Totenlegion – Melodic Black Metal aus Mittelfranken

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Seit 2012 widmen sich die Zirndorfer von Totenlegion dem melodisch düsteren, ein wenig an Endzeitstimmung und Eisregen erinnerndem Black Metal. In der jetzigen Zusammensetzung kamen sie 2019 zusammen und schafften es, rund drei Jahre nach dem Debütalbum eine EP MENSCHENKIND herauszubringen. Das MENSCHENKIND wurde in Eigenregie der Band geboren. Alle Texte der Band sind sehr düster, trübselig und irgendwie thematisch passend in die momentane Zeit: Trümmerfeld, Winterfront, Eiseskälte, Trommelfeuer, Schützengraben. Ein wenig an die Inhalte von Sabaton angelehnt, obwohl der Sound ein total anderer ist. Die Texte behandeln oft Themen wie Verlust, Angst und Trauer, Umgang mit inneren Dämonen. Trotzdem bleiben sie dank eingängiger Melodien und mitreißenden Refrains zugänglich und bleiben hängen. Man will sie wieder sehen und hören.

Wenn man Musik sucht, die zum Mitbangen, Mitfühlen und doch zum Nachdenken bewegt, sollte man definitiv bei Totenlegion hängen bleiben. Deren Musik ist kraftvoll, hart und mitreißend und doch emotional. Eine neue Generation von Metalband, von denen man sicher noch lange mehr hören und sehen wird. Auf der Bühne, schon allein optisch sehr professionell gestylt, zeigen sie unglaubliche Power, Energie, Leidenschaft und ziehen das Publikum in den Bann. Headbanging, Circle Pits und geniale Gitarrensoli machen jedes Konzert zu einem unvergesslichen Erlebnis. Auch Festivalerfahrung durften sie schon sammeln, nebst Auftritten im Ausland (Tschechien, Österreich mit Asmodeus und Welicoruss).

Wir schöpfen den Namen aus

VRR: Was wollt ihr mit dem Namen aussagen?

Thomas: Bei der Bandgründung hatten wir uns da keinen großen Kopf gemacht, wir brauchten einen Namen und fanden Totenlegion cool. Seit zwei bis drei Jahren schöpfen wir den Namen aus. Zu sehen ist das bei der Bühnen-Deko und unserer Bühnenkleidung.

VRR: Wer ist euer Ideenschmied?

Thomas: Für die Songs sind die beiden Gitarristen und unser Bassist zuständig.

VRR: Habt ihr eine Choreo oder einfach spontan und je nach Laune?

Thomas: Für die Auftritte sind schon einige Sachen besprochen, wer, wo, wann, was zu tun hat. Aber der Rest kommt von selbst. Je mehr Leute beim Gig, desto mehr Spaß bei uns.

VRR: Habt ihr noch bürgerliche Berufe?

Thomas: Wir sind alle berufstätig und betreiben unsere Band hobbymäßig, mit einem kleinen Hang zur Semiprofessionalität.

VRR: Privatleben – gibt es das noch?

Thomas: Ja klar, zwar nicht so viel wie früher, aber von nichts kommt ja nichts. 

VRR: Habt ihr noch Hobbys oder lebt ihr die Musik/Band?

Thomas: Es ist schon noch Zeit vorhanden für jeden einzelnen, sich sportlich zu betätigen.

VRR: Welchen Musikgeschmack hat Totenlegion daheim im stillen Kämmerlein?

Thomas: Da kann ich nur für mich sprechen. Ich höre so gut wie 100% wirklich nur Metal, z. B. Black, Death, Thrash, Speed und Paganmetal.

VRR: Ist ein Album in Planung? Sonstige Pläne für 2024?

Thomas: Ja, 2024 kommt unser neues Album heraus. Pläne? Coole Gigs spielen und das neue Album vorstellen. Und unser eigenes Festival (Pain & Gain Festival am 15.6.24 in Zirndorf) gibt es auch noch. Ich glaube, uns wird es so schnell nicht langweilig. (lacht)

VRR: Was wäre euer Traumgig?

Thomas: Ich glaube, das empfindet jeder Musiker bei uns anders. Der Metalgeschmack ist bei uns sehr breit gefächert. Ich würde für mich sagen, einmal Vorband bei Sodom fände ich schon cool.

VRR: Das schrecklichste Erlebnis beim Auftritt? Und was war das lustigste?

Thomas: Zum Glück haben wir noch nichts Schreckliches erlebt. Bei einem Gig in einem JUZ hatten wir so viel genebelt, dass der ganze Laden noch eingenebelt war, als wir heimgingen.

VRR: Was möchtet ihr den Lesern mitgeben?

Thomas: Gesund bleiben und Metal hören!

Schlagzeug: Christoph

Gitarre: Christian

Vocals, Bass: Thomas

Vocals: Chris

Gitarre: Stefan

Foto: Totenlegion

totenlegion-zirndorf@web.de

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Redaktionell verantwortlich für diesen Artikel:

Obwohl ich schon über 60 bin, bin ich tief im Herzen ein verrücktes und junggebliebenes Wesen. In den 60ern im Osten geboren, seit 1980 in Tschechien gelebt, bin ich dort in den 80ern zum Metal gekommen. Irgendwann in den 90ern habe ich eine Dekade Gothic und Mittelalter durchlebt, um dann doch wieder voll auf Metal umzusteigen.

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