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Hafen & Herz Festival – Eine Erfolgsgeschichte 

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Festival mit Urlaubsfeeling – und das mitten in Bitterfeld. Die offline Version des Hafen & Herz Festivals ließ uns und einige Fans vergangenes Wochenende wieder Stunden auf der Autobahn verbringen. Doch jede Baustelle und jeder Stau haben sich gelohnt. Zwei Tage sattes Programm warteten auf uns, mit der traumhaften Kulisse des Goitzsche-Sees im Hintergrund.  

Seemannsgarn 

Den Auftakt machten Anthony Scott, die laut des vorab veröffentlichten Line-Ups eine viertel Stunde zu früh dran waren. Mit schneidigem Seemannszwirn passten sie optisch bestens in die Kulisse des Stadthafens. An den Anblick der Fans hinter den gelben Absperrungen ihrer Logen musste man sich allerdings erst noch gewöhnen. 

Im Osten geboren 

Wer könnte besser zu einem Festival im Osten Deutschlands passen, als Hardy und Heroes? Das Urgestein, Musiker & Entertainer Frank „Hardy“ Wedler tritt nicht umsonst unter dem Motto „Im Osten geboren“ auf. Unterstützung auf der Bühne bekam er von niemand geringerem als Musikproduzent Alexander Lysjakow, der unter anderem für die Zusammenarbeit mit Frei.Wild bekannt ist. 

Ein Furunkel 

Quizfrage: Wenn du der schönste Arsch bist, wer ist dann das Furunkel? Richtig, The Ape Escape! Während die Affenbande mit unbändigem Elan über die Bühne huschte, sorgte der ein oder andere Songtext für einen Schmunzler 

Klassiker und neue Hits 

Angeheizt von den vorangegangenen Bands und den überaus köstlichen Cocktails wurde es Zeit für den Headliner des Abends. Goitzsche Front spielten getrieben von feiernden Fans ihr erstes Set und gaben dabei auch einige Songs längst vergangener Tage zum Besten. Volle zwei Stunden schallten alte Goitzsche-Klassiker und neue Hits über das Gelände, begleitet von Klatschen und Fanchören. Pünktlich um 12 Uhr war dann Zapfenstreich und der harte Kern pilgerte zur anliegenden Strandbar, um den Abend gebührend ausklingen zu lassen. 

Urlaubsfeeling und Katerstimmung 

Am nächsten Tag erwartete uns strahlender Sonnenschein auf dem Gelände. Deshalb war die Sonnenbrille ein unabdingbares Accessoire für den vom Kater gequälten Kopf. Mit einem Eis in der Hand und den Ausblick auf den See hätte man auch an einen entspannten Urlaubstag denken können. Gut, dass Kaestel nicht zum rumeiern aufgelegt waren. Als erste Band des zweiten Tages preschten sie ohne Kompromisse voraus und erinnerten die Fans daran, wofür sie eigentlich da sind. 

Fröhliche Polonaise 

King Kongs Deoroller sorgten für fröhliche Polonaisen in den Logen – darf man Polonaisen mit jeweils vier Personen überhaupt so nennen? Songs über Jacky und „Fremdenverkehr“ wurden in den gewohnten Kostümen zum absoluten Stimmungsaufheller. Das hätten die Herren nur noch toppen können, wenn Jesus auf der Bühne Wasser in Wein verwandelt hätte. 

Metalkante 

Eine deutlich härtere Gangart legten Berserker Berlin nach. Die alten Hasen im Geschäft wissen ganz genau, wie sie mit ihren deftigen Metal-Klängen dem Publikum ordentlich Feuer unterm Hintern machen können. 

Danke Bitterfeld! 

Kurz vor dem Headliner des Abends gaben VIVA nochmal Vollgas. Die Könige der Publikumsinteraktionen sorgten dafür, dass auch in der letzten Reihe der Logen die Mittelfinger nach oben gingen und ein lautes „Fick Dich, VIVA!“ ertönte, wenn Flo „Danke Bitterfeld“ ins Mikrofon brüllte. 

Finale & Feuerwerk 

Kurz vorm finalen Auftritt von Goitzsche Front wurden wir mit einem Feuerwerk überrascht, das von einem Boot im Hafen abgeschossen wurde. Schöner konnte der letzte Auftritt des Abends sicher nicht mehr eingeläutet werden. Mit einem veränderten Set spielten Goitzsche Front auch an diesem Abend volle zwei Stunden. Zwischenzeitlich herrschte wildes Treiben auf der Bühne. Für ein Lied baten Goitzsche Front alle Bands auf die Bühne, die an diesem Tag gespielt hatten. Ein Anblick, der zeigt, dass die Szene zusammenhält und sich trotz aller Schwierigkeiten durch Corona-Auflagen nicht unterkriegen lässt. 

Bis zum Morgengrauen 

Nach Goitzsche Front war aber noch lange nicht Schluss. An der anliegenden Strandbar gab es für Fans und Bands noch einen Absacker – zur abschließenden Aftershowparty bis in die Morgenstunden schweigen wir uns an dieser Stelle aber aus.  

Wir sagen 1000 Dank an die Bands, den Veranstalter und den vielen Helfern, die uns allen trotz der strengen Auflagen ein Festival ermöglicht haben, das der Normalität wahnsinnig nah kam. Das Hafen & Herz Festival hat gezeigt, dass Veranstaltungen mit einem cleveren Konzept auch in der aktuellen Lage möglich sind und hat damit allen Kritikern den Wind aus den Segeln genommen. 

Die komplette Galerie vom Hafen & Herz Festival findet ihr hier:

Hafen & Herz Festival 2020 – Galerie

Lisa Berg
Lisa Berg
Über mich: Ich, 27 Jahre alt, lebe, liebe und atme Musik - ganz egal ob Punk-, Deutschrock, Oi oder Metal. Wenn ich nicht gerade für Vollgas den Bürostuhl platt sitze, stolpert man mir regelmäßig auf diversen Konzerten und Festivals in ganz Deutschland über die Füße. Im Gegensatz dazu verdiene ich ganz seriös meine Brötchen als Grafikerin für den Printbereich.
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