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Rockwasser: C’EST LA VIE – Interview

VÖ 03.06.2022

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VRR: Ein französischer Albumname für eine deutsche Rockband ist doch eher ungewöhnlich. Wieso passt C’EST LA VIE für euch trotzdem so gut?

Rockwasser: Der Albumtitel C’EST LA VIE entstammt dem gleichnamigen Song auf dem Album, welcher für uns einfach der perfekte Titel für die Platte ist. Wir haben 14 Songs, welche die verschiedensten Momente im Leben beschreiben – gute und schlechte Erlebnisse. Und letztendlich muss man halt oft die Dinge so nehmen, wie sie kommen. Denn so ist das Leben nun einmal.

VRR: Euer letztes Album ist schon vier Jahre alt. Für viele Bands wird es spätestens nach zwei Jahren wieder Zeit für etwas Neues. Seid ihr schreibfaul oder einfach nur äußerst perfektionistisch?

Rockwasser: Also, wir haben definitiv noch nie an einem unserer Alben so intensiv gearbeitet, wie an C’EST LA VIE. Das kommt natürlich zum einen daher, dass man sich von Mal zu Mal verbessern möchte, zum anderen haben wir uns dieses Mal einfach auch die Zeit genommen, die vielen Details und Feinheiten der einzelnen Songs zu bearbeiten. Das fing bei der Vorproduktion schon an, die dieses Mal schon extrem ausgearbeitet war, und endete bei den Vocal-Aufnahmen, wo wir einfach nochmal verschiedene Sachen ausprobiert haben, bis es dann endlich final war. Wir werden aber alles geben, dass wir beim nächsten Album nicht so lange auf uns warten lassen.

Keine zufällige Songauswahl

VRR: Jogi hatte beim Plaudern schon einmal angedeutet, dass C’EST LA VIE nicht einfach nur eine Aneinanderreihung von beliebigen Songs ist, sondern einem gewissen Konzept folgt. Könnt ihr näher ausführen, was es damit auf sich hat?

Rockwasser: Ob das jetzt ein gewisses Konzept ist, sei einmal dahingestellt. (lacht) Es ist jedenfalls für uns so, dass alle Songs sehr gut zum Albumtitel passen und auch das Artwork des Albums und der Inhalt der Box das Albumthema aufgreifen sollten. So symbolisieren z. B. der Engel und der Teufel die guten und schlechten Seiten des Lebens. Das Kartenspiel auf dem Cover soll darstellen, dass man im Leben nie weiß, was man bekommt. Der Boxinhalt und die Box selber passen ebenfalls zum Thema, was das Ganze für uns zu einer runden Sache macht.

VRR: Wenn ihr C’EST LA VIE mit euren Vorgängeralben vergleicht, wo seht ihr musikalisch die größten Unterschiede?

Rockwasser: Wir denken/hoffen, dass man bei jedem neuen Album von uns einen musikalischen Fortschritt hören kann. Wir denken auch, dass wir bei C’EST LA VIE wieder für uns ganz neue musikalische Dinge aufs Album bringen konnten, ohne dabei nicht mehr wie Rockwasser zu klingen. Insgesamt ist das Album musikalisch sicher einen Tick härter als HIER.HEUTE.JETZT ohne dabei weniger abwechslungsreich zu sein. Außerdem haben wir auf diesem Album mit „Vergiss mich nicht“ zum ersten Mal eine Ballade mit Piano, was man so sicher noch nicht von uns gehört hat.

Der typische Rockwasser-Song

VRR: Wenn ich eure Musik höre, finde ich es immer wieder spannend, wie eindrucksvoll ihr Emotionen über eure Texte und Melodien transportieren könnt. Für mich ist das – auch im Vergleich zu anderen Bands – eine eurer größten Stärken. Was macht für euch selbst einen typischen Rockwasser Song aus?

Rockwasser: Erstmal vielen Dank! Das hört man sehr gerne, denn genau das ist es auch eigentlich, was für uns einen Rockwasser-Song ausmachen soll. Wir versuchen immer möglichst abwechslungsreiche Songs zu schreiben. Aber egal welches Thema, egal welcher Stil, ein Song von uns soll den Hörer einfach packen und genau das erreichen, wie du es beschreibst: Emotionen auslösen. Zudem sollte jeder Song einen möglichst eigenen Charakter haben, der den Song ausmacht, z. B. durch ein cooles Intro, einen bestimmten Gesangsstil oder einen speziellen Beat. Irgendetwas, was den Song einzigartig macht.

Von der Vorproduktion bis zum Master

VRR: Unsere Nicole hat bei euch bereits einen Blick ins Tonstudio werfen dürfen. Erzählt unseren Lesern doch trotzdem noch einmal, wie die Studioarbeit lief?

Rockwasser: Die Studioarbeit mit unseren Produzenten Alex und Chris ist immer sehr entspannt, aber dennoch intensiv und vor allem kreativ. Wir erstellen zunächst innerhalb der Band die Vorproduktionen, die dann später ggf. noch einmal hier und da optimiert oder angepasst werden. Erst, wenn die Songs so weit stehen, geht es ins Studio und es werden nach und nach die Instrumente eingespielt und die Vocals aufgenommen. Und dann liegt es an Alex, aus dem Haufen Spuren einen gut klingenden Song zu schaffen. Von der Vorproduktion bis zum fertigen Master können so schon mal einige Monate vergehen.

VRR: Eure limitierte Box ist fast vergriffen, habt ihr damit nach der relativ kurzen Zeit gerechnet?

Rockwasser: Nein, aber wir freuen uns natürlich, dass die Box so super angenommen wird. Wir haben versucht ein cooles Boxset zusammenzustellen und denken, dass es uns auch gelungen ist.

Zeit zum Feiern

VRR: Vielen Dank für das Interview und ich freu mich schon auf die Pre-Release Konzerte am 8.4. in Coesfeld und den 9.4. in Leipzig.

Rockwasser: Vielen Dank, hat Spaß gemacht! Wir hoffen viele Leser auf den Konzerten zu treffen und zusammen zwei fette Partys zu feiern! Let’s Rock’n‘Water!

Tickets gibt es hier: EVENTIM 

Das komplette Interview gibt es in unserer aktuellen Ausgabe. Jetzt bestellen!

Lisa Berg
Wenn ich mir so meine Insta-Seite angucke, denke ich immer, dass sieht so nach krassem Influencer high life aus. Dabei sitze ich am Rechner, schreibe ne Bedienungsanleitung für ne Software und esse fertigen Nudelsalat aus dem Rewe.

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