Sternbar im Rausch der Musik

Am 17.01.2026 wurde die Sternbar in Magdeburg Zeuge von einer jungen, aufstrebenden Band und zwei alten Hasen im Musikbusiness. Neben technischen Problemen und neuen Tönen waren die Gäste vollkommen im Bann der Musik gefangen. Die kleine Bar in der Sternstraße in Sachsen-Anhalts Hauptstadt wurde zum Feuerwerk der musikalischen Gefühle und zusammen mit Dead Men on the Bottle, D.O.F. Dresden und The Ape Escape zum Beben gebracht.

Heute Sternbar morgen Rock am Ring?

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Dead Men on the Bottle hat am 17.01.2026 ihre Geschichte auf das nächste Level gehoben. Die Gäste der Sternbar wurden Zeuge des allerersten Auftritts des Vierer-Gespanns. Keine großen Allüren nur, ehrliche Texte, eine klare Stimme und simple Refrains, die ins Bein gehen. In der Kürze der Zeit hat es die junge Band geschafft, eine kleine knackige Setliste zusammenzustellen, auf der unter anderem das obligatorische „Dead Men on the Bottle“-Lied dabei war und auch ein Text aus der Feder eines guten Freundes der Band. Ihr Ziel „Morgen Rock am Ring“ wird dieses Jahr vermutlich noch nicht erfüllt, aber Potenzial steckt in dem Gespann zu 100 Prozent. Eine Band, die man künftig im Auge behalten sollte, denn stilistisch ist die Gruppe irgendwo zwischen Punk und simplen Rock, welche es schafft, das Tanzbein zum Glühen zu bringen.

Ohne Mettigel auf der Bühne

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D.O.F. Dresden ist eine Band, die man entweder kennt oder man hat halt im Leben etwas verpasst. Seit 2003 lassen die Musiker die Gitarren erklingen und auch wenn die Jugend langsam vergeht, ihren Charme haben sie immer noch. Ihr Auftritt begann direkt mit einem technischen Problem und sollte aufgrund dessen nicht ganz so harmonisch werden. Während der Umbauphase wurde Technik nass, doch diese Tatsche hat weder der Show noch der Musik wehgetan. Ihr Konzert wurde zu einer echten kleinen urigen Punkrockrunde à la in der Garage beim Simson Buddy 1992. Schon mit den ersten Klängen ging der Pogo in einem musikalischen Feuerwerk auf, dass dabei alkoholfreies Bier zu Bruch ging, war wohl eher weniger schlimm. Zwischen „Für’n Garten reicht’s“ bis „Hackepeterbrötchen“ war eine wilde Mischung ihre Lieder am Start.

Die Affen im Heimathafen

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Magdeburg hat bereits eine Band aus ihren Reihen, welche so einige Herzen zum Glühen bringen. The Ape Escape hat sich längst einen Namen gemacht und war in der Sternbar der Haupt-Act des Abends. Die Affen waren in letzter Zeit zwar mehr mit ihrer Onkelz Cover Band unterwegs, doch ihre eigenen Leider haben noch immer einen großen Platz im Herzen der Vier. Zwischen Großstadtliebe und Sommer10 wurde hier eine fast zweistündige Show zum Besten gegeben. Die Band hatte auch einen Vorboten für die in diesem Jahr erscheinende EP im Gepäck. Mit „Caritas Omnia Potest “ kündigte sie die neue kleine Platte an und zeigte, dass in ihnen noch immer ein wildes musikalisches Feuer lodert. Das Publikum wurde vom Feuer entzündet und wurde in einen Strudel der Ektase gerissen.

Insgesamt war der Abend eine Achterbahn der Gefühle und wurde mit satten Tönen und klaren Texten untermauert. Zudem war der Abend auf Spendenbasis aufgelegt, sodass jeder Fan das geben konnte, was sein Geldbeutel hergab. Keine 50 Euro Karte für eine 08/15 Band, sondern drei Bands mit Herz und Seele, welche für die Musik brennen und genau das ins Publikum gegeben haben.

Hier haben wir noch einige Bilder für euch:

Redaktionell verantwortlich für diesen Artikel:

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Crew | Redaktion | Fotografin

Als Nachwende-Kind '95 geboren, bin ich im Herzen dennoch ein kleiner Ossi. Zum Deutschrock kam ich 2009 eher durch Zufall. Heute höre ich eine bunte Mischung von Punkrock bis Metalcore. Meistens trifft man mich jedoch bei den kleineren Bands. Seit 2019 schreibe ich für VRR und seit 2022 begleitet mich meine Kamera Berta. Mein Lebensmotto ist „Das Leben muss rocken!“