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Bandvorstellung – Der Sonne zu nah

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Lesedauer
4 Minuten

Der Sonne zu nah wurde 2018 von Sophia Hinrichs (Gesang / Lyrics) und Oliver Saul (Bass, Gesang, Keyboard, Gitarre) in Berlin gegründet. Kurze Zeit später traf Milan Lange (Gitarre, Growls, Keyboard, Bass) zu ihnen und seit 2021 ist Jonas Keller (Drums) mit an Bord. Auch wenn die Band noch relativ jung ist, sind die Bandmitglieder keineswegs unerfahren. Jeder einzelne von ihnen hat bereits jahrelange Erfahrung in anderen Bands und in den verschiedensten Bereichen des Musikgeschäfts gesammelt, welche sie in Der Sonne zu nah zu einem harmonischen Ganzen zusammenfließen lassen. Musikalisch verbindet die Band harte Gitarrenriffs gekonnt mit melodischen Synthies und Pop Elementen, abgerundet durch einen klaren, deutschsprachigen Gesang, der mal sehr sanft, mal hart ist. Sie selbst sehen sich im Alternative Rock angesiedelt. Im März diesen Jahres haben Der Sonne zu nah ihr Debütalbum „Schwerkraft“ unter dem Label Motor Entertainment herausgebracht, mit dem sie euch in 41 Minuten zwölf Songs zum Besten geben. Unsere Tati hat Sängerin Sophia zum Gespräch gebeten und was dabei heraus gekommen ist, lest ihr nachfolgend im Interview.

Wir bedienen keine Klischees und tanzen auch im Regen

VRR: „Der Sonne zu nah“ dieser Name ist sehr speziell, wie kam es dazu? Wen oder was beschreibt diese Metapher? Dich, Sophia, die Band an sich oder eure Fans? Tanzt ihr denn nicht auch gern einmal im Regen?

Mir war es wichtig, einen Zustand als Bandnamen zu haben, einen Zustand, der die Sehnsucht und die Konflikte, die alle Menschen irgendwie in sich tragen, bildlich widerspiegelt. Der Sonne zu nah steht für einen Zustand, in dem sich mehr oder weniger alle Menschen immer mal wieder befinden: Wir wollen alle oft zu viel des Guten, müssen es aushalten und akzeptieren, wenn wir uns am „Zuviel wollen“ auch mal verbrennen, müssen lernen dann einen Schritt zurückzugehen, man muss sich wieder neu positionieren, neu ausrichten, weitermachen und zusehen, dass man immer wieder die Balance hält – der Sonne nah sein, oft kommt man ihr eben aber doch zu nah und diesen Balanceakt durchlaufen wir alle immer wieder in allen Lebensbereichen.

VRR: Sophia, ich kann mir vorstellen das DU es als Frau nicht immer leicht hast. Wie ist denn der Bandalltag als Frau so allein unter Männern? Bekommst du immer die Anerkennung, die du verdienst, oder musst du dich im Geschlechterkampf beweisen?

Wird sich da oft dem Klischee der stärkeren bedient?

Quelle: Melanie Werner

Das werde ich tatsächlich sehr oft gefragt. Ich mache mittlerweile seit über 20 Jahren Musik und habe mich immer in der Rockszene, früher aber auch in der Hip-Hop Szene, bewegt. Beide Szenen sind sehr starke Männer-Domänen. Leider muss ich sagen, dass ich in der Rockszene musikerseitig in den 20 Jahren wirklich bisher nur mit einer Handvoll Frauen zu tun hatte. Das ist sehr schade und vor allem manchmal auch sehr einsam. Ich selbst kann die Erfahrung aber nicht wirklich teilen, dass ich als Frau/Sängerin/Musikerin nicht ernst genommen werde im Musikeralltag. Ich hatte bisher weitestgehend das Glück mit meinen männlichen Kollegen auf Augenhöhe zu arbeiten. Und live ist es irgendwie manchmal auch schön, aus der Reihe zu tanzen. Das Publikum nahm das bisher immer sehr dankbar an und hat bisher immer starkes Interesse an meiner „Ausnahme-Rolle“ gezeigt. Gerade kürzlich auf den Weimar Festspielen, wo ich die einzige Frau auf der Bühne war, habe ich nach unserer Show sehr viel Anerkennung und Respekt dafür aus dem Publikum geerntet und das tut natürlich sehr gut!

VRR: Möchtet ihr unseren Lesern vielleicht etwas über eure Bandgeschichte erzählen, wie ihr euch gefunden habt und wie findet ihr euch jetzt? Spaß beiseite, nein im Ernst, wie seid ihr denn als Band zusammen gekommen? Macht ihr schon immer Musik?

Wir haben uns ganz klassisch über Online-Inserate gefunden. Oliver (Bassist) und ich haben „Der Sonne zu nah“ vor 4 Jahren gegründet. Milan (Gitarre) kam damals dazu und wir haben uns eine Weile eingespielt, geprobt, Songs geschrieben und an unserem Sound gebastelt. Corona hat uns ja live doch einen starken Strich durch die Rechnung gemacht, aber dafür hatten wir umso mehr Zeit unser Debütalbum „Schwerkraft“ zu schreiben. Jonas (Drums) stieß erst 2021 dazu. Also unsere aktuelle Bandaufstellung ist damit eigentlich noch sehr jung aber wir machen alle schon sehr lang Musik, bringen jahrelange Erfahrung (Songwriting, Live, Studio) mit. Alle von uns waren vorher lange in anderen Projekten/Bands aktiv: Oliver kommt eher aus dem klassischen Rock, ich aus dem Pop/Rock und Milan und Jonas kommen ursprünglich mehr aus der Metalcore-Ecke. Damit ist unser Sound, glaube ich, auch ganz gut zu erklären.

Weimar und Bad Berka ja, Spreewald nein

VRR: Wie bezeichnet ihr euren Musikstil? Dieser bedient ja nun einiges an Genres von Pop bis Rock. Habt ihr für euch als Band einen Oberbegriff für euren speziellen Stil?

Grundsätzlich würde ich sagen: Alternative Rock geprägt durch Soundeinflüsse aus dem Pop und Metalcore.

VRR: Wo kann man denn eure Musik überall hören? Möchtet ihr den Lesern vielleicht einen Weg weisen, für die, die euch noch nicht kennen? Kommt da noch viel Gutes von euch auf uns zu?

Wird es ein neues Album geben? Oder habt ihr gar gerade etwas veröffentlicht?

Unser Debütalbum „Schwerkraft“ ist im März 2022 erschienen und das will nun erstmal gespielt, promotet und gehört werden.

Online auf allen gängigen Streamingdiensten:

https://bfan.link/schwerkraft

Und natürlich auch in unserem Online – Shop als CD verfügbar:

https://dersonnezunah.bigcartel.com/

Die physische CD ist auch auf allen anderen gängigen Online-Plattformen erhältlich:

(Amazon, MediaMarkt usw.) Einfach googlen.

VRR: Ihr wart auf den Weimar Festspielen. Könnt ihr uns kurz einen Einblick in dieses Gefühl geben auf dieser Bühne gespielt zu haben. Wie war das für euch?

Quelle: Melanie Werner

Man muss sich vorstellen: Wir waren, wie alle anderen Bands, zwei Jahre im Proberaum. Das war unser erstes Konzert nach der Corona-Krise und dann gleich auf so einer riesen Bühne stehen zu dürfen und für so eine großartige, erfolgreiche Band wie Weimar den Opener auf der Main-Stage gemacht haben zu dürfen, war unfassbar und eine riesen Ehre!
Unglaublich aufregend, natürlich dadurch mit einer Portion Extra-Aufregung verbunden, aber einfach unfassbar überwältigend gut hat sich das angefühlt. Es war wirklich ein Lifetime Moment, den wir für immer im Herzen tragen!

VRR: Spreewald – Rock habt ihr leider absagen müssen, das ist wirklich schade. 

Möchtet ihr den Lesern und euren Fans noch etwas mitteilen? So ein kleiner Teaser von dem was uns erwartet. Live – Auftritte, wo wird man euch demnächst treffen?

Da auch Veranstalter bis in den Frühling 2022 Corona-bedingt sehr verhalten im Booking waren, sind wir gerade dabei die zweite Jahreshälfte LIVE so gut es geht zu planen. Alle fortführenden Live-Termine könnt ihr, sobald diese stehen, auf Instagram, Facebook und Spotify einsehen. Wir hoffen sehr, dass wir ganz bald unsere nächsten Live-Termine kommunizieren und mit Euch feiern können. Wir veröffentlichen voraussichtlich im Juli 22 unsere 4. Single inklusive Video und freuen uns auf jeden Fall auf viele Zuschauer während unserer Youtube-Premiere!

Der genaue Termin zur Youtube-Premiere wird noch veröffentlicht.

Wir freuen uns mega auf Euch!!!!

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