Soulbound – SYN – VÖ: 16.01.2026

Quelle: METALVILLE

Nur eineinhalb Jahre nach ihrer Veröffentlichung von OBSYDIAN kommt Soulbound mit ihrem neuen Longplayer SYN um die Ecke gefegt, welcher heute in die Musikwelt entlassen wird, um alte Fans zu beschenken und neue Hörer zu finden.

SYN umfasst insgesamt zwölf Songs, davon elf brandneue Tracks, von denen bereits vier vorab als Single ausgekoppelt worden sind: „sYn“, „Cutting Diamonds“, „Chaos & Amen“ und „Not Metal Enough“. Schauen wir uns das gute Stück etwas genauer an.

Tracklist:

  1. Abaddon
  2. sYn
  3. No Kings For Me
  4. Cutting Diamonds
  5. sYnfluencer
  6. Chaos & Amen
  7. Dark Throne
  8. Neon Battlefield
  9. Sacred Skin
  10. Not Metal Enough
  11. sYnners Crown
  12. If U Seek Amy (Bonustrack / Original by Britney Spears)
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Lasst uns syndigen

Den Einstieg in SYN gestaltet Soulbound mit einem klangvollen, ruhigen Intro, in das aber schnell einen Hauch von Dunkelheit Einzug erhält. Sobald „Abaddon“ endet, geht es mit „sYn“ weiter, ein Song, der sich direkt in das Gehirn brennt. „No Kings For Me“ kommt brettig und mit einer sehr wichtigen Message daher. Es geht um uns Menschen und wie wir mit der Erde umgehen.

Mit „Cutting Diamonds“ hat Soulbound ein sehr melodisches, tanzbares Lied geschaffen, das sich klammheimlich ins Gedächtnis schleicht, um sich dort auszubreiten und für immer einzunisten. „sYnfluencer“ startet auch sehr melodisch und ruhig, macht dann aber eine 180°-Wende und knallt uns mit voller Wucht ins Gesicht. Hier geht es, wie der Name schon vermuten lässt, um Influencer und deren Handeln bzw. Verhalten, welches manchmal fraglich ist. „Chaos & Amen“ schiebt ordentlich an und nach diesem Song haben wir bedauerlicherweise die Hälfte des Albums hinter uns. Aber die bisherigen Songs lassen uns gespannt auf die zweite Hälfte blicken.

Soulbound-Bandbild-NME-min-scaled Soulbound – SYN – VÖ: 16.01.2026
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Für Überraschungen gut

Weiter geht es mit einer Vollbremsung. Nicht, weil das Lied nicht gut ist, sondern weil es eine Ballade ist, „Dark Throne“. Hier kann man sich einmal gemütlich zurücklehnen und die Klänge genießen. „Neon Battlefield“ sticht musikalisch direkt aus den Songs heraus. Ein Song, um sich ordentlich auf der Tanzfläche zu verausgaben und ein weiterer Song, der sich in die Gehirnwindungen fräst. Was für ein Lied! „Sacred Skin“ schiebt wieder ordentlich an und lädt dazu ein, die Nackenmuskulatur zu trainieren.

Als nächstes folgt „Not Metal Enough“. Heutzutage wird man schnell in Schubladen gesteckt und wenn man erst einmal in einer ist, muss man auch deren genauen Regeln folgen. Macht man es nicht, ist der Aufschrei groß, weil man anders ist, weil man sich traut, aus starren Regeln auszubrechen. Dieses Lied gleicht einem gesungenen Mittelfinger in Richtung aller, die sich fragen: Ist das noch Metal?

Mit „sYnners Crown“ schenkt uns Soulbound kurz vor Ende erneut einen ruhigeren Song, der einen etwas herunterfährt. Den Abschluss von SYN erwartet man so nicht unbedingt. Es ist „If U Seek Amy“, ein Song von Britney Spears, eingehüllt in die Klänge von Soulbound. Ein sehr gelungenes Cover wie Ende.

Soulbound-band1-scaled Soulbound – SYN – VÖ: 16.01.2026
Quelle: METALVILLE

Fazit:

Die vier ausgekoppelten Songs lassen den Hörer bereits die Vielseitigkeit und Flexibilität von Soulbound und ihrer Musik spüren, was sich wie ein roter Faden durch das ganze Album zieht. Kein Track ist das, was man in diesem Genre vermutlich erwartet und das ist auch gut so! SYN gleicht einer Wundertüte, man wird bei jedem einzelnen Song aufs neue positiv überrascht. Hier bekommt man keinen klassischen Industrial-Metal um die Ohren geballert, sondern eine bunte Mischung aus harten Gitarrenriffs, Schlagzeuggewitter, Metalcore-Einlagen gepaart mit sanfteren Akkorden, poppigen Parts und melodischen Gesangseinlagen. SYN spiegelt perfekt das Motto von Soulbound wider: We don’t give a fuck-Metal. Und das verspricht eine Menge Spaß!

Redaktionell verantwortlich für diesen Artikel:

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Crew | Redaktion | Korrektur

Bereits im Kindergartenalter gegen Ende der 80er-Jahre durch meine älteren Geschwister mit Punk großgeworden, fand ich ebenfalls als Kind über Metal, Rock und Grunge meinen Weg zum Gothic Anfang der 90er-Jahre und etwas später dann zur NDH und zum Mittelalter-Rock. Diesen Genres bin ich bis heute als schwarz-bunte Seele treu ergeben.