Frei.Wild bekommt Maulkorb abgenommen
Der deutsche Rockmarkt steht seit Jahren unter Druck. Abseits der großen Stadionbands kämpfen viele Acts mit sinkenden Umsätzen, Tour-Absagen und fehlender Sichtbarkeit. Auch Frei.Wild war davon betroffen – allerdings nicht allein aus Marktgründen.
Nach Angaben der Band resultierten zentrale Probleme aus gezielten externen Blockaden. Über einen Zeitraum von rund acht Jahren erhielt Frei.Wild beim Streamingdienst Spotify keinerlei aktive Unterstützung. Keine Playlist-Platzierungen, keine algorithmische Reichweite, keine Bewerbung von Neuveröffentlichungen. Entscheidungen, die laut Band nicht zufällig entstanden, sondern bewusst von Gegnern innerhalb der Branche mitgetragen wurden.

Maulkorb adé – die Folgen
Die Auswirkungen waren deutlich messbar. Statt Stabilität verlor die Band kontinuierlich Reichweite und Sichtbarkeit, trotz bestehender Fanbasis und ohne inaktive Phase. Ein struktureller Nachteil, der den Handlungsspielraum erheblich einschränkte.
Vor wenigen Wochen änderte sich die Situation. Der Vertrieb der Band konnte gemeinsam mit Partnern diese Einschränkungen aufheben. Der Effekt folgte unmittelbar: Innerhalb einer Woche gewann Frei.Wild rund 50.000 zusätzliche monatliche Hörer. Ein Wert, der zeigt, dass Nachfrage und Interesse nie verschwunden waren.
Der eingeschlagene Kurs
Ein Rückzug steht für die Band nicht zur Debatte. Frei.Wild verzichtet bewusst auf Abschiedsdramaturgie oder das Andocken an größere Produktionen anderer Acts. Stattdessen setzt sie auf einen eigenständigen Kurs: neues Album, neuer Live-Partner und eine klare Positionierung ohne Anpassung an externe Erwartungen.
Auch live spiegelt sich diese Entwicklung wider. Der Ticketverkauf für die kommende Tour verläuft stark, mehrere Termine bewegen sich frühzeitig in Richtung Ausverkauf. Für Frei.Wild ein Beleg dafür, dass der Rückhalt aus der eigenen Fan Basis weiterhin trägt. Nach 25 Jahren zieht die Band eine klare Linie: Unterstützung kommt von denen, die bleiben. Gegenwind bleibt bestehen. Der Fokus liegt auf der größten Tour der Bandgeschichte.
Nun haben wir noch einege Eindrücke von der letzten Tour.
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Gründete 2017 das Magazin und begann eine ganz neue, "musikalische" Reise durch die rauen Landschaften von Musik, Veranstaltungen und Print- und Online-Medien.







