkrock mit ENGST im Nürnberger Hirsch
Am Samstag, den 25.04.2026, empfing der Hirsch in Nürnberg die Berliner Punkrocker von ENGST auf ihrer 10-Jahre-Jubiläumstour. Und da krachte es so richtig. Gemeinsam mit Stakeout zelebrierte die heißbegehrte Punkband einen turbulenten, elektrisierenden Abend bei einer randvollen, ausverkauften Hütte. Außerdem gab es neben der Musik einen Aufruf zur Spende einer an Krebs erkrankten ENGST-Supporterin. Wie der wahnwitzige Punkrockabend sonst so verlaufen ist und welche Highlights dieses Konzert geprägt haben, erfahrt ihr hier.
Spende für Loki
Noch bevor das Konzert so richtig Fahrt aufnehmen sollte, ließ Matze, Frontmann von ENGST, einen emotionalen Einspieler auf Tonband ablaufen. Darauf zu hören war eine Frau namens Loki, die bedauerlicherweise an Krebs erkrankt ist und ein echter Supporter der Berliner Vollblutrocker ist. Hier bewies ENGST, dass die Band das Herz am rechten Fleck hat und startete einen Aufruf zur Spende, um sie bei einer nötigen Operation finanziell zu unterstützen. Für diese herzzerreißende Aktion gab es reichlich Beifall und auch wir hoffen, dass Loki bald wieder auf die Beine kommt, um sich die ENGST Konzerte aus nächster Nähe ansehen zu können. Im Anschluss ging es jedoch dann brachial los mit der ersten Band.
Wenn Humor auf Punkrock trifft

Unter tobendem Applaus und einem humorvollen Intro betrat die Berliner Fun-Punk/Pop-Alternative-Rockband Stakeout die Bühne und legte nach ein paar erheiternden Kommentaren sofort mit ihrem ersten Song los. Schon ab der ersten Sekunde hauten die Jungs mächtig in die Saiten. Bassist Daniel wirbelte dabei wie ein Tornado über die Bühne und bewies, dass man auch am Bass eine heftige Show abliefern kann. Allein schon sein Outfit sprach Bände. Frontmann Thomas hingegen überzeugte mit lustigen Ansprachen und einer satten, kräftigen, rockigen Stimme. Das Publikum feierte ihren wilden, schwungvollen Auftritt frenetisch und wurde somit von Stakeout so richtig in Fahrt gebracht. Nach ihrer 45-minütigen Show räumte die Band jedoch die Bühne für den Headliner dieses Abends: ENGST.
Zwischen Punkrock, Emotionen und Humor
Nach einer kurzen Pause war dann die Zeit für ENGST gekommen und die Band legte hierbei wie von einer Tarantel gestochen los. Als hätte sie die Energie der Vorband einfach aufgenommen und noch einmal verdoppelt. Mit ihrem druckvollen, lauten und kompromisslosen Punkrockstil gab es vom ersten Song an kein Halten mehr. Doch neben dem rotzigen und melodischen Punk gab es auch Momente der tiefen, gefühlvollen Emotionen. Beim Song „Ist mir egal“ begab sich Matze in die Mitte des Saales und sorgte unter einem Meer aus unzähligen Seifenblasen ihrer Crew für einen rührenden Gänsehaut-Moment. Doch genau wie Stakeout bewies ENGST auch ihre humorvolle Seite. Matze rief deren Crewmitglied und ehemaligen Bassisten Mark von HERBST auf die Bühne, der im Blumenkostüm verkleidet die Rockstage betrat. Im Anschluss folgte, wer hätte das gedacht, das „Lied über Blumen“, wobei sich Mark beim Stagediving versuchte und sich über das Publikum hinwegtragen ließ. Im Eifer des Gefechts wagte er sich sogar in den vogelwilden Pogo.

Am Rande des Wahnsinns
Das Konzert entwickelte sich nach und nach in ein wahnwitziges Tollhaus. ENGST bot hierbei eine unfassbar powervolle Show und setzte das Publikum in eine Art Rock Ekstase. Matze begab sich das eine ums andere Mal in das Getümmel und führte sogar eine Polonaise an. Auf dem Weg zur Tanzfläche stand das Publikum unerwarteterweise sogar Spalier und ließ Matze unter einer Reihe wie ein Dach geformten Armen hindurchlaufen. Die Eskalation lässt sich nur schwer in Worte fassen. Zum Schluss hin fegte eine Schar von Crowdsurfern über die Fans hinweg, wobei man somit am Gipfel der vollkommenen Steigerung angekommen war. Nach den Zugaben war dann jedoch Schluss und jeder durfte einmal kräftig durchschnaufen. Diese Powershow wird wohl noch so manchen Besuchern in Erinnerung bleiben.
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Redaktionell verantwortlich für diesen Artikel:
Crew | Redaktion
Vollblutmusiker und Lagerfeuergitarrist! Lange brauchte ich, um mich für die Rockszene zu begeistern und mich selbst zu finden. Als mir jedoch im Jugendalter jemand sagte “Rock regiert die Welt” und ich tagtäglich Metalbeschallung im Sportinternat ertragen musste, begeisterte ich mich mehr und mehr für jegliche Art der Rock Musik. Nach meiner Metalphase, widmete ich mich hauptsächlich dem Punk-, Mittelalter-, Folk- und Deutschrock. Mein Motto: “Hauptsache schnell, laut und melodisch!”






