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SpreewaldRock-Festival Bericht

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Drachhausen ist ein Ort, der auf der Landkarte keineswegs auffällt und keine besondere Bedeutung genießt. Auffallen tut lediglich dessen Lage zwischen Eisenhüttenstadt und Cottbus nahe der polnischen Grenze. Trotz dieses Umstandes zieht es jedes Jahr zum verlängerten Pfingstwochenende rund 3.500 Menschen an jenen Ort. Eine besondere Bedeutung hat in diesem Fall viel mehr das dort beheimatete alljährliche Spreewaldrock-Festival, dessen spektakulärer Eindrücke wir erneut Zeuge werden durften. Ein großer Campingplatz, dessen Kapazitäten großzügig durch begeisterte Gäste rasch ausgelastet werden, der nahegelegene See und die ohnehin angenehme Idylle ergeben ein zurecht beliebtes Reiseziel, das ganze vier Tage von größtenteils hartem Rocksound übertüncht wird.

Fotocredits: Veranstalter

Neben Saltatio Mortis, Krawallbrüder, Serum114 und Evil Jared haben weitere 42 Bands dafür gesorgt, 3.300 Festivalbesucher bereits im Vorverkauf zu überzeugen. Redaktionell nicht zu vernachlässigen sind in erster Linie die kleineren Bands, die in meist sengender Hitze zu den frühen Mittagsstunden die Campstage auf dem Zeltplatz zum erzittern brachten. Außensaiter, Versus, Leidbild, Inform und Delirium sind, um nur ein paar zu nennen, die Bands gewesen, die uns bereits vor Öffnung den Infields vor der Mainstage die Stimmbänder heiser brüllen ließen. Bereits am Donnerstagabend machten Acts wie Unbelehrt, Martens Army oder Thekenproleten ordentlich Dampf auf der Campstage, um die nach Rock’n’Roll lüsternen Zeltplatzgäste zu besänftigen. Und das mit großem Erfolg! Tag 1 auf dem Spreewaldrock-Festival bleibt somit in bester Erinnerung und trieb die Lust auf die kommenden 3 Tage ungemein voran. Natürlich war es auch uns nicht möglich, bei jedem Auftritt eines großartigen Line-Ups vor der Bühne in voller Montur dabei zu sein, doch ist es uns ein persönliches Anliegen insbesondere vor Enorm, Zaunpfahl, Inge & Heinz und Herzlos den Hut für eine klasse Live-Performance zu ziehen. Wir sind keine biederen Büromenschen, die zur Ergänzung eines Berichtes das Wetter thematisieren, doch genossen die Besucher des Spreewaldrock-Festivals auch dieses Jahr wieder, bis auf eine Sonnenflaute am Freitag, einen durchweg klaren Himmel. Auch das zeichnete sich während des gesamten Aufenthalts im Spreewald als ausschlaggebendes Argument für die unermüdlich gute Laune der Gäste aus, auch wenn die Hitze die Leute gelegentlich zur Bewegungsfaulheit drängte. Dass Veranstalter Florian Wenzel und seine Crew ihr Handwerk zweifelsohne verstehen, bewies er durch die Gestaltung eines auffallend lockeren und beschwerdefreien Festivals, das neben der Live-Musik auch durch seine vielfältigen Getränke- und Essensstände überzeugen konnte. Das Spreewaldrock-Festival steht somit nach wie vor für ein absolut unbeschwertes und wunschloses Event, das kleinen und großen Bands, sowie den Erwartungen seiner Gäste stehts gerecht wird. So wundert es uns nicht, dass Veranstalter Wenzel eine stolze Danksagung vor der Headlinershow mit den Krawallbrüdern am Sonntag zum Besten gab und das Spreewaldrock-Festival nach einem erfolgreichen Abschluss wohl auch nächstes Jahr wieder in gewohnter Manier stattfinden wird.

SpreewaldRock-Festival 2018

Christoph Steger
Christoph Steger
Über mich: Ich bin 23 Jahre jung und besuche seit 7 Jahren leidenschaftlich gerne Rockfestivals und Konzerte. Schnell konnte ich mich für die Abläufe hinter der Musik und dessen Drumherum begeistern, sodass ich mich bereits seit 6 Jahren intensiv in der Szene engagiere. Hauptberuflich bin in der kaufmännischen Branche zuzuordnen und befinde mich derzeit im Studium. Mein Motto: Wenn du Bock auf etwas hast, findest du auch Zeit dazu! (Gez: 15.01.2018 / Aktualisiert: 20.12.2018)
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