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Hämatom – DIE LIEBE IST TOT – VÖ 03.12.2021

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Der Tanz auf dem Vulkan und die Geduld sind vorbei, der Schnaps ist alle und die Liebe ist tot. Das ist der Nährboden, auf dem nichts oder sehr Großes entsteht. Kopf in den Sand oder den Knüppel aus dem Sack? Die vier maskierten Duracell-Hasen der sozialen Medien von Hämatom haben sich für den Knüppel entschieden und nehmen wieder ihren besten Aggregatszustand ein: zornig und dagegen. Das siebte Studioalbum dürfte das härteste sein, was die Jungs seit langer Zeit aufgenommen haben.  

Das Wertvollste stirbt: die Liebe 

Man merkt beim Anhören des Albums sehr schnell, dass Hämatom spüren, was im Land vor sich geht – die gesellschaftliche Geduld ist einfach erschöpft. Zwischen dem Licht am Ende des Tunnels, Enttäuschungen und sehr viel Frust bilden sich Fronten. Diskussion wird zum Fremdwort, die Bereitschaft, Anderen zuzuhören ebenfalls und das Wertvollste, was wir hatten, stirbt: die Liebe. 

Es scheint fast so, als möchte Hämatom mit diesem Album die Fans aus der Schockstarre holen. Neue Melodien, neue Masken und mit der vertrauten Energie geht es wieder los. Nach dem ersten Anhören wird auch klar, für die musikalische Früherziehung des Nachwuchses ist das Album nicht geeignet. Es geht laut zu und der Frust bzw. der Unmut wird deutlich geäußert und die Ausdrucksweise ist nicht gerade zimperlich. 

Kinderchor und Ellenbogengesellschaft 

Ein Kinderchor sing das Intro zum Song „Dagegen“ und könnte das perfekte Intro für eine Live-Show sein. Die Strophen sind kämpferisch, der Refrain dagegen ruhig. Das macht definitiv Lust auf mehr. Bei „Jeder gegen jeden“ wird die Ellenbogen-Gesellschaft überspitzt dargestellt und der Sprechgesang von Nord ist teilweise brutal und aggressiv und unterstreicht somit den Inhalt des Songs perfekt. Das Thema Vorurteile wird im Song „Ihr wisst gar nichts über mich“ behandelt und bleibt direkt im Ohr.  

Ein Highlight auf dem Album ist der Song „Ficken unseren Kopf“, bei dem die Jungs von Hämatom die 257ers mit ins Boot geholt haben. Diese übernehmen den Rap-Part. Ein Partykracher schlechthin, der live mit Sicherheit die Massen zum Toben bringen und für gewaltig Stimmung sorgen wird.  

Fazit 

Mit diesem Album üben Hämatom sehr direkt und ehrlich Kritik an der heutigen Gesellschaft. Wut, Härte, aber auch Wahnsinn, sowie potenzielle Partyhits wie „Ficken unseren Kopf“ sind vertreten.  Ein vielfältiges Album, das den Jungs von Hämatom sehr gut zu Gesicht steht.  

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