Ausverkauft, aufgeheizt und bereit für den Abriss: Rodeo 5000 im Club Stereo Nürnberg

Wenn sich Stimmengewirr mit gespannter Erwartung mischt, wenn der Raum von Minute zu Minute spürbar enger wirkt, weil niemand diesen Moment verpassen will. Genau diese Atmosphäre lag gestern über dem restlos ausverkauften Club Stereo in Nürnberg, in dem Rodeo 5000 mit ihrer Redneck Randale 2026 wartete, um den Club in eine Country Oase zu verwandeln. Country? Euer Ernst?! Aber sowas von! Was folgte, war kein gewöhnliches Konzert, sondern ein Abend, der zeigte, wie schnell aus Vorfreude pure Ekstase werden kann.

Das Warm-up feiert ersten Geburtstag

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Den Startschuss des Abends lieferte REDWOOD, die sich vorsichtig an das Publikum herantastete. Es handelt sich hier um noch eine recht junge Band, die an diesem schönen Samstagabend einfach ihr Einjähriges feierte – inklusive Bibi und Tina Geburtstagstorte. Von Beginn an feuerte sie ihre Songs mit ihrer Spielfreude ins Publikum und baute ein Fundament, das den Club Stereo langsam auf Temperatur brachte. Das Wichtigste: Yeehaw-Rufe wurden fleißig geübt. Die Mischung aus Gitarren, Geigen, treibendem Rhythmus und ehrlicher Bühnenpräsenz funktionierte hervorragend als Anheizer. Das Publikum reagierte offen, ließ sich mitreißen und wurde von Song zu Song mitmachfreudiger. Ein Auftakt, der genau das tat, was er sollte: das Publikum wachrütteln und auf das vorbereiten, was noch kommen sollte.

Wenn der Club zur Honky-Tonk-Bar wird

Mit Rodeo 5000 hielt schließlich genau das Einzug, was der Tourtitel Redneck Randale 2026 versprach: eine Mischung aus staubigem Country-Feeling, humorvoller Selbstironie und einer gehörigen Portion Vollgas-Party. Kaum betrat die Band die Bühne, verwandelte sich der Club Stereo gefühlt in eine Mischung aus Honky-Tonk-Bar und fränkischem Feierbiotop: laut, ausgelassen und herrlich ungefiltert. Die Stimmung war bereits am Siedepunkt. Die Vorfreude der Fans war mehr als nur spürbar, doch die Band schaffte es mühelos, das Energielevel noch einmal deutlich nach oben zu treiben. Der kleine Club kochte förmlich über.

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Musikalisch setzte die Band konsequent auf ihren unverwechselbaren Sound aus treibenden Country-Rhythmen, eingängigen Refrains und dieser rotzigen Rock-Attitüde, die ihre Songs so live-tauglich macht. Zwischen Western-Vibes, Mitgröhl-Hooks und augenzwinkernden Texten entwickelte sich schnell genau diese Atmosphäre, für die Rodeo 5000 bekannt ist. Eine Show, bei der niemand stillsteht und Mitsingen praktisch zur Pflicht wird. Die Band hat dies bereits vergangenes Jahr auf dem Summer Breeze 2025 bewiesen und so war es auch völlig nachvollziehbar, dass Nürnberg alle Register ziehen würde.

Zwischen Bierlaune und Western-Wahnsinn

Das Publikum ließ sich nicht lange bitten. Hüpfende Menschenmengen, erhobene Getränke und lautstarke Chöre verwandelten den ohnehin ausverkauften Club in eine einzige Partyzone. Angefangen mit „Rodeo 5000“, „Gaspedal“ und „Pestizide“ spielte Rodeo 5000 dabei nicht einfach ihr Set herunter, sie zelebrierte jeden Song mit sichtbarer Spielfreude, direkter Publikumsansprache und dieser charmanten Mischung aus Selbstironie und musikalischem Können. El Promillo und Kalle Fornia nahmen sich da einfach gar nichts und gaben alles. Auch wenn die Wahl zwischen Kroketten und Pommes gar nicht so eindeutig war. Der Abend gipfelte mit „Der Hammer“, „Mein Stammbaum ist ein Kreis“ und einem anständigen Medley in einem Finale, das seinesgleichen suchte – inklusive einer Konfettikanone. Stimmung musste sein.

Gerade diese Kombination aus Country-Einflüssen, Rock-Energie und humorvoller Bühnenpräsenz machte den Auftritt zu einem Erlebnis, das sich weniger wie ein klassisches Konzert und viel mehr wie ein gemeinsames Feiern anfühlte. Rodeo 5000 bewies einmal mehr, dass Country nicht zwingend nach Nashville klingen muss, sondern auch mitten in Franken bestens funktioniert. Solange Herz, Humor und eine ordentliche Portion Partylaune mit im Gepäck sind. Mit REDWOOD als Opener und Rodeo 5000 als energiegeladenem Hauptact erlebte der ausverkaufte Club Stereo einen Konzertabend, der genau das bot, was man sich von Live-Rock erhofft: Leidenschaft, Nähe und pure Eskalation. Es wurde gefeiert, gesungen und geschwitzt. Außerdem können die sich die Fans ja vielleicht bald auf ein Debütalbum freuen, wer weiß.

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Redaktion

Als Kind der 90er bin ich vor allem mit Rock aufgewachsen. In meiner Jugend wurde ich dann mit Hilfe von Mittelalter-, Goth- und Metaleinflüssen zu dem Menschen geformt, der ich heute bin - und auf eben genau diesen Menschen bin ich heute verdammt stolz!
Ich nehme jede Erinnerung mit, die ich kriegen kann… Wann ist nochmal das nächste Konzert?