Anzeige

Endtime Prophets – das Interview!

-

Im Interview mit der Band Endtime Phrophets, in Vertretung von Michael, gab es sehr intensive Antworten, die davon zeugen, dass sich der lange, beschwerliche Kampf gelohnt hat.

VRR: Was möchtet ihr über Endtime Prophets erzählen?

Michael: Die Endtime Prophets sind ein Bandprojekt, das es schafft, ganz viele verschiedene Einflüsse zu einem ganz eigenen Sound in sich zu vereinen und somit für Fans der verschiedensten Musikrichtungen durchaus interessant zu sein. Fast jeder kann sich in einigen der unterschiedlichen Songs wiederfinden. Wenn man unserem Sound unbedingt ein Label anhängen möchte, treffen es wohl Dark- und Gothicmetal am ehesten. Bislang hat sich gezeigt, dass aber auch Fans der verschiedensten Metalrichtungen bis hin zu Wave- und Elektronikanhängern einen Zugang zu uns finden. Sogar Leute, die eher wenig mit harter Musik anfangen können, zählen mittlerweile zu unseren Hörern. Letztendlich sind wir einfach Musiker, die alle jahrelange Erfahrung aus den unterschiedlichsten Projekten mitbringen und es sich vorgenommen haben, mit den Endtime Prophets eine echte Marke auf möglichst hohem Niveau zu setzen. Inwieweit dies gelingt, entscheiden am Ende die Leute draußen und wohl auch eine gute Portion Glück. Gerade in der heutigen Zeit ist es ja nicht gerade leicht, überhaupt mal wahrgenommen zu werden, wir jedenfalls geben definitiv alles.

Hier ist der Name Programm 

VRR: Was wollt ihr mit dem Namen aussagen?

Michael: Wie wir ja alle momentan erleben können, verändert sich alles um uns herum und auch in uns selbst in immer schnellerer Geschwindigkeit. Leider auch nicht immer alles zum Positiven. Manche erkennen sogar vieles von der sogenannten in der Bibel und von Sehern prophezeiten Endzeit. Auch treten immer mehr bestimmte Kräfte und Pläne zutage, die versuchen, unser Geschehen mehr oder weniger zu lenken und zu beeinflussen. Hierdurch und durch die unterschiedlichen Sicht- und Umgangsweisen werden die Menschen bedauerlicherweise immer mehr in die Teilung getrieben. Genau diese Entwicklungen und die damit verbundenen Veränderungen im Innern und Äußeren greifen wir thematisch auf und versuchen sie zu einen, wir verstehen uns also quasi als eine Art moderner Endzeit Propheten, dementsprechend ist der Name Programm.

VRR: Wer ist euer Ideenschmied?

Michael: Musikalisch hauptsächlich unser Gitarrist Andreas, der einen wahnsinnigen Output an geilen Ideen an den Tag legt. Aber auch Armin, unser anderer Gitarrist, bringt sich mit ganz eigenen Ansätzen und Songs in die Klangwelt der Prophets ein. Texte und Gesang liegen dann ziemlich komplett in meinem Bereich.

Bei der technischen Live-Umsetzung ist unser neuer Drummer Nicolas unglaublich kreativ und eine wahnsinnige Bereicherung.

VRR: Habt ihr eine Choreo, oder einfach spontan Fun und je nach Laune?

Michael: Eine richtige Choreo haben wir eher nicht wirklich. Um zu wissen, wie wir uns auf der Bühne bewegen, sind wir, denke ich mal, erfahren genug und lieben auch das Handeln aus dem Moment heraus. Es gibt lediglich zu Showbeginn ein paar Eckpunkte: an welcher Stelle des Intros geht’s auf die Bühne und wie geht’s los. Mit einem guten ersten Eindruck gilt es ja auch, die Meute gleich zu catchen. Ansonsten lieben wir es, wenn wir es schaffen, uns mit den Leuten gegenseitig hochzuschaukeln, sodass alle, sowohl Zuschauer als auch wir, am Ende sagen können, das war mal ein geiles Brett, gerne wieder.

VRR: Habt ihr noch bürgerliche Berufe?

Michael: Ja, soweit man das sagen kann, wobei unsere Gitarristen beide als Musik- bzw. Gitarrenlehrer hauptberuflich ihr Geld mit Musik verdienen und unser Drummer Nico, neben seinem Hauptjob, viel als genialer Tontechniker unterwegs ist. Chris ist im IT-Bereich aktiv und ich beim Radio im Marketing.

VRR: Privatleben – gibt es das noch?

Michael: Ja, das ist auch wichtig, um regelmäßig Energie zu tanken und geerdet zu bleiben. Ein Großteil der Band hat neben Frau auch Kinder, die natürlich auch alle ihre Aufmerksamkeit brauchen und verdient haben. Wenn’s dann da mal stressig wird, ist umgekehrt die Band wieder ein sehr guter Ausgleich bzw. ein sehr gutes Ventil.

Im stillen Kämmerlein

VRR: Habt ihr noch Hobbys – oder lebt ihr die Musik, die Band?

Michael: Ich würde eher sagen, wir haben noch verschiedene andere Interessen, aber für vollständig gelebte Hobbys ist eher wenig Raum. Die Musik bzw. die Band sind uns doch zu wichtig, sodass wir das schon richtig leben und uns ambitioniert mit ganzem Herzen den Prophets und unseren Fans hingeben.

VRR: Welchen Musikgeschmack hat Endtime Prophets daheim im stillen Kämmerlein?

Michael: Die Bandbreite reicht da von den verschiedenen Metal-Stilrichtungen über Gothic, Wave, EBM & Pop bis zu den großen Rockklassikern. Da sind wir recht breit aufgestellt, wobei jeder von uns schon einen recht eigenen Geschmack hat. Das ist vielleicht auch eine Erklärung für die große Bandbreite unserer eigenen Songs.

VRR: Ist ein Album in Planung? Pläne für 2024?

Michael: Ja, im Prinzip haben wir nach unserem erst im Juni erschienenen Debüt A NEW RELIGION bereits das Material für das nächste, sogar fast schon für zwei neue Alben, zusammen. Da wir aber auch immer noch viele gute Ideen haben, sind wir nach wie vor kräftig am Schreiben neuer Songs. Mal schauen, ob wir es schon im neuen Jahr nachlegen können. Neben dem etwaigen 2. Album Release wollen wir 2024 definitiv viel mehr live unterwegs sein und schauen, dass wir unserem Debütalbum zu der Aufmerksamkeit verhelfen, die es verdient. Zusätzlich müssen wir in der ganzen Social Media Thematik noch etwas besser werden, um auch hier unsere Reichweite entsprechend weiter auszubauen.

VRR: Was wäre euer Traumgig?

Michael: Natürlich wären da die Hauptbühnen der großen Festivals wie Wacken, Summer Breeze, Full Force oder Hellfest der große Traum, aber es gibt mittlerweile auch sehr viele megageile kleinere Festivals, auf die wir riesig Bock hätten. Für mich persönlich wäre es ein absoluter Traum, wie Lord of the Lost zuletzt, mal mit den Ikonen Iron Maiden unterwegs zu sein.

Von lustigen und schrecklichen Erlebnissen

VRR: Das schrecklichste Erlebnis beim Auftritt? Das lustigste?

Michael: Och, an ein richtig schreckliches Erlebnis kann ich mich gar nicht erinnern, natürlich hat man sich mal verhauen, aber das gehört ja auch dazu. Das lustigste liegt schon etwas zurück und war damals mit meiner alten Band DARK zum Abschluss unserer damaligen Europatour mit den Out of the Dark Festivals in Strasbourg. Zum Abschluss einer Tour gehört der letzte Tag ja den Roadies, da dürfen sie auf Kosten der Bands beim letzten Auftritt ein paar ordentliche Streiche & Späße abfeiern. So wurde ich während des Auftritts u.a. mit Frischhaltefolie an den Mikrofonständer gewickelt, meine Stimme im Mickey Mouse Stil hochgepitcht und unser Schlagzeuger wurde auf seinem Drumriser quer über die Bühne hin und hergefahren usw. Das war schon ein sehr spezielles und unvergessliches Erlebnis.

VRR: Was möchtet Ihr den Lesern mitgeben?

Michael: Hinterfragt grundsätzlich mehr, lasst euch nicht alles gefallen und passt auf euch auf. Darüber hinaus würde es uns freuen, wenn die Leute einfach mal in unsere Klangwelt eintauchen und wenn sie sich darin wohlfühlen und sie ihnen gefällt, sie mit anderen Leuten teilen. Ansonsten bleibt eigentlich nur zu sagen: „The Endtime is now – enjoy the Ride!“

Redaktionell verantwortlich für diesen Artikel:

Obwohl ich schon über 60 bin, bin ich tief im Herzen ein verrücktes und junggebliebenes Wesen. In den 60ern im Osten geboren, seit 1980 in Tschechien gelebt, bin ich dort in den 80ern zum Metal gekommen. Irgendwann in den 90ern habe ich eine Dekade Gothic und Mittelalter durchlebt, um dann doch wieder voll auf Metal umzusteigen.

Könnte dich auch interessieren

Ähnliche Beiträge