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99 Kinderaugen sollen leuchten – Goitzsche Front Jahresabschlusskonzert

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Die Weihnachtsaktion

Im Vorfeld zum Jahresabschlusskonzert der Band Goitzsche Front im K&K in Halle wurde über den Supporters Club dem Goitzsche Front Chaos Crew e.V. die Aktion 99 Kinderaugen sollen leuchten ins Leben gerufen. Die über 30 fleißigen Helfer beschäftigten sich bereits Wochen vor dem großen Tag mit Spendenbeschaffung, Locationsuche und Sponsorensuche. Es wurden Spenden im Wert von über 6.200 Euro gesammelt und unter anderem in passende Geschenke für die Kinder umgewandelt. Die Kinder, die aus verschiedenen Kinderheimen des Landes Sachsen-Anhalt kamen, wurden nicht einfach nur beschenkt. Sie wurden ebenso mit wunderschön angerichteten Torten, warmem Kakao und einem liebevoll organisierten Weihnachtsprogramm betreut.

Einer der Helfer machte das Rahmenprogramm perfekt und brachte als Weihnachtsmann die letzten Augen zum Strahlen. Denn der Weihnachtsmann überreichte jedem Kind, dem Alter entsprechende Geschenke, so freuten sich die Kleinsten über Lego und die Großen unter anderem über schicke Powerbanks. Alle Geschenke wurden im Vorfeld liebevoll zusammengestellt und handverpackt. Zum Abschluss des Abends wurden alle Kinder noch mit leckeren Pizzen versorgt.

Jahresabschlusskonzert mit Schlussakkord

6 Kinder blieben nach der Weihnachtsaktion, dann auch noch, um dem Konzert zu lauschen. Diese durften Schlussakkord mit gewohnten Tönen lautstark anstimmen. Sie spielten vom aktuellen Album SPIELER ODER BAUER Lieder wie „Schwarze Schafe unter Schlangen“ und „Vom Anfang bis zum Schlussakkord“. Auch als das knapp 45-Minütige Set sich dem Ende neigte waren eingefleischte Fans auch bei „Kinder dieser Band“ noch am Mitsingen, was die Lunge hergab. Die Jungs von Schlussakkord gaben alles und trotz das sie die erste Band des Abends waren, wurden sie mit tosendem Applaus belohnt und heizten definitiv richtig gut ein.

Kaestel und die Unkomplizierten

KEINE KOMPROMISSE MEHR war das Thema der zweiten Band des Abends, doch die 5 traten nicht gewohnt im weißen Hemd auf, nein, man machte sich das Weihnachtsthema zum Motto. Die in meinen Augen etwas eigenen Pullover lenkten zum Glück nicht vom Konzert ab. Wer dann die Ohren weit genug aufmachte, der hörte zwischen „Grenzen sind zerstört“ und „Falsche Freunde“, einen neuen Track, dieser bisher keinen Namen haben soll. Diese Aussage von Jens war vermutlich eher nur eine Kaufanregung für das 2020 erscheinende Album JETZT REDE ICH. Nach zwei echt starken Deutschrock Bands ging man in die heiße Vorbereitungsphase des Hauptacts des Abends, doch zuvor sollten 80/90er und moderne Songs die Stimmung endgültig heben. Die Unkomplizierten machten „Ein Kompliment“ und gingen „Kling, Klang“ im Wiener Walzer Schritt Richtung Goitzsche Front.

Goitzsche Front und Maschine

Setlist:

  1. Intro + Wir sind aus Gold
  2. Deines Glückes Schmied
  3. Mein Leben
  4. Diese Welt
  5. Schweinepriester
  6. Schwarze Raben
  7. Hafen und Herz
  8. Alte Härte, alter Glanz
  9. Menschlich (Akustik)
  10. Tag des Regens (Akustik)
  11. S.O.W.
  12. Streichholz und Benzin
  13. Vier Asse
  14. Nicht genug
  15. Rockerrente (feat. Maschine)
  16. Eisbären (feat. Maschine)
  17. Alt wie ein Baum (Maschine solo)
  18. Was bleibt (feat. Maschine Akustik)
  19. Intro Trabi + Männer aus Stahl
  20. Du hast den Farbfilm vergessen
  21. Alles nur geklaut
  22. So jung wie heute
  23. Solange mein Herz noch schlägt
  24. Der Osten Rockt (feat. Maschine)

Werden Goitzsche Front neue Songs spielen? Werden sie ihr neues Album lautstark ankündigen? Solche Fragen stellten sich wohl einige Fans und das Bühnenbild versprach auch bereits die Antwort, dass neue Intro erklang und mit lautem Knall ertönte „Wir sind aus Gold“. Doch auch Klassiker aus den anderen 4 Sinfonien, unter anderem dem aktuellen Album DEINES GLÜCKES SCHMIED, wurden von den 4 Jungs aus Bitterfeld zum Besten gegeben. Eine Woche zuvor drehten Goitzsche Front ein neues Musikvideo, dieser Song wurde natürlich den Fans in Halle präsentiert. „Schwarze Raben“ – hier zeigte sich, wer beim Dreh mitwirken durfte und somit auch das Lied bereits lauthals mitsingen konnte. Doch niemand musste neidisch sein, denn die nachfolgenden Songs kannte schließlich jeder. Goitzsche Front versprachen bereits im Vorfeld einige Überraschungen an diesem Abend. Mit Hilfe des Fanclubs wurden 10 freiwillige Kinder auserkoren, die Tom mit vollem Einsatz an den Drums unterstützten. Trotz der gerade mal 10 minütigen Probe beim Soundcheck war dieses Zusammenspiel ein voller Erfolg und wird den Kindern sicher lange in Erinnerung bleiben. Nach dem man noch einige Klassiker hörte, kam auch schon das Highlight des Abends auf die Bühne. Puhdys Legende Maschine gab gemeinsam mit Bocki Klassiker wie „Rockerrente“ und „Eisbären“ zum Besten. Als dann schließlich die Erinnerungen noch einmal an die Pfingsttour geweckt wurden, wurde man doch ein wenig sentimental, denn “Was bleibt” sind Freunde im Leben. Ganz zu Ende war das Set zum Glück noch nicht, doch alles hat ein Ende und „Solange mein Herz noch schlägt“ wird „Der Osten Rockt“ auch gespielt. 2h Set in gefühlt 30 Minuten einfach weg, definitiv ein toller Jahresabschluss.

Schlusswort

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Während der Umbauphasen gingen noch einmal Spenden-Rohre durch die Fans, diese brachten fast 1.300 Euro. Das Geld wird auf alle teilnehmenden Kinderheime der Weihnachtsaktion gerecht verteilt. Die fleißigen Weihnachtsengel und -wichtel freuen sich bereits das Geld inkl. ihrer eignen Manneskraft  im neuen Jahr für notwendige Arbeiten an den Heimen bereitzustellen. Die Weihnachtsaktion soll, genau wie das bereits zum zweiten Mal im K&K stattgefundene Jahresabschlusskonzert, eine Tradition erhalten. Plant doch schon einmal für nächstes Jahr, dieses kleine Highlight im beschaulichen Halle(Saale) ein, denn die Jungs werden bestimmt noch mehr Überraschungen finden für das nächste Jahr.

Melissa Müller
Melissa Müller
Über mich: 24 Jahre jung und Herzblut-Ossi, auch als Nachwende-Kind. 2009 durch Frei.Wild endgültig mit dem Deutschrockfieber infiziert. So sieht man mich heute regelmäßig auf Konzerten oder Festivals, zumeist bei kleineren Bands (Kneipenbands, wie ich sie liebevoll nenne) in der ersten Reihe. Mein persönliches Lebensmotto „Der Osten rockt, denn ich leb nur einmal“.
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