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Deutschrock Pöbelkönige – Teil 1 

Im Deutschrock gehört Pöbeln zum guten Ton

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Lesedauer
1 Minuten

An manchen Tagen, wenn man redensartlich schon mit dem falschen Bein aufsteht, einem einfach überhaupt nichts gelingen will, alles schief geht, was nur schiefgehen kann und dich dann zu allem Überfluss noch irgendjemand richtig penetrant nervt: an solchen Tagen möchte man doch einfach nur seinem Ärger Luft machen. Ob man dann pöbelt, wettert, meckert, zetert, keift oder sein nerviges Gegenüber das Arschloch rauf und runter heißt, ist erst einmal egal. Hauptsache man fühlt sich danach ein wenig befreiter.  

Ob die Verfasser folgender Texte auch einen schlechten Tag hatten oder einfach nur Bock zum Pöbeln, wissen wir nicht. Wir wissen nur, dass sich die Inhalte der Songs gewaltig gewaschen haben und definitiv keine leichte Kost sind. 

Die Krone des Pöbelkönigs 

Den Anfang macht „Kein Fick“ aus dem Album ZEIG DICH von BRDIGUNG. Fast könnte der Eindruck entstehen, dass sich in diesem Song ordentlich über die Presse beziehungsweise über die mal mehr und mal weniger kompetenten Vertreter der Selbigen das Maul zerrissen wird. Mit Formulierungen wie: „Ich gebe keinen Fick und trotzdem werden meine Songs angeklickt, okay
Ich gebe keinen Fick und trotzdem wird immer mehr Fanpost verschickt, okay
Ich gebe keinen Fick auf deine Meinung und auf deine scheiß Kritik
Ich gebe einfach keinen Fick auf dich, auf dich und auf dich!“, ist dieser Song ganz klar ein heißer Anwärter auf die Krone des Pöbelkönigs. 

Wut und Enttäuschung 

Auch die Enttäuschung, die man durch Freunde oder Vertraute erfährt, kann einen sehr wütend machen und einige Bands haben das zum Anlass genommen, ihre Wut oder Enttäuschung in Songs auszudrücken. „Du warst einmal mein Freund, doch so trügt der Schein. Du hast mich kontrolliert, so wirds nie wieder sein. Hast mir so vieles gezeigt aus einer falschen Sicht. Nun führe ich gegen dich Krieg und den verlier ich nicht. Ich setzte vieles aufs Spiel und habe viel verloren. Doch bin ich mit dir fertig, fühl ich mich wie neu geboren.“ Dieses Zitat stammt aus der Feder von Hangar X aus dem Song „Fahr zur Hölle“. Ebenso wurde dieses Thema von Artefuckt aufgegriffen. In „Geh deinen Weg“ wird auch ordentlich gegen falsche Freunde ausgeteilt. „Geh, geh, geh, geh deinen Weg! Doch, geh ihn allein, was du auch tust, du wirst immer ein Verlierer sein. Geh, geh, geh, geh deinen Weg. Ich bin lieber allein, Freunde wie dich brauch ich nicht. Braucht kein Schwein!“ 

Da die Liste solcher Songs im Deutschrock schier unendlich ist, erwartet Euch in Kürze der zweite Teil zum Thema.  

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