„Frei wie der Wind“-Tour 2025 – AMPEX in Siegen
Das Kulturhaus LYZ in Siegen war am Samstagabend Schauplatz eines besonderen Heimspiels, sowie auch einer der Tour Stopps von AMPEX. Die „Frei wie der Wind“-Tour machte Halt und lockte zahlreiche Fans in die Halle. Schon vor den Türen war die Vorfreude riesig. Gespräche, Lachen und gespannte Gesichter, die nur eines wollten: einen Abend voller Energie, Härte und Herzblut. Pünktlich um 19 Uhr öffneten sich die Tore, die ersten Reihen füllten sich rasch und die Stimmung war schon vor dem ersten Akkord elektrisierend. Man spürte, dass hier kein gewöhnliches Konzert wartete, sondern ein Abend, der im Gedächtnis bleiben sollte. Ab 20 Uhr startete das musikalische Feuerwerk. Den Anfang machte die Support Band Existent, bevor die Gastgeber AMPEX den Saal endgültig in ein Tollhaus verwandelten.
Existent: Energie pur und mittendrin statt nur dabei

Von der ersten Sekunde an brannte Existent ein Feuerwerk ab. Sänger Marcel wirbelte wie ein Derwisch über die Bühne, sprang ständig auf und ab und suchte immer wieder den Kontakt zum Publikum – kein stiller Moment, keine Pause zum Durchatmen. Seine Energie schwappte sofort auf die Menge über. Doch auch der Rest der Band stand dem in nichts nach. Drummer, Gitarrist und Bassist trommelten und groovten mit einer Power, die wirkte, als stünde ihr Leben auf dem Spiel. Jeder Song wurde wie ein Schlag ins Gesicht rausgehauen, intensiv, kompromisslos und mit einer Leidenschaft, die kaum in Worte zu fassen war.
Ein Höhepunkt war der Song „Kein Paradies“. Erst sprang Gitarrist Fabian direkt in die Menge, dann ließ es sich Sänger Marcel nicht nehmen, sich mitten in den Circle Pit zu stürzen. Plötzlich war die Grenze zwischen Bühne und Fans aufgehoben. Es fühlte sich eher wie ein gemeinsames Erlebnis an als wie ein klassisches Konzert. Existent gaben nicht nur ein Konzert, sie lebten es und das Publikum gleich mit.
AMPEX: Abriss mit Herz und Härte
Nach diesem Höllenauftakt kam der Gastgeber des Abends: AMPEX. Und sie machten sofort klar, dass hier keine halben Sachen auf dem Programm standen. Schon beim ersten Song peitschten sie das Kulturhaus LYZ nach vorne. Dicke Riffs und donnernde Drums, die den Saal in ein tobendes Farb-Inferno verwandelte. Besonders bei „Tausend Gräber“ und „Verloren in der Ewigkeit“ wurde es emotional. LED-Leuchten tauchten das Publikum in bunte Farben, während die Zuschauer jeden einzelnen Refrain aus voller Kehle mitsangen. Gänsehaut pur und gleichzeitig ein Abriss auf allen Ebenen.

Dazwischen gab es keine großen Pausen, sondern Ansagen mit klarer Kante – direkt, ehrlich, schnörkellos. Man spürte, dass die Jungs nicht nur ein Konzert spielen wollten, sie wollten das Dach abreißen. Und genau das ist ihnen gelungen. Als wäre das noch nicht genug, hauten AMPEX zum Ende hin noch einen bekannten Coversong heraus, der sofort jeden zum Mitsingen zwang: „Whiskey in the Jar“. Die Stimmung war auf dem Höhepunkt. Mit grinsenden Gesichtern und ein paar Bier später endete ein Abend, der für Fans wie Band gleichermaßen ein Abrissfest erster Klasse war.
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Crew | Redaktion
Schon als kleiner Stöpsel bin ich mit deutscher Rockmusik groß geworden. Die Böhsen Onkelz waren selbst in der fünften Klasse schon Pflichtprogramm. Eine kurze Abschweifung in ein anderes Genre hat mich trotzdem wieder sehr schnell auf die richtige Bahn gebracht.
Kurze Zeit später fanden auch Musikrichtungen wie Punkrock, Metal oder Alternativrock ihren Weg zu mir. Ich bin offen für Neues aber meiner Linie werde ich auf ewig treu bleiben.









