Hämatom lässt seine Bestie frei!

Nicht einmal zwei Jahre sind vergangen und die maskierten Burschen von Hämatom bringen ihr nächstes Album auf den Markt. „Bestie der Freiheit“ heißt der Nachfolger der 2016 erschienen Platte „Wir sind Gott“. Insgesamt befinden sich inklusive Bonustrack „Bon Voyage“ 15 neue Lieder auf dem Werk.

Hämatom Release Shows

Aktuelle Tracklist:
1 – Zeit für neue Hymnen
2 – Mein Leben – Meine Regeln
3 – Warum kann ich nicht glücklich sein?
4 – Mörder
5 – Lichterloh
6 – Ich hasse dich zu lieben
7 – Lange nicht perfekt
8 – Zur Hölle mit eurem Himmel
9 – Lauter
10 – Unter Strom
11 – Bis zum letzten Atemzug
12 – Wehleidige Monster
13 – Todesmarsch
14 – Schrei nach Verschwörung (Bonus Track)
15 – Bon Voyage (Bonus Track)

Die „Zeit für neue Hymnen“ war gekommen und so benannte man gleich auch den ersten Titel, der eigentlich ein typischer Opener ist und uns zeigt: „Hey, Hämatom ist wieder da!“.

Rasant und schwungvoll geht es weiter, bis wir bei Titel vier und damit meinem Lieblingshit der Platte angekommen sind: „Mörder“. Einen Titel dieser Art kannte ich von Hämatom bis jetzt noch nicht. Mit viel Druck, vor allem die breakdownartige Passage während des Refrains gefällt mir gut. Ein bisschen erinnert mich das Lied an Rammsteins „Rammvier“.

Mörder:

„Ich hör uns reden,
sehe uns lachen..
über die scheinheilige Show
und wenn das Licht erlischt,
der Vorhang fällt,
vergessen wir wieder den Rest der Welt“

Man spürt die Wut, die Hämatom in dieses Album zur musikalischen Aussprache bringt. Und das in fast jedem der 15 Lieder. Instrumental ist es nicht gerade virtuos, aber das muss es auch nicht, es ist Neue Deutsche Härte. Hier ist es wichtig, dass der Gitarrensound kraftvoll daherkommt, das hat Hämatom wieder einmal geschafft. Was ich mir noch viel mehr gewünscht hätte sind stärkere elektronische Elemente. Wo sie eingesetzt werden sind sie passend, aber leider zu selten. Gerade wer aus diesem Genre kommt, sollte derartige Klänge öfter einbauen, bzw. deutlicher hervorheben.Hämatom sind zurück!Textlich ist das Album eigentlich typisch Hämatom. Es sind die typischen Themen die ihren Platz auf dem Album bekommen haben: Verlust, Liebe etc. Aber es wäre nicht Hämatom, wenn es nicht auch gesellschaftskritisch wäre! Sei es gegen die oberen Megabosse oder hasserfüllte Extreme: Die Jungs um Nord, Süd, West und Ost haben etwas zu sagen!

Hämatom auf einen Blick. Nord Süd Ost West

Eine Anmerkung von Marco jedoch gibt es!

Lichterloh“ fällt komplett aus der Reihe. Zunächst dachte ich: „Ouh, ne Ballade, wie das wohl wird?“ Aber nach mehrmaligem hören kam es über mich. Die Entwicklung des Songs ist bombastisch. Die klare aber Raue Stimme, verschmolzen mit der immer lauter werdenden musikalischen Untermalung rundet den Song so enorm ab! Und mein persönlichen Ohrwurm, der bei Eric noch nicht entfacht wurde ist ganz klar: „Ich hasse Dich zu lieben“ – DAS ist mein „Seelenpiraten. Eingängiger Refrain und inhaltlich unübertroffen!

Insgesamt finde ich, dass „Bestie der Freiheit ein durchaus gelungenes Album ist. Allerdings muss ich auch sagen, dass es nur weniges auf der Platte gibt, das wirklich in Erinnerung bleibt. Es ist für mich kein Hit wie z.B. „Seelenpiraten“ unter den neuen Liedern. Zudem hört sich vieles gleich an, auch ein bisschen mehr Abwechslung wäre durchaus wünschenswert gewesen. Wirklich tragisch ist das alles aber nicht, es bleibt trotzdem eine dicke, dicke Packung Hämatom!

http://www.haematom.de/

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