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Alpen Flair 2022 – Nachbericht

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Endlich wieder Alpen Flair!

Während das Warm Up am Mittwoch in Natz gefühlt weniger brechend voll war als die vorigen Jahre, war der Vorplatz bei Erdling und Leidbild bereits sehr voll und die Stimmung spätestens bei Leidbilds „Frankfurt am Main“ auf dem ersten Höhepunkt. Angeführt von der wehenden Fahne schlängelte sich eine lange Partypolonaise über den Platz vor der Flairstage. Weiter ging es ohne Pause mit Bonfire, welche kurzfristig für Axxis einsprangen, und den Draufgängern. Auch hier war das Infield schon ungewöhnlich voll und die fünf Jungs aus der Steiermark wussten mit ihrer „Hektarparty“ und Songs wie „Cordula Grün“ oder „Holz“ die Menge in Partylaune zu versetzen. Für Liebhaber ging es weiter mit Gloryhammer und Subway to Sally, bevor die Australier von Airbourne die Bühne ihr Eigen nannten. Subway to Sally legte eine super Show an den Tag und die Stimmung war bei allen wirklich gut.

Technische Probleme

Technische Probleme machten den Start von Unantastbar leider erst 26 Minuten später möglich, die Menge wartete tapfer. Als es dann losging, kochte das Publikum und das brechend volle Gelände bebte. Die technischen Probleme hatten bedauerlicherweise auch die Konsequenz, dass Unantastbar ihr Set nicht zu Ende spielen konnten, da es auch bei der letzten Band auf einem Festival zeitlich geplante, logistische Abläufe gibt. Der Ärger der Fans war nachvollziehbar, allerdings ist es hier unmöglich, einen Schuldigen zu finden. Bedenkt bitte, überall wo Menschen arbeiten, können Fehler passieren – auch auf einem Festival und bei Acts, auf die man sich sehr gefreut hat.

In Natz regnet es nie

Tag Zwei startete wieder auf der Flairstage, dieses Mal feuerten Brandgefährlich, William T, die Ochmoneks und die Bad Jokers die Besucher an. Im Infield eröffneten um 16 Uhr die Franken von VIVA das Geschehen mit roten und weißen Rauchbomben. Spätestens bei den Schlagerpiloten füllte sich das Gelände und wer keine Regensachen dabei hatte, sollte bald nass werden. Bevor die Kastelruther Spatzen loslegten, legte erstmal der Himmel los und sorgte für eine Abkühlung der Feiermeute. Der Regen hielt aber kaum jemanden davon ab, vor die Bühne zu stehen und so durften die Spatzen den Ausblick auf ein volles Infield genießen. Leider gab es auch hier Probleme mit der Technik, allerdings war das für die Fans kein Problem. „Dem Land Tirol die Treue“ kann ja sowieso jeder auswendig. Wer sich die Spatzen hatte entgehen lassen, der war dann spätestens zu Artefuckt und bei trockenem Wetter endlich an der Alpen Stage angekommen. Die vier Rheinberger sorgten sich mit ihrer Bühnenshow auch darum, dass in den ersten Reihen niemand frieren musste und rockten das Gelände vom ersten bis zum letzten Ton. Nach kurzer Umbauphase war es dann soweit und die Headliner von The Boss Hoss betraten die Bühne. Die Cowboys gaben alles und hatten richtig Bock, was sich auch im Publikum wieder spiegelte. Wer der Meinung ist, die Truppe wäre als Headliner nicht geeignet, der hat das Alpen Flair nicht verstanden. Den Abschluss auf der Alpen Stage machte am Freitag Partyqueen Mia Julia und dies wollten sich, trotz wieder eingesetzten Regen, viele nicht nehmen lassen und feierten bis zur letzten Sekunde die bekannten Partysongs.

Von „Viva Barca“, Country und einem Slottausch

Mehr oder weniger frisch erholt ging es am Samstag dann wieder auf der Flairstage weiter. Spätestens um 14 Uhr zu Willkuer war der Vorplatz dann wirklich voll. Die fünf Schwaben hatten keine Probleme damit, der Menge bei den hohen Temperaturen noch weiter einzuheizen. Die Alpen Stage wurde am letzten Tag von Rockwasser eröffnet, welche natürlich auch „Viva Barca“ mit im Gepäck hatten. Nach Motorjesus kamen dann auch die Country Fans auf ihre Kosten. Truck Stop und Mainfelt brachten die Besucher an allen Ecken zum Tanzen und feiern.
Der Slottausch von Stahlzeit und BRDIGUNG hatte sich wohl leider nicht überall rumgesprochen und so waren viele erstaunt, dass bereits um 19:55 Uhr die Klänge von Rammstein über das Gelände zu hören waren. Die Show war gigantisch und wer keine Tickets für die Rammstein Tour hatte kam Stahlzeits Covershow voll und ganz auf seine Kosten.
Eine vorletzte Runde das Tanzbein schwingen ermöglichten dann BRDIGUNG und heizten damit die Stimmung nochmal richtig auf.

FREI.WILD ohne Regen

Das lange Warten hatte kurz nach 23 Uhr ein Ende und endlich standen Frei.Wild wieder auf der Bühne. Mit einer mega Setlist begeisterten sie alle Besucher restlos und gaben ebenfalls alles auf der Bühne. Die einzige Enttäuschung für manche war, dass es dieses Mal nicht geregnet hatte. Das obligatorische Feuerwerk machte dann endgültig klar, dass das Alpen Flair schon wieder vorbei ist und der ein oder andere Besucher verdrückte Tränchen. Für diejenigen, die noch nicht genug hatten, ging es, wie die vorigen Tage, bis 3 Uhr in der Alpenhöhle mit DJ Fillini weiter.

Das nächste Alpen Flair findet vom 21.-24.06.2023 statt. 10 Jahre Alpen Flair und wir hoffen inständig, dass es auch dann wieder auf dem Ex NATO Areal stattfinden wird.

Danke an alle Camper für das saubere Verlassen der Plätze. Danke an alle Besucher, an alle Bands, die Orga, all die freiwilligen Helfer sowie an Security und Sanitäter. Ihr alle macht das Alpen Flair zu dem, was es ist: das größte Volksfest Südtirol!

http://vollgasrock.alfahosting.org/fotos/alpen-flair-2022-galerie/

Nicole Schererhttp://vollgasrock.alfahosting.org
Ich bin 27 Jahre und durch meine Eltern bereits mit Rockmusik aufgewachsen. Da mein Vater als Tontechniker unterwegs war habe ich recht früh gelernt was gute Musik ausmacht und ob eine Band, vor allem Live, gut klingt. In der Teenie Phase mischte sich dann zu dem bis dato englischen Rock und Punk Genre immer mehr der Deutschrock in meine CD Sammlung und dieser Linie bin ich bis heute treu geblieben. Prinzipiell ist mir der Stil egal, Hauptsache ich höre Gitarre, Bass und Schlagzeug. „Musik ist mein Blut, was ich zum leben brauch. Der Rhythmus, mein Herzschlag spürst du ihn auch?“ – Goitzsche Front

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