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Neujahrsabriss mit Leidbild, Eizbrand und Goethes Jungs

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Lesedauer
2 Minuten

SOLD OUT: Vermeldeten Leidbild schon weit im Voraus ihres Neujahrsabrisses. In aktuellen Zeiten eine absolute Seltenheit! Beim Blick auf die randvolle Harley Garage in Wallau wurde uns nicht nur warm ums Herz, auch die ersten Schweißtropfen perlten sich auf der Stirn. Der Abend versprach Großes!

„Hoch das Glas“

Kurz nach Einlass stimmten uns Goethes Jungs auf einen feuchtfröhlichen Samstag ein. Sie spielten Songs ihres – hoffentlich bald – erscheinenden Albums. Der Song „Hoch das Glas“ könnte dem ein oder anderen bereits bekannt vorgekommen sein. Vollgas Richtung Rock hatte sich beim Videodreh eingeschlichen, damals noch in der VRR Haus- und Hofkneipe Black Pearl in Wetzlar, die nach einer harten Coronaphase leider endgültig die Pforten schließen musste.

Die Gastgeber

Die Gastgeber Leidbild waren als Zweites dran, damit sie den Rest des Abends beim Auftritt von Eizbrand ausgelassen mitfeiern konnten. Die Fans hatten sich inzwischen so dicht an die Bühne gedrängt, dass man sich zweimal überlegte, ob man nochmal auf Toilette musste oder etwas zu trinken brauchte. Ein besonderer Augenschmaus war das Bühnenoutfit von Gitarrist Christoph, der reihenweise Lidl-Filialen abgeklappert hatte, um sich einen der heiß begehrten Lidl-Ugly Sweater zu sichern.

Als weitere kleine Überraschung stürmte der ehemalige Gitarrist Nikola die Bühne, um für den Song „Für immer verbunden“ noch einmal in die Saiten zu hauen. Sänger Chriss war nicht nur überrascht, sondern gänzlich unvorbereitet. Da er die Generalprobe geschwänzt hatte und nicht wusste, dass der Song gespielt werden soll, versuchte er noch kurzfristig den Text zu recherchieren. Doch die Mühe war vergebens. Unter reichlich Gelächter im Publikum kämpfte sich Chriss durch den Song.

Stiernacken Vinz

Der Leidbild-Klassiker „Frankfurt am Main“ durfte an diesem Abend natürlich auch nicht fehlen. Stiernacken Vinz schnappte sich Chriss und trug ihn auf den Schultern in die Menge, während das Publikum lauthals den Text mitschmetterte. Nachdem ich Leidbild schon seit Jahren begleite und schon unzählige Konzerte miterlebt habe, war das für mich einer der familiärsten und intensivsten Auftritte seit langer Zeit.

Bühne im Format „Schuhkarton“

Eizbrand standen im vergangenen Sommer auf einigen der größten Festivalbühnen der Szene und im Vergleich dazu hatte die Bühne in der Harley Garage die Größe eines Schuhkartons. Doch Eizbrand verrieten im Vorfeld, dass es sie demütig mache, nach den vergangenen Erfolgen wieder in einem kleinen Club zu spielen und sie dadurch noch mehr zu schätzen wissen, wie weit sie seit ihren Anfängen gekommen sind.

Wie zu erwarten, herrschte ab dem ersten Ton Ausnahmezustand vor der Bühne. Tanzen und pogen war kaum möglich, das heißt aber nicht, dass man es nicht versucht hätte. Nach einem kräftigen Schubs von hinten, hätte es mich beinahe samt Kamera zu den Füßen von Bassist Robin geschmissen und auch Sänger Ruwen bemerkte, wie knapp bemessen der Platz war und wiederholte mehrfach, dass wir alle Rücksicht aufeinander nehmen sollen.

Trotz eingeschränktem Bewegungsradius für die Bands und Fans hinterließ der Abend viele freudestrahlende und vor allem unbeschadete Gesichter. Wir freuen uns bereits jetzt auf eine Wiederholung.

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Neujahrsabriss mit Leidbild, Eizbrand und Goethes Jungs – Galerie

Lisa Berg
"Immer Vollgas und keine Angst vorm Scheitern. Immer Vollgas, immer nach vorne immer weiter..."

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