Kärbholz – STURM ZIEH AUF – Wir füllen die Bühne mit Musik
Kärbholz stehen vor einer neuen Platte und einer umfangreichen Tour. Im Gespräch mit „Vollgas – Rock & Realtalk“ sprechen Torben und Henning über neue Songs, Perfektionismus, Setlists und die Frage, wie viel Veränderung eine Band verträgt, ohne ihre eigene Identität zu verlieren. Du willst direkt zum Podcast und reinhören, dann klick HIER!
Neue Songs, neue Energie
Neue Songs entstehen bei Kärbholz offenbar nicht mal eben zwischen Tür und Angel. Teilweise reifen die Stücke bereits anderthalb bis zwei Jahre, bevor sie überhaupt auf der Bühne landen. Dabei zeigt sich oft erst im Laufe des Entstehungsprozesses, ob aus einem Song ein zukünftiger Live-Kracher oder doch eher eine ruhigere Nummer wird.
Ein Beispiel dafür ist „Kryptonit“. Im Studio war zunächst nicht absehbar, welche Wirkung der Song live entwickeln würde. Spätestens beim Videodreh änderte sich das: Die Leute kannten den Text, gingen ab – und für die Band war klar, dass dieser Song auf der Bühne funktionieren kann.
Perfektion ja – glattbügeln nein
Im Studio wird bei Kärbholz nichts dem Zufall überlassen. Takes werden wiederholt, Details verändert und die Ansprüche an die eigene Leistung steigen stetig. Trotzdem soll die neue Platte ausdrücklich nicht klinisch perfekt klingen. Die Band will ihre Ecken und Kanten behalten. Vier Musiker, handgemachte Musik und eine gewisse raue Energie sollen hörbar bleiben. Gerade im Zeitalter von KI und immer stärker technisierter Musik versteht Kärbholz das offenbar auch als bewussten Gegenentwurf.
Die Bühne entscheidet
Ob ein Song wirklich funktioniert, zeigt sich letztlich erst live. Kärbholz scheut sich deshalb nicht, eine Setlist während einer Tour zu verändern. Selbst Lieblingssongs der Musiker müssen weichen, wenn das Publikum nicht mitzieht. Gleichzeitig kann ein Stück, das zunächst unterschätzt wurde, plötzlich zum Live-Favoriten werden. Spotify, Fanreaktionen und vor allem die Konzerte selbst liefern dabei wichtige Hinweise.
Kärbholz bleiben Kärbholz
Die kommende Tour soll entsprechend mehr werden als eine bloße Wiederholung alter Shows. Neue Songs, ein neues Bühnenbild und jede Menge Energie stehen auf dem Programm. Aufhören? Davon wollen Kärbholz offenbar noch lange nichts wissen. Zu groß ist der Spaß daran, neue Musik zu schreiben – und sie anschließend genau dort zu erleben, wo sie hingehört: vor einem Publikum, das sie gemeinsam mit der Band zum Leben erweckt.
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Mitglied im Bundesverband deutscher Pressefotografen (bdp)
Gründete 2017 das Magazin und begann eine ganz neue, "musikalische" Reise durch die rauen Landschaften von Musik, Veranstaltungen und Print- und Online-Medien.






