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Unzucht – Akephalos VÖ 27.07.2018

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Lesedauer
2 Minuten

Unzucht sind mit neuen Songs am Start und wir haben uns die Scheibe mal genauer zu Gemüte geführt. Benannt nach einem kopflosen Dämon aus der altgriechischen Mythologie – Akephalos – ist das Album ein Mix aus Dark-Rock, Metal und Indie-Anklängen. Alles andere als kopflos, wie der Geist aus der Legende, kommen Unzucht dabei auf den Punkt und liefern 11 prägnante Lieder mit ordentlich Dampf dahinter.

Trackliste:
1. Projektil
2. Nela
3. Der Tod in mir
4. Die verbotene Frucht
5. Akephalos
6. Du fehlst
7. Der schmale Grat
8. Nur die halbe Wahrheit
9. Nachts im Meer
10. Fleisch und Ruinen
11. Das sichere Ufer
12. Ein Wort fliegt wie ein Stein (+ Saltatio Mortis) Bonustrack

… wie konnte ich jemals denken, jemals wie sie zu sein?

Zu Beginn wird es schon mal derbe. Mit dem ersten Lied Projektil steigen die Jungs direkt und stark ein. Daniel De Clercq begleitet mit seiner bekannt tiefen, rauen Stimme und seiner lauten Art den Gesang von Daniel „Der Schulz“ Schulz und fungiert als eine Art Stimme des Gewissens. Es geht dabei um Anpassung an das System und gesellschaftliche Konventionen, sowie den gleichzeitigen Verlust der Individualität und des eigenen selbst.

… sind wir zusammen blind?

Dem zweiten Song des Albums Nela widmen Unzucht ihr erstes Musikvideo der Platte. Lyrisch werden sehr bildhaft die Themen Hoffnungslosigkeit und Verlust in den Fokus gestellt. Mit dem treibend, harten Sound klingt es aber nicht, wie der Inhalt vermuten lässt, traurig oder depressiv, sondern erzeugt einen spannenden Kontrast. Betrachtet man die Namensgebung genauer, könnte Nela eine Form von Neele oder Helene sein, was im übertragenen Sinne “Licht Gottes” bedeutet. Der Name ist also konträr zum Inhaltlichen Schwerpunkt, da mit Gott allgemein Glaube und Hoffnung verbunden wird.

… wenn du gehst …

Du fehlst ist eine klassische Ballade, die in der Mitte des Albums entschleunigend wirkt. Der Protagonist berichtet davon, verlassen worden zu sein und wie schmerzhaft die Erinnerungen an diese Person sind.

… nichts wird mehr wie früher sein …

Für einen Bonustrack gibt sich Saltatio Mortis die Ehre. Mit Dudelsack, der Stimme von Alea und dem typischen Sound, der sich durch das ganze Album zieht, bildet der Track einen energetischen Abschluss. Der namensgebende Metapher Ein Wort fliegt wie ein Stein, verdeutlicht wie schmerzhaft und verletzend Worte sein können. Sobald sie ausgesprochen sind, kann das Gesagte nicht wieder rückgängig gemacht werden und man muss mit den daraus resultierenden Konsequenzen leben.

Die Jungs legen mit Akephalos ein echtes Brett hin und haben sich im Vergleich zu den Vorgängeralben deutlich gesteigert. Der typische Unzuchtsound ist in jedem Lied erkennbar und zieht sich in spannenden Varianten durch das gesamte Album. Ruhigere Stücke, wie Die verbotene Frucht oder Du fehlst, lassen dem Hörer Luft zum durchatmen, um dann in den nächsten Liedern wieder umso härter aufzufahren.

Wer sich aufgrund der Neuerscheinung schon einspeichelt, der sollte die Jungs auch unbedingt live erleben. Ab 3.11.2018 gehen sie auf Tour. Alle Daten und Tickets gibt es hier.

Lisa Berg
"Immer Vollgas und keine Angst vorm Scheitern. Immer Vollgas, immer nach vorne immer weiter..."

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