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Rockwasser – Hier, Heute, Jetzt Review

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Lesedauer
2 Minuten

Rockwasser, woher kommt der Name eigentlich? Für viele Bands ist diese Frage ausgelutschter als „Dinner for one“ am Silvesterabend. BIER ist das Stichwort. Bekanntlicher Weise fängt alles Gute mit dieser fantastischen Buchstabenkombination an. Weil man als junge Band oft wenig finanzielle Mittel zur Verfügung hat, musste auch „Rockwasser“ Abstriche machen und verabschiedeten die „Nobelmarken“ wie Krombacher, Becks, usw.. aus dem Proberaum um sich künftig nur noch dem wohlwollenden Genuss des mildgehopften OETTINGER hinzugeben. Gemeinsam mit dem Edelpils hatten die Jungs wohl die rockigste Probe in der Bandgeschichte. Somit entstand „Rockwasser“.[amazon_link asins=’B07BSZW2WQ’ template=’ProductAd_VRR’ store=’vrr02-21′ marketplace=’DE’ link_id=’697b316c-64f0-11e8-bb38-77c1a6094d55′]

Hier, Heute, Jetzt“ aber erst einmal mehr zu der neuen Platte, die am 08. Juni nach schweißtreibender Arbeit und mit viel Herzblut erscheint. Die Songvielfalt lässt eigentlich nichts zu wünschen übrig. Mit 13 Titeln und 44 Minuten Spielzeit behält die Scheibe aus dem Hause “Rookies & Kings” die gewohnte Länge bei, wenn man nicht gerade das neue Album von Frei.Wild als Maßstab nimmt.

Tatsächlich fällt es mir immer schwerer, auf Anhieb Gefallen an musikalischen Neuheiten zu finden, und nach den ersten Tönen und einmaligen Durchhören des Albums hat mir das Gewisse etwas gefehlt. Ein Lied, das hängen bleibt und sofort heraus sticht. So ein richtiger Gassenhauer halt eben. An dieser Stelle möchte ich mich korrigieren. Musikalisch bleiben Rockwasser mit bester Qualität der Linie im gesamten Werk treu.

Tracklist
1 – Leinen los, Feuer frei!
2 – Noch einmal
3 – Zusammen siegen und verlieren
4 – Durchs Feuer
5 – Helden
6 – Niemals enden
7 – Wir werden alles geben
8 – Alles was bleibt
9 – Sekunden
10 – Viva Barca!
11 – Herzlich Willkommen
12 – Segen oder Fluch
13 – Auf diesen Moment

Besonders gefällt mir „Viva Barca!“. Ein Lied, das definitiv jeden zum Tanzen bewegt. Wenn ich mir diesen Rhythmus so durch die Gehörgänge schallen lasse, würde nur noch die Untermalung von Blasinstrumenten fehlen. Irgendwie ein Track der mich stark an ordentlichen Party-Ska erinnert! Bier auf, gute Laune!

„Wenn ich trink´ dann trink` ich richtig,
dann ist morgen nicht mehr wichtig“

Etwas kritischer wird es dann doch bei „Helden“. Das Thema der Medienverblödung wird oft in Songs behandelt. Bei diesem Song steckt allerdings viel mehr dahinter. Wir kritisieren hier nicht die Nachmittagsunterhaltung im TV wie Frauentausch, Dschungelcamp oder DSDS. Hier geht es vielmehr um die Tatsache, dass sich Millionen von Menschen diese Serien rein brettern und dabei völlig in Vergessenheit gerät, dass es wirklich noch wahre Helden gibt. Helden, die jeden Tag die Welt verbessern und dafür keine Schminke, kein Ruhm und kein Rampenlicht benötigen.

„Sag mir wo sind die wahren Helden, sag mir wo sie sind,
kein Ruhm, kein Glanz, kein Glemmer einfach echt und ungeschminkt,
die jeden Tag die Welt verbessern ohne Rampenlicht,
sag mir wo sind die wahren Helden, ich seh´sie einfach nicht.“

Ein Lied, bei dem vor allem der Refrain hängen bleibt, ist „Sekunden“. Es ist wohl eine Anlehnung an eine Situation, die vermutlich jeder schon erlebt hat. Du bist auf einer Party und dein Gegenüber, auf den du schon länger ein Auge geworfen hast, ist da. Er nimmt dich aber nicht wirklich wahr. Du musst also den ganzen Mut zusammen nehmen und gehst auf diesen Menschen zu. Ein Lied, das es mir sehr angetan hat.

„Alles was ich will sind ein paar Sekunden,
die Zeit bleibt steh´n für Stunden.
Alles was ich will ist ein Augenblick mit Dir..“

Alles in allem werde ich die CD vorerst nicht aus dem Auto nehmen. Dafür gefällt sie mir definitiv zu gut. Jeder Deutschrockliebhaber und Rookies & Kings Kenner kann und sollte sich das Album definitiv zulegen. Von mir gibt es solide 7 von 10 Punkten.

Marco Stahl
2010 infizierte mich Broilers bei meinem ersten "richtigen" Live-Konzert in der noch alten Batschkapp in Frankfurt. Seit jeher war mein Werdegang geebnet und mit wachsender Begeisterung gründete ich 2017 dann Vollgas Richtung Rock. Mein Motto: "Man lernt nicht zu sprechen, um dann das Maul zu halten". -Foiernacht

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