Seepogo Festival 2025 – laut, bunt, legendär!
Eine sorgfältig kuratierte Auswahl brachialer Live-Acts, ein kleiner See mitten im Goldenen Grund – genauer gesagt in Selters-Münster – und ein Verein, der einfach richtig Bock hat, etwas Großartiges auf die Beine zu stellen. Das war das Seepogo Festival 2025 vom 25. bis 26. Juli. Und was soll man sagen? Es war gigantisch!
Punkrock-Legenden am Lago Alfredo

Auch in diesem Jahr war das Seepogo Festival restlos ausverkauft. Und das aus gutem Grund: Es hat sich in den letzten Jahren als vielseitiges Festival etabliert, das mit Rock- und Punkgrößen aufwartet, die in Deutschland längst Kultstatus genießen. Die Speerspitze des hochkarätigen Line-ups bildeten Talco, ZSK, Slime und Knochenfabrik. Aber auch alle weiteren Acts lieferten Shows ab, die das energiegeladene Publikum in Ekstase versetzten – und zwar ausnahmslos. Selbst die morgendliche Yogarunde war bestens besucht. Ein entspannter Kontrast, der viele Besucher mental perfekt auf den finalen Samstag einstimmte.
Das Seepogo – ein Festival mit Seele
Die gesamte Festivalstruktur war erneut top organisiert. Das Leben spielte sich rund um den idyllischen Lago Alfredo ab. Die Wohnmobile campierten am Ortsrand, der Weg zum Gelände war – auch wenn es zuerst nicht so schien – gut befahrbar. Die Zeltplatzsituation? Trotz leichter Hanglage mit Seeblick nur ein halbes Wegbier vom Infield entfernt. Das ist fast schon Luxus. Das gesamte Team – von Security über Ausschank bis hin zu Orga und Dienstleistern – war nicht nur professionell, sondern auch durchweg gut gelaunt. Man spürte, dass hier ein Team arbeitet, das liebt, was es tut. Der Kulturverein hinter dem Seepogo legt besonderen Wert auf Awareness und nimmt die Wünsche sowie Bedürfnisse der Besucher:innen zu 100 Prozent ernst. Auch auf der Bühne spiegelt sich das wider.
Eine Bühne für alle
Das vielseitige, bunte Konzept zeigt sich nicht nur im Publikum, das lautstark „Nazis raus!“ skandierte, sondern auch in der ausgewogenen Bandauswahl. Während Diversität auf deutschen Festivalbühnen oft noch zu kurz kommt, setzt das Seepogo hier ein klares Zeichen. Private Function, The Anti-Queens, Juicy Roadkill, Maid of Ace und viele weitere zeigten eindrucksvoll, dass die männerdominierte Musiklandschaft eine frische Brise mehr als nötig hat.

Und mal ehrlich: Wenn man den Abriss dieser Bands erlebt hat, fragt man sich, warum das überhaupt noch ein Thema ist. Was auf der Seepogo-Bühne geboten wurde, war kompromisslos, kraftvoll und authentisch. Eine Power, die kaum zu toppen ist.
Seepogo 2026 – nächste Runde, gleiche Eskalation
Unterm Strich: Wer Punkrock liebt, findet auf dem Seepogo genau das, was er oder sie sucht. Eine mitreißende Crowd, eine Band-Dichte, die man sonst kaum irgendwo findet, und das Gefühl von Freiheit. Für einen kurzen, intensiven Moment, der viel zu schnell vergeht.
Und bis dahin: Schaut euch unbedingt die Fotos an und lasst das Wochenende noch einmal Revue passieren. Hier geht’s zur Galerie:

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Gründete 2017 das Magazin und begann eine ganz neue, "musikalische" Reise durch die rauen Landschaften von Musik, Veranstaltungen und Print- und Online-Medien.










