JEANLUC – VISIONEN – VÖ 13.03.2026
Etwas mehr als drei Jahre ist es her, dass JEANLUC die Musikwelt mit ihrem Debütalbum LICHTER beschenkte. Nun hat das lange Warten auf einen Nachfolger ein Ende. JEANLUC lässt VISIONEN auf die Hörerschaft los. Insgesamt umfasst die neue Platte zwölf Lieder, von denen bereits die Hälfte auf allen gängigen Streaming-Diensten zu finden ist.
Tracklist:
- Visionen
- INVIDIA
- Stunden wie Sekunden
- Fehler in der Matrix
- Albtraum
- It is what it is
- Ich lauf
- Das Lied vom Meer
- ADIEU (Du schöne Welt)
- Deine Zeit
- Meisterwerk
- Der letzte Track

Ein spannender Auftakt
„Visionen“ ist nicht nur der Name des Albums, sondern auch dessen Opener. JEANLUC fackelt nicht lange herum, sie eröffnet ihr Album direkt mit einem Kracher, der sich alleine schon durch den Refrain in die Gehirnwinden fräst und die Spannung auf die weiteren Songs immens steigert. Der nächste Song ist nicht weniger einprägsam, was die Melodie und den Text betrifft. „INVIDIA“ handelt, wie der Name bereits sagt, von Neid und was dieser mit einem macht. Man ist in einem Moment noch glücklich, doch dann sieht man jemanden, der das hat, was man schon lange begehrt und die Freude verpufft im Nu, ersetzt durch Neid. Man bekommt die Kurve nicht, kann sich nicht für die Person freuen und ist unglücklich, steht sich selbst und dem eigenen Glück mit den missgünstigen Gedanken im Weg.
Mit „Stunden wie Sekunden“ wirft JEANLUC den Anker. Der Song ist ruhiger und sanfter und der Hörer kann sich kurz ausruhen. Dafür nimmt VISIONEN mit „Fehler in der Matrix“ direkt wieder Fahrt auf. Hier bleibt kein Bein stillstehen. Dieses Lied ist mehr als tanzbar. Bei dem nächsten Titel erwartet man eine tiefe Schwere, aber Fehlanzeige! Die Melodie von „Albtraum“ ist fröhlich und ermutigend, zumindest bis zum Breakdown, dort wird der Ton düster und bedrohlich. Dieser Song schiebt ordentlich an.

Zwischen Vergangenheit, Zukunft und Emotionen
„It ist what it is“ ist das genaue Gegenteil von seinem Vorgänger. Hier erwartet uns ein melancholisches Lied, das tief unter die Haut geht, auch wenn man die Thematik selber nie erlebt hat. „It ist what it is, sagte sie, als sie ging. Kein Tschüss, kein Blick zurück, kein Wiedersehen. It is what it is…“ Mit „Ich lauf“ drückt JEANLUC wieder ordentlich aufs Gaspedal, nur um von „Das Lied vom Meer“ etwas ausgebremst zu werden. „ADIEU (Du schöne Welt)“ zieht das Tempo wieder an und ist ein Song für all diejenigen, die ihre Nackenmuskulatur trainieren wollen.
Manche Menschen schwelgen gerne in der Vergangenheit und erinnern sich an alle die schönen Momente, die sie erlebt haben und gerne noch einmal erleben würden. Andere verlieren sich wiederum in Tagträumen, was die Zukunft bringen könnte. Aber wieso vergeudet man seine Zeit mit Gedanken an Momente, die längst vorbei sind oder die eventuell nie passieren werden? „Deine Zeit“ zeigt genau diese Thematik auf. Lebe und genieße das Hier und Jetzt und halte nicht an der Vergangenheit fest oder an einer Zukunft, die noch nicht geschrieben ist.
Mit „Meisterwerk“ hat JEANLUC einen sehr emotionalen Song erschaffen, der noch lange in den Gedanken der Hörer verweilen wird. „Meine Fehler werden zu Farben, was bleibt ist ein Meisterwerk. Die Galerie gefüllt mit Geschichten, viele davon bleiben verwehrt. Meine Fehler werden zu Farben, und jedes Bild schmerzt am Ende so sehr, doch was bleibt ist ein Meisterwerk.“ Das Ende des Albums wird viel zu schnell von „Der letzte Track“ eingeläutet, ein etwas anderer Song. Wieso? Das müsst ihr selber herausfinden!
Fazit
Bei diesem Album kommt jeder auf den Geschmack, egal, ob man eher giftige Gitarrenriffs oder melodiöse Parts mag. VISIONEN bietet die passende Musik für jede Lebenslage. Man hat Lieder zum Tanzen, zum Feiern, zum Nachdenken, aber auch für die stillen, traurigen Momente im Leben. Mit VISIONEN hat JEANLUC ein Album geschaffen, das sich tief im Inneren der Hörer verwurzelt. Die Lieder sind aus dem Leben geschrieben und überzeugen durch Ehrlichkeit und Emotionen, getragen von Hansis melodischer Stimme und eingängigen Melodien. „Es fühlt sich an wie ein Kribbeln unter meiner Haut“ ist nicht ganz richtig. Das Gefühl ist eher auf der Haut, Entenpelle, um genau zu sein, die vom Nacken aus einen Schauer über den Rücken jagt, sich auf alle Körperteile ausbreitet und am Ende ein wohliges Gefühl hinterlässt.
VISIONEN erhält 4,75 von 5 Punkten
Redaktionell verantwortlich für diesen Artikel:
Crew | Redaktion | Korrektur
Bereits im Kindergartenalter gegen Ende der 80er-Jahre durch meine älteren Geschwister mit Punk großgeworden, fand ich ebenfalls als Kind über Metal, Rock und Grunge meinen Weg zum Gothic Anfang der 90er-Jahre und etwas später dann zur NDH und zum Mittelalter-Rock. Diesen Genres bin ich bis heute als schwarz-bunte Seele treu ergeben.






