Vollgas – Rock & Realtalk: „Ich bin keine Pus*y, die heulend zusammenbricht“
Keine Einleitung, kein Blabla. Diese Podcast Folge ist ein Tritt in die Tür. BRDIGUNG setzt sich hin und macht genau das, was sie seit über zwanzig Jahren macht: Maul auf, Meinung raus, Konsequenzen egal. Die erste Folge des neuen Podcast Vollgas – Rock & Realtalk ist am 01.02.2026 erschienen und bietet spannende Einblicke in Musik, Macht und Menschen. Vorab: Wenn ihr den Podcast lieber hören wollt, dann steigt doch direkt hier ein: https://linktr.ee/VollgasPodcast
BRDIGUNG nimmt kein Blatt vor den Mund
„Ich bin keine Pussy, die heulend zusammenbricht“, heißt es früh und damit ist der Ton gesetzt. Seit 2003 unterwegs, hat BRDIGUNG gelernt, dass Provokation kein Konzept ist, sondern ein Nebenprodukt. Hurensohn? Bastard? Ja, kommt vor. Aber nicht, weil es auf der Checkliste steht, sondern weil es passt. Und genau das nervt sie: Dass Reviews und Kommentare sich lieber an einzelnen Beleidigungen aufhängen, statt an dem, was da eigentlich gesagt wird. „Wir schreiben keine Songs mit Quote“, sagen die Jungs. Wer sie darauf reduziert, hat schlicht nichts verstanden.
Hass im Netz? Wird nicht gelöscht, sondern beantwortet. Direkt. Persönlich. Ohne PR-Filter. BRDIGUNG glaubt nicht an die stille Opferrolle. Sie glaubt an Gegenfeuer. Und sie glaubt daran, dass die lautesten Kritiker meistens Kevin und Jacqueline sind. Irgendwo in einer vergilbten Wohnung, am Fliesentisch, mit großen Träumen und null Output. Hart formuliert? Ja, aber genau darum geht es: Realismus statt Romantisierung.
Die Schlinge auf dem Musikmarkt zieht sich zu
Richtig spannend wird es, wenn die Band über den heutigen Musikmarkt spricht. Streaming, Gatekeeper, Playlists, Algorithmen – alles eine riesige, scheinheilige Maschinerie. Spotify entscheidet, wie lang Songs sein sollen, wann Geld fließt und wer sichtbar ist. Alben? Für viele Fans heute schon zu viel verlangt. Singles regieren, die Aufmerksamkeit ist kürzer als ein Refrain. BRDIGUNG geht da mit, aber nur bis zu einem Punkt. Playlist-Punk mit Chorus nach fünf Sekunden? Niemals.
Sie macht Musik, wie sie will, weil sie es kann. Keine Abhängigkeit, kein Zwang, keine Angst. Wenn morgen keiner mehr zuhört, geht das Leben weiter. Das ist ihr größter Luxus und ihre größte Waffe. Genau deshalb gibt es Songs wie „Rock am Ring“: kein Betteln, kein Frust, sondern ein rotziger Representer. „Fickt euch alle, wir sind trotzdem da.“
Ist das noch Punkrock?
Auch Punk bekommt sein Fett weg. Oder besser gesagt einen ehrlichen Nachruf. Punk als Subkultur? Tot. Punk als Haltung? Lebendig, aber selten. Früher Chaos, heute Cancel Culture. Früher Anti-Mainstream, heute Mainstream-Meinung. BRDIGUNG sieht Punk nicht im Outfit oder im Sound, sondern im Gegen-den-Strom-Schwimmen. Und das tut sie immer noch. Unbequem. Laut. Unverhandelbar.
Am Ende bleibt eine klare Botschaft: Gebt nicht auf. Kauft Platten, solange es sie noch gibt. Und hängt sie ruhig nicht im Wohnzimmer auf. Hässlich ist hier Teil des Konzepts. BRDIGUNG macht weiter. Ob es passt oder nicht. Und genau deshalb sollte man zuhören.
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Mitglied im Bundesverband deutscher Pressefotografen (bdp)
Gründete 2017 das Magazin und begann eine ganz neue, "musikalische" Reise durch die rauen Landschaften von Musik, Veranstaltungen und Print- und Online-Medien.






