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Essgewohnheiten – Teil 3

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Lesedauer
2 Minuten

In den ersten beiden Teilen haben drei Bands, sowie einige der Vollgas Teammitglieder über ihr Essverhalten und ihre Ernährungsform gesprochen. Wer bis hierher fleißig gelesen hat, weiß nun, dass die meisten von ihnen eher nicht die typischen Allesesser sind. Was macht man da auf Tour oder auf einem Festival, wird hier immer darauf Rücksicht genommen? Was denkt ihr?

Sonderwünsche beim Catering

Ochmoneks: Wir sind beim Catering relativ unkompliziert. Aber es gibt eine Sache, die tatsächlich gar nicht geht: warmes oder lauwarmes Bier. Wir sind echt nicht anspruchsvoll, aber wenn da ein warmer Kasten Pils im Backstage steht, führt das nicht unbedingt zu guter Laune.

Pöbel und Gesocks: Ja, zugegebenermaßen bestehen wir stets auf Freibier ohne Limit, das ist sogar vertraglich festgelegt. Das wissen die Veranstalter, zumindest jene, die uns schon öfter gebucht haben. Weitere Sonderwünsche hinsichtlich der Speisen oder dem, was uns zu futtern angeboten wird, haben wir generell nicht! Im AJZ Erfurt hat die Verwalterin stets Kartoffeln für uns gekocht. So was reicht uns eigentlich, weil wir während der Zubereitung dabei waren und wir uns jedes Jahr bei jedem unserer Gastspiele dort stets erstklassig mit ihr unterhalten haben. Und selbst Kartoffeln ohne Fleischbeilage o. ä. können schmecken, wenn das Ambiente und die handelnden Personen stimmen.

Neurotox: Es steht halt im Vertrag drin dass es nett wäre, wenn man irgendwas Veganes für eine Person berücksichtigen könnte. Aber wir machen da jetzt auch kein Fass auf, wenn das mal nicht klappt. Pommes gehen schließlich immer?

Julia VRR: Ich rechne einfach damit, dass ich mit Pommes klarkommen muss, aber freue mich über alles, was dann an vegetarischen/ veganen Sachen vor Ort ist. Beim Rodeo hat man tatsächlich eine große Auswahl, da das meiste vegan ist, aber man bekommt auch Fleisch wie z. B. Huhn, Ente und Bratwurst. Das mag ich und würde es begrüßen, wenn es woanders auch so wäre.

Lisa VRR: Vegan essen auf Festivals ist praktisch unmöglich, wenn man sich selbst nicht genug Essen mitbringt. Neulich auf einem Konzert war die einzige vegetarische Alternative ein trockenes Brötchen mit Senf und das ist eher die Regel, als die Ausnahme. Bei einem Festival gab es Rinderrouladen mit Kartoffeln und Rotkohl und die vegetarische Alternative war, einfach keine Roulade zu essen. In der Gesellschaft ist das Thema eigentlich schon angekommen, nur bei uns in der Szene und auf den Festivals offenbar noch nicht. Lob an der Stelle an das Rock-Dein-Leben Catering: Da waren zwei von drei Gerichten ohne Fleisch. Also, es geht doch!

Jörg, Marco und ich sind selbst sehr flexibel und essen das, was uns schmeckt. Aber wie ihr lesen könnt, ist es teilweise unmöglich als Vegetarier oder gar als Veganer etwas Cooles zu essen zu finden. Also mich würde es nicht stören, wenn zwischen Burger, Döner, Bratwurst noch ein Stand ausschließlich mit veganen Produkten dabei wäre, so könnte man auch einmal was neues testen.

Kleines PS: am Ende sind es eh die Gewürze, die das Essen so schmecken lassen wie es schmeckt, nicht das tote Tier! Falls eventuell Festival- oder Konzertveranstalter die letzten Zeilen gelesen haben, behaltet doch künftig einen kleinen Blick auch auf die Gäste, die gerne auf Fleisch verzichten, so kommen diese auch gerne wieder.

In Teil vier sprach ich mit meinen Gesprächspartnern noch einmal über das Kochen, sowie bekochen lassen und deren Leibspeisen, doch dazu dann später mehr.

Melissa Müller
Über mich: 24 Jahre jung und Herzblut-Ossi, auch als Nachwende-Kind. 2009 durch Frei.Wild endgültig mit dem Deutschrockfieber infiziert. So sieht man mich heute regelmäßig auf Konzerten oder Festivals, zumeist bei kleineren Bands (Kneipenbands, wie ich sie liebevoll nenne) in der ersten Reihe. Mein persönliches Lebensmotto „Der Osten rockt, denn ich leb nur einmal“.

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