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Das war das Willkuer – Heimspiel 2022

Die Galerie findet ihr wie gewohnt am Ende des Berichtes.

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Lesedauer
5 Minuten

Zum zweiten Mal in der Bandgeschichte veranstalteten Willkuer ihr Heimspiel. Vom 16. bis 18. September durften Supporter und Fans sich ganz und gar der puren Willkuer hingeben. Schon zwei Tage vor dem eigentlichen Termin standen etliche Helfer aus dem Supportersclub und vom heimischen Sportverein bereit und gaben bei denkbar schlechtem Wetter alles, um den Aufbau voranzutreiben. Noch am Tag vor Beginn der Veranstaltung standen das Infield und der Camp Ground unter dem Motto „Land unter“.

Supporters Party mit den Württemberger BBQ-Champions, The 2nd Crash und bluebottle

© Bandgedoens

Am Freitag öffneten sich pünktlich um 17.00 Uhr die Tore zur Supporters Party. Exklusiv für jeden Supporter und jeweils einer weiteren Person konnten Tickets erworben werden. Um die 300 Fans genossen die entspannte Stimmung bei gutem Wetter. Wem beim Campen oder zwischenzeitlich langweilig wurde, der konnte sich im mobilen Tattoo Studio von POW WOW aus Metzingen noch ein Andenken in die Haut stechen lassen.

Kurz nach Betreten des Infields zog uns schon der Rauch aus dem Smoker in die Nase. In dem, wie auch im letzten Jahr, die BBQ-Champions BBQ-Rebellen unter anderem ihr Pulled Pork zubereiteten. Für das leibliche Wohl war also ausreichend gesorgt. Bei Gesprächen mit anderen Fans ergaben sich zum Teil interessante Gespräche. Beispielsweise die Uckermarker Nico und Tobi. Beide nahmen 800 km Fahrt auf sich, um auf das Willkuer Heimspiel zu gelangen. Respekt. Nach einer kurzen und herzlichen Begrüßung durch Sänger Moritz konnte die Party beginnen.

Alte Freunde

© Bandgedoens

Am frühen Abend standen The 2nd Crash aus Esslingen als erstes auf der Bühne. Die Band gehört schon zu Willkuer, seit die Hülbener mit 14/15 Jahren als Schülerband angefangen haben. Pascal Huber, seines Zeichens erster Vorstand des Willkuer Supporters Club e. V. und Chef von SDH-Security, trommelte auch dieses Mal wieder die Felle und Becken mit Bravour. Beschallt wurden wir mit einem Potpourri an Coversongs von beispielsweise Blondie und Deep Purple bis hin zu Don Henleys „The Boys of Summer“.

Überraschung für die Supporter

Bevor die nächste Band an den Start gehen sollte, übernahm Pascal das Mikrofon und überraschte den Supporter Frank mit einer Feuertonne in Willkuer-Optik. Weiterhin gab Pascal noch Überraschungen für die Supporter preis, die in Zukunft für die Willkuer-Gemeinde geplant sind. Es wird groß für die Mitglieder.

bluebottle – Rock ’n’ Roll Cover und steigende Spannung bis zum Videodreh

Die zweite Band am Abend war bluebottle. Seit 1993 bringen die drei Männer aus Beuren mit Coversongs von Scorpions, Metallica und Manowar ihre Zuhörer in die Welt von Classic Rock bis Heavy Metal. Schon kurz nach ihrem Auftritt füllte sich der Platz mehr und mehr mit gespannt wartenden Fans. Willkuer betraten die Bühne und gaben zum Warmwerden ein paar Lieder zum Besten. Inklusive natürlich die aktuelle Single „Bevor hier alles hochgeht“.

Acht Mal „Heimspiel”

Nach diesem Abend können alle Anwesenden mit Sicherheit den Text zu „Heimspiel“ vom kommenden Album auswendig. Ganze acht Komplettdurchläufe wurden von der Band live gespielt, um es für ein Video aufzunehmen. Kein Geringerer als Patrick Schneiderwind filmte alles akribisch. Patrick ist kein Unbekannter der Szene und wurde schon von anderen namhaften Bands für Videoaufnahmen gebucht. Ein absolutes Highlight für jeden, der in dieser Nacht dabei sein durfte. Dankbar trocken verließen wir in den sehr frühen Morgenstunden das Gelände, um uns für den nächsten Tag zu wappnen, denn der würde es in sich haben. Nicht zuletzt, weil alle dem Wetter trotzten.

Scheiß aufs Wetter

Pünktlich zum offiziellen Einlass um 15.30 Uhr schüttete es auf der schwäbischen Alb wie aus Eimern. Die knapp 40 Fans, die vor dem Einlass warteten, verzogen sich wieder ins Auto, Zelt, Camper oder kuschelten mit den Festivalhelfern unter ihrem Pavillon. Mit knapp 40 Minuten Verspätung öffneten sich die Tore und auch der Regen machte Pause. Ein oder zwei Bier, ein Steak im Wecken und schon standen Double U D40 fix und fertig auf der Bühne und gaben am späten Nachmittag ihren Pop Punkrock zum Besten. Die Schwaben sind nicht ohne Grund die Einheizer für die kommenden Bands. Des Öfteren standen sie schon mit Willkuer gemeinsam auf der Bühne und zeigten am heutigen Tag, dass ihr Highschool Punkrock der willkommene musikalische Gruß war. Hier erfahrt ihr mehr über Double UD40: Double U D40 – Pop-Punk aus dem Schwabenland ⋆ Vollgas Richtung Rock (vollgas-richtung-rock.de)

Moshen, tanzen, Hände hoch

Ohne viel Tam Tam standen die Jungs von Alles mit Stil auf der Bühne. Sam mit seinen verschiedenen farbigen Schuhen und Vitzi mit seinem exklusiven „Pyjama“ gaben zusammen mit ihren „normal“ gekleideten Kollegen ein wirklich anständiges Repertoire ihrer Diskographie. Auch präsentierten sie einen neuen Song, der, wenn er das Aushängeschild für eine künftige Veröffentlichung ist, mich schon einmal ganz rallig auf neues Material macht. AMS gaben mit ihrem Crossover eine anständige Show und wer vor der Bühne stand, konnte nicht anders wie zumindest mit wippen. Andere gaben alles und moschten, auch wenn sie keine Haare mehr auf dem Kopf hatten. Hip Hop, Metal und Elektroparts bei trockenem Wetter und zeitweise Sonnenschein war der perfekte Einstieg auf das, was noch kommen sollte.

Konfetti im Gedächtnis

Eizbrand waren an der Reihe. Heiland Zack. Die Truppe hat Energie. Trotz einsetzenden Dauerregen, gab es bei den Fans keine Rückzieher. Standesgemäß feierten die Besucher bei Songs aus ihren beiden Veröffentlichungen. Ruwen hatte zwischenzeitlich Konfetti im Gedächtnis und hat sich einen Textaussetzer geleistet. Machte aber nix. Die ersten Reihen vor der Bühne sangen einfach für Ruwen weiter. Mit von der Partie war abermals Lars von den Ochmoneks. An der zweiten Gitarre unterstütz er seit geraumer Zeit Eizbrand bei ihren Auftritten. Die NRW-ler machten an diesem Abend keine Kompromisse und keine Gefangenen. Eizbrand gaben alles, dass die Besucher am Start blieben und der Regen den Kampf gegen den Deutschrock verlor.

„Heimspiel, Heimspiel“ zum neunten Mal

Ganz klar, jetzt kamen auch die letzten Besucher aus ihren Unterschlüpfen, um dabei sein zu können. Willkuer legten los und niemand blieb stillstehen. Natürlich gab es die altbekannten Gassenhauer in exzellenter Livepräsenz. Oben auf setzte die Band ganze vier neue Songs vom kommenden Album. Die Lokalmatadore des Abends präsentierten selbstverständlich die neue offizielle Single „Bevor hier alles hochgeht“, eine herzergreifende Ballade mit dem Titel „Die Besten sterben nie“, „Ich bin nicht okay“ und „Heimspiel“. Im Übrigen, für die, die am Vortag schon dabei waren, zum neunten Mal dann. Aufgrund dessen machte sich in wenig Sarkasmus in den Fanreihen breit, als dieses Lied angekündigt wurde. Umso geiler war es dann, die Hände wieder zu heben und abzugehen. Dauerhaft präsent war auch wieder Patrick Schneiderwind, der seine Videokamera auf der Bühne und durch die Fanreihen laufen ließ.

Asche über unser Haupt

An dieser Stelle entschuldigen wir uns bei King Kong Deorollers. Wir wissen, dass ihr mit Sicherheit geil abgeliefert habt – so wie immer. Ein Teil von uns suchte die Zuflucht ins warme Bett, der andere Teil feierte Geburtstag, leicht abseits von eurem Konzert. Mea culpa. Wir machen es wieder gut.

Frühstück

Der dritte und letzte Tag war angebrochen. Wir begaben uns zu Beginn der offiziellen Brunch Zeit wieder auf das Festivalgelände. Es sollte ein buntes Treiben mit Livemusik der Karrensteigle Band werden. Vier Stunden Frühschoppen mit Livemusik, Steaks, Rote Bratwurst und Pommes. Das Wetter behielt jedoch leider die Oberhand. Traurigerweise wurden die Bierbankgarnituren wieder abgebaut und die wenigen Besucher saßen dicht gedrängt in der Halle. Die Willkuer Bande half schon fleißig beim Abbauen, fanden aber genau wie AMS noch genügend Zeit, um mit anwesenden Fans ein kleines Pläuschchen zu halten. Zwei Rote im Wecken mit Senf und eine Apfelsaftschorle später war auch für uns Ende im Gelände. Wir sagen herzlichen Dank an Willkuer, allen Helfer*innen und Bands für drei Tage Auszeit. Wir sehen uns im nächsten Jahr Anfang September wieder.

Zur Fotostrecke geht es hier entlang:

Das war das Willkuer – Heimspiel 2022 – Fotostrecke

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