Fünf (+) Songs gegen Faschisten und Arschlöcher – Teil 4
Nach Teil 3 war klar, dass diese Rubrik laut bleibt. Teil 4 macht da keine Pause, sondern legt noch einmal nach. Diesmal wird es politisch, folkig, rotzig, unbequem und am Ende richtig brachial. Fünf Songs, fünf Ansagen, gegen rechte Hetze, falsche Heilsversprechen, Sexismus, Stammtischklugscheißerei und Faschismus in jeder Verpackung.
Herzblut – „Nie mehr AfD“
Herzblut braucht hier keinen doppelten Boden. „Nie mehr AfD“ sagt schon im Titel, wohin die Reise geht. Der Song ist kurz, direkt und macht genau das, was viele viel zu oft vermeiden. Er nennt das Problem beim Namen. Kein Herumdrucksen, kein „man muss beide Seiten hören“, kein höfliches Wegmoderieren. Einfach eine klare Absage an rechte Normalisierung.
Versengold feat. Madsen – „Falscher Leuchtturm“
„Falscher Leuchtturm“ ist weniger Faust ins Gesicht, mehr Warnsignal im Nebel. Versengold und Madsen treffen hier einen Nerv, weil der Song zeigt, wie gefährlich falsche Orientierung sein kann. Wer laut blinkt, ist noch lange kein Lichtblick. Gerade in Zeiten, in denen rechte Parolen als einfache Lösungen verkauft werden, passt dieser Song verdammt gut in diese Liste.
MandelKokainSchnaps – „Nein heißt nein“
Nicht jeder Song in dieser Rubrik muss direkt „Nazi raus“ schreien, um gegen Arschlöcher zu funktionieren. „Nein heißt Nein“ ist eine klare Ansage gegen Grenzüberschreitung, Machogehabe und ekelhafte Anspruchshaltung. MandelKokainSchnaps liefert hier keinen netten Hinweis, sondern eine notwendige Erinnerung: Ein Nein ist keine Einladung zur Diskussion.
Drei Meter Feldweg – „Die klugen Leute“
Drei Meter Feldweg nimmt sich mit „Die klugen Leute“ genau diese Sorte Mensch vor, die immer alles besser weiß, aber selten etwas besser macht. Der Song passt perfekt in die Rubrik, weil rechte Scheiße oft genau dort beginnt. Bei selbstgerechtem Gelaber, halbgaren Wahrheiten und Stammtischlogik mit Ausrufezeichen.
Heaven Shall Burn – „Destroy Fascism“
Zum Schluss wird nicht mehr diskutiert. Heaven Shall Burn sagt mit „Destroy Fascism“ alles, was gesagt werden muss. Keine Metapher, keine Hintertür, kein Zweifel. Der Song ist kurz, hart und kompromisslos. Genau deshalb ist er der perfekte Abschluss für diesen Teil. Manchmal braucht Haltung keine langen Erklärungen. Manchmal braucht sie Blastbeats.
Fazit: Kante bleibt Pflicht
Teil 4 zeigt wieder, dass Songs gegen Faschisten und Arschlöcher unterschiedlich klingen können. Punkig, folkig, rotzig, klar oder komplett brachial. Wichtig ist nur, dass sie nicht schweigen. Welche Songs gehören in Teil 5? Schreibt es uns in die Kommentare. Wir sind noch lange nicht fertig mit der Abrechnung.
Redaktionell verantwortlich für diesen Artikel:
Crew | Fotograf
Mein musikalischer Weg hat viele Abzweigungen. Von Mittelalter über diverse Subgenres des Metals, bis hin über die Tiefen des Rocks. Geprägt von den Onkelz, In Extremo und Rammstein führt heute kein Weg mehr an In Flames, Parkway Drive und Machine Head vorbei.






