25 Lieder gegen Nazis – Teil 1

Foto: Zarak Khan

Weil Haltung kein Trend ist, sondern Pflicht. Rock, Punk, Metal und alles dazwischen waren schon immer laut, wenn andere still bleiben wollten. Mit unserer neuen Reihe sammeln wir Songs, die klarmachen: Kein Platz für rechte Parolen. Weder auf der Bühne noch davor. Wir sammeln Songs, die keine Zweifel lassen, auf welcher Seite man steht: gegen Hass, gegen Ausgrenzung, gegen rechte Ideologien. Wir präsentieren 25 Lieder, aufgeteilt in fünf Kapitel zu je fünf Songs. Mal wütend, mal direkt, mal subtil, aber immer eindeutig. Keine Nostalgie, keine Relativierung, kein Wegducken, nur Musik mit Rückgrat. Willkommen zu Teil 1 der Lieder gegen Nazis.

Bülent Ceylan – „Lieder gegen Nazis“

Bülent Ceylan nutzt Humor wie andere den Baseballschläger: präzise und mitten ins Gesicht. Er lacht Nazis nicht weg, er stellt sie bloß. Wer sich hier ertappt fühlt, hat das Problem nicht im Text, sondern im Kopf. Comedy als klare Kampfansage.

 

ENGST – „Wenn du dumm bist“ (FiNCH-Cover)

ENGST nimmt FiNCHS Original und prügelt es mit Punk-Energie direkt in die Gegenwart. Der Song ist kein Witz über Dumme, sondern ein schonungsloser Blick auf Bequemlichkeit, Stammtischlogik und dieses selbstgerechte „Ich hab’s durchschaut“-Denken. Hier wird der toxische Mix aus Bierbauch-Männlichkeit, Alltagsrassismus und Telegram-Wahrheiten seziert, bis nichts mehr übrig bleibt außer Lächerlichkeit. Das Gefährliche daran: Alles klingt vertraut, alltäglich, fast schon normal. Genau deshalb funktioniert der Song, weil er zeigt, wie einfach Ignoranz ist und wie teuer sie am Ende wird.

 

Rammstein – „Deutschland“

Kein Liebeslied, kein Hass-Lied, sondern ein Spiegel. Rammstein zeigt die hässlichen und dunklen Seiten deutscher Geschichte ohne Trostpflaster. Wer das feiert, ohne nachzudenken, entlarvt sich selbst. Provokation mit Tiefgang.

 

Swiss & Die Andern – „Schwarz, rot, braun“

Dies ist kein Song über Extremisten, das ist eine Abrechnung mit der bürgerlichen Fratze des Rassismus. Swiss & Die Andern zerlegt den Typus, der sich für normal hält, während er Hass in Gartenzwerghöhe pflegt und Nationalstolz mit Besitzstand verwechselt. Alles ist Satire, aber nichts ist übertrieben: Die falsche Toleranz, die Doppelmoral, das selbstgerechte „Ich bin ja kein Nazi“. Hier wird nicht erklärt, hier wird bloßgestellt, bis es unangenehm still wird. Wer sich daran stört, sollte nicht den Song kritisieren, sondern das eigene Weltbild.

 

Tonbandgerät – „88 Luftballons“

Ein harmloser Sound trifft auf eine Zahl, die alles vergiftet. Tonbandgerät bringt keine Nostalgie und kein Augenzwinkern. Nur die Erinnerung daran, dass Codes nie unschuldig sind.

 

Das waren die ersten Eindrücke unserer neuen Reihe. Könnt ihr da mitgehen? Welche Songs fallen euch direkt ein, wenn ihr an dieses Thema denkt? Haut es gerne mal in die Kommentarspalte auf unseren Social Media Seiten.

Redaktionell verantwortlich für diesen Artikel:

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Mein musikalischer Weg hat viele Abzweigungen. Von Mittelalter über diverse Subgenres des Metals, bis hin über die Tiefen des Rocks. Geprägt von den Onkelz, In Extremo und Rammstein führt heute kein Weg mehr an In Flames, Parkway Drive und Machine Head vorbei.