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Westwärts – Interview

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Vor einem Jahr haben wir das letzte Mal über die vier Jungs von Westwärts berichtet, da wird es auf jeden Fall Zeit auf den neuesten Stand gebracht zu werden, was das Bandgeschehen angeht, oder? Auch Westwärts hat diesen Sommer dieses lästige Virus einen Strich durch die Rechnung gemacht. Doch ihre Facebook-Seite gibt in einigen Feeds den Anschein, dass sie trotz Corona nicht ganz untätig waren. Gut, dass die Band für Fragen immer ein offenes Ohr hat und kein Blatt vor den Mund nimmt. Hier die Ergebnisse unserer Recherchen.

Kreative Woche & härtere Gangart 

VRR: Ein ruhiger Sommer geht zu Ende, wie habt ihr eure Bühnenschonzeit verbracht? 

Westwärts: “Bühnenschonzeit” ist irgendwie so ein hartes Wort (lachen). Also verschonen muss man uns davon nie! Aber schon klar, es war ja leider unbestritten ein sehr schwieriger Sommer für die gesamte Musik- und Veranstaltungsbranche. Wir für unseren Teil haben die Zeit genutzt, um unter anderem intern einige Dinge aufzuarbeiten, damit wir gestärkt und mit neuem Elan aus der aktuellen Situation hervorgehen und wir haben eine sehr kreative Woche im Tonstudio verbracht, um erste Songs für ein nächstes Album aufzunehmen. 

VRR: Auf welche Themen legt ihr in eurem neuen Album am meisten Wert? 

Westwärts: Wir werden es wohl wie immer handhaben und das auf Papier bringen, was uns beschäftigt und durch den Kopf geht. Die aktuelle Situation mit Corona und der Umgang damit werden dabei vermutlich auch in dem einen oder anderen Text eine Rolle spielen. Außerdem könnte hier und da auch der ein oder andere gesellschaftliche Missstand angesprochen werden. 

VRR: Was unterscheidet die kommende Platte von den Vorherigen? 

Musikalisch geht die Tendenz anhand des derzeit vorliegenden, aber noch auszuarbeitenden Songmaterials, auf jeden Fall wieder Richtung “härtere Gangart”, sprich es wird mehr einschlägige Rock-Songs anstatt ruhigerer Klänge wie z.B. Balladen geben. Ansonsten denken wir, dass auch wir uns aufgrund der gesammelten Erfahrungen weiterentwickelt haben und dass das Album insgesamt weiter ausgereift sein wird. 

VRR: Gibt es schon ein Release-Datum? 

Nein, leider noch nicht. Zurzeit sind erst ca. 25% der Songs für das Album eingespielt und fertig arrangiert. Für einen Großteil an Songs steht also noch einmal der ein oder andere Gang ins Tonstudio an. 

Suche nach einem neuen Label 

VRR: Mit dem Label Musichandmade habt ihr 2018 eure beiden Alben HÖR NIE AUF ZU TRÄUMEN und DIAMANT veröffentlicht. Jetzt habt ihr angedeutet, dass es bezüglich der Zusammenarbeit für die Zukunft Änderungen geben wird. Wie und warum kam es dazu? 

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Westwärts: Die Zusammenarbeit mit Musichandmade haben wir unsererseits fristgerecht gekündigt, aber hierzu im Vorfeld natürlich auch entsprechende Gespräche mit Musichandmade geführt, so dass man am Ende von einer “einvernehmlichen Trennung” sprechen kann. Für den Moment, auch aufgrund der vielen Änderungen die sich im gesamten Musikbereich aufgrund der Corona-Situation ergeben haben und werden, war es uns zunächst wichtig, dass wir wieder mehr autark auftreten können und daraus die Suche nach einem neuen Label aufbauen können. 

VRR: Wie sieht eure Suche nach einem neuen Label aus, welche Kriterien sollte es erfüllen können?
Westwärts: Sprichwörtlich gesehen erhoffen wir uns dadurch “den nächsten Schritt zu machen”, sprich unsere Musik einem noch größerem Publikum zugänglich machen zu können und das im Idealfall mit einem Partner, welcher auch eine gewisse Spezialisierung in unserem Genre hat. 

Heimspiel und „ WestFest 

VRR:  Habt ihr nach eurem letzten Heimspiel 2019 weitere Pläne für eigene Events? 

Westwärts: Oh ja, die haben und hatten wir! Neben dem Heimspiel wollten wir eine weitere Konzertreihe etablieren, und zwar unser “WestFest“. Dieses sollte eigentlich dieses Jahr im März stattfinden, musste aber aufgrund der Corona-Situation, wie leider so vieles, kurzfristig abgesagt werden. Wir hoffen, dass die erste Auflage vom WestFest im 1. Halbjahr 2021 stattfinden kann, wie und in welchem Rahmen ist dann aber von diversen Faktoren abhängig, primär natürlich erstmal davon, was wegen Corona überhaupt möglich sein wird. Für die Zukunft haben wir uns grundsätzlich auf die Fahnen geschrieben, regional, sowie auch deutschlandweit, vermehrt eigene Events auf die Beine zu stellen. 

Rechtsstreit, Kein Bedarf mehr für eine Aussprache 

VRR: Nach einem Blick in die Zukunft, wollen wir doch nochmal gern auf die nicht weit zurückliegende Vergangenheit blicken. Bei eurem Heimspiel im letzten Jahr gab es einige Unstimmigkeiten mit der Band Wilde Jungs, könnt ihr uns und den Fans dazu ein Statement geben? 

Westwärts: Aus vertraglichen Gründen konnten wir seinerzeit dazu keine näheren Details öffentlich bekannt geben, außer das was wir als Begründung zum Tausch des Headliners damals kommuniziert haben, und zwar das Wilde Jungs uns ihre Teilnahme an dem Event abgesagt haben. Basierend auf dem geschlossenen Gastspielvertrag mit Wilde Jungs und dem Umstand, dass diese ihren vertraglichen Verpflichtungen aufgrund der Absage nicht nachgekommen sind, wurde später auch noch ein Rechtsstreit mit deren Buchungsagentur vor Gericht ausgetragen, welcher letzten Endes zu unseren Gunsten ausgegangen ist. Wir möchten an dieser Stelle hervorheben, dass wir unsere Fans und Besucher niemals im Regen stehen lassen, sondern vielmehr und logischerweise verantwortlich handeln und entsprechend auch unsere Verträge mit anderen Bands und Dienstleistern verhandeln. 

VRR: Gab es nach dem Rechtsstreit noch ein Treffen oder Aussprache zwischen euch und den Bandmitgliedern von Wilde Jungs? 

Westwärts: Nein, danach gab es keinerlei Kontakt. Für uns war und ist die Sache allerdings damit auch aus der Welt geschafft und es gibt unsererseits keinen Bedarf mehr für eine Aussprache. 

Miri’s Match 

VRR: Gibt es dieses Jahr noch die Chance euch live, natürlich unter Corona-Auflagen, zu sehen? 

Westwärts: Am 17.10.2020 werden wir im Rahmen des Charity-Konzertes “Miri’s Match”, bei welchem wir selber bei der Organisation mit unterstützt haben, live zu sehen sein! Das Ganze findet beim Gasthof Böhmann in D-49577 Eggermühlen als “Open Air” statt und hat das Ziel einen Stammzellspender für Miriam zu finden (Weitere Infos unter https://www.dkms.de/de/better-together/miriam ). Ansonsten haben wir sogar für dieses Jahr auch noch das ein oder andere, weitere Eisen im Feuer, um wieder live performen zu können. Alle Informationen zu unseren Konzerten oder anderen Vorhaben werden wie immer auf unseren sozialen Kanälen zu finden sein!   

Viel ist passiert in den letzten Monaten. Vom Rechtsstreit über Planungen für eigene Events und einer neue Platte bishin zur Labelsuche und einem Charity-Konzert für Miri. Wir sind gespannt was uns erwartet und danken den Jungs für ihre Offenheit.  

Franziska Tuppi
Franziska Tuppi
Ich heiße Franzi, bin 26 Jahre alt und komme aus dem schönen Vogelsberg (Hessen). Zwischen Kastelruther Spatzen und Onkelz aufgewachsen, habe ich mich schon ziemlich früh, geprägt von meinen Brüdern, für die Rockvariante entschieden. Aber erst 2013 packte mich das Fieber so richtig, nach dem Besuch des Festivals Ehrlich & Laut, welches unmittelbar vor meiner Haustür stattfand, war und bin ich Feuer und Flamme für dieses Musikgenre.
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