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Serum 114 – Frankfurt Batschkapp Konzertbericht

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Junge, was ein Heimspiel! Serum 114 feierten am Samstag in der Batschkapp in Frankfurt ihren Tourabschluss. Als Support unterstütze sie dabei drei Viertel der Band Zaunpfahl. Drei Viertel? Ja, denn Sänger Ole fiel kurzfristig aus. Die übrig gebliebene Besetzung improvisierte den Gesang und eins muss man den Jungs lassen – laut, schief aber mit voller Begeisterung! „Lieber widerlich, als wieder nicht!“, scherzten sie als Entschuldigung von der Bühne. Das Spektakel wollten sich die Wenigsten entgehen lassen, abgesehen von denen mit einem musikalischen Gehör. Zügig füllte sich die vorher noch dünn besetzte Halle.

Statt des obligatorischen Bengalo beim Einmarsch von Serum 114, den wir noch von der Festivalsaison im Kopf hatten, wurde ehrwürdig das Banner im Hintergrund nach oben gezogen. Brandschutztechnisch zumindest die bessere Wahl. Während die Band und allen voran Esche mit einer wahnsinnigen Kondition über das Parkett fegte, kochte auch die Stimmung im Publikum hoch. Pogo, Bierduschen, laute Chöre – volles Programm. Als kleines Highlight bekamen wir die neu erschienene Single „Unzerbrechlich“ von Esches Soloprojekt zu hören.

Für einen Song lang zogen Serum 114 den Stecker. „Verlieren heißt“ kam dieses mal völlig ohne Strom aus. Während sich die Jungs inmitten der Halle platzierten, wurde es langsam ruhig. Ohne Mikro und mit einem Cajón als Schlagzeugersatz ausgerüstet, unterstützte sie das Publikum beim Gesang. Trotz des holprigen Chors war das ein besonderer Gänsehaut-Moment. Wer Serum 114 bereits live gesehen hat, weiß was ihn erwartet, wenn sie „Killing In The Name“ von Rage Against The Machine anstimmen. Die Stimmung befand sich auf dem absoluten Höhepunkt, als sich Esche vom Geländer der Empore in die Arme der Crowd stürzte. So viel Vertrauen in seine Fans wurde belohnt. So ließen sie ihn nicht unsanft auf den Boden aufschlagen, sondern reichten ihn wohlbehütet auf Händen bis zur Bühne.

Nach dem Konzert konnte jeder die Gelegenheit nutzen, Autogramme und Fotos mit der Band am Merchstand zu erhaschen. Im Anschluss fand eine 80er/90er Party statt, weshalb uns die Security für einen Samstag recht früh aus der Halle scheuchte.

Wer mehr über Esches Soloprojekt und die Pläne von Serum 114 für 2019 erfahren will, sollte das Interview in unserer Printausgabe nicht verpassen. Vorbestellbar unter www.vrr-shop.de

Hier geht es zur Galerie vom Konzert in Frankfurt:

Serum114 – Frankfurt Batschkapp Galerie

Lisa Berg
Lisa Berg
Über mich: Ich, 25 Jahre alt, habe Punk-, Deutschrock und Metal quasi mit der Muttermilch aufgenommen. Frühzeitig von meinen Schwestern mit "Die Toten Hosen" beschallt, hat mich das Fieber endgültig auf meinem ersten "Die Ärzte" Konzert 2007 erwischt. Heute findet man mich meistens lauthals mitsingend in der ersten Reihe auf diversen Konzerten und Festivals. Im Gegensatz dazu verdiene ich ganz seriös meine Brötchen als Grafikerin für den Printbereich. Mein Motto? "Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik"
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