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Kärbholz Heimspiel 2019 – Nachbericht

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Lesedauer
3 Minuten

Im Hinterwald war die Hölle los. Nach 3 Tagen Vollrausch, guter Gesellschaft, geiler Musik und den besten Freunden, die man einmal (manche auch öfter) im Jahr wiedersieht, sitzen wir nun hier und lassen das Ganze noch einmal im Geiste schweifen und möchten euch daran teilhaben lassen. Das Heimspiel ist nicht nur irgendein Festival, es ist DAS jährliche Treffen für tausende Kärbholzbegeisterte. Am besten beginnen wir von vorne:

Lasset das Kärbholz Heimspiel beginnen

Donnerstags Anreise. Tatsächlich war es dieses Jahr anders als sonst. Anfänglich haben die angereisten Besucher ihre Fahrzeuge entladen und sich bereits Stunden zuvor, vor Campground 1 gesammelt und mit ausgelassener Stimmung auf den Startschuss gewartet, der pünktlich um 18:00 Uhr fiel und die Pforte für den gewaltigen Besucherstrom öffnete. Aufgrund der Vorverkäufe, die ein restlos ausverkauftes Wochenende versprachen, mussten die Kapazitäten umdisponiert werden und somit wurde Z1 mit weitaus mehr Toiletten ausgestattet, als die Jahre zuvor und das gesamte Gelände wurde bis auf den Sportplatz ausgedehnt, um so viele Menschen, wie möglich, glücklich zu machen. Bereits am Donnerstagabend konnte man, neben der klassischen Zeltplatzparty, das „Hinterwaldstübchen“ aufsuchen, das in diesem Jahr seine Premiere feierte und den Fans einen überdachten Ort zum Feiern und Trinken bot. Leider hat dies auch einen bitteren Beigeschmack, denn unser alter Freund „Stecki“ hat das Gasthaus geschlossen, in dem die Jahre zuvor immer die Aftershowpartys veranstaltet wurden.

Wie erwartet war bereits freitags kaum noch ein freier Platz auf den Campgrounds zu finden, was nur für das Heimspiel spricht. Wen wundert das nach dem Erfolg des jüngsten Albums HERZ UND VERSTAND? Aber wie Adrian Kühn (Gitarre) einmal sagte, wird das Heimspiel vermutlich niemals größer werden, als es ist, um genau den familiären Flair weiter zu wahren.

Freitag – Abnahme bestanden und für geil befunden!

Adrian Kühn (Gitarre) beim Fassanstich

Der Freitag kam und wurde ganz traditionell von Kärbholz persönlich beim „Fassanstich“ eröffnet. Die Jungs lassen sich die Nähe zu den Fans in den wenigsten Fällen nehmen und sorgten so für den ersten Umtrunk, bevor auch schon die ersten Töne von Formlos erklangen, die bereits zur frühen Zeit, viele Besucher auf das Gelände lockten und an Neurotox weitergaben. Wer das Heimspiel bereits kennt, weiß auch, dass die musikalische Vielfalt für jeden Geschmack was bereithält und dementsprechend auch „Eat the Gun“ mit etwas raueren Tönen auf den Plan holte. Gefolgt von alten „Szene-Bekannten“ machten Wiens No.1 mit einer Mischung aus Oi, Punk und Deutschrock mit Ska-Einflüssen das Publikum gefügig und bewegten dieses zum Mittanzen. Über Dirty Deeds kamen wir zu einem meiner persönlichen Favoriten: The Rebell Tell Band machen „Schlager der anderen Art“ und wissen nicht nur musikalisch zu begeistern, sondern liefern eine bunte Bühnenshow ab und waren an diesem Tag definitiv ein würdiger Co-Headliner bevor endlich unsere Jungs die Bühne enterten und der tobenden Masse bis in die Nacht ein – wie soll es auch anders sein – geile Show lieferten und viel Stoff aus vielen Jahren Kärbholz mitbrachten.

Das Fazit für den ersten Tag:

Jetzt hat man definitiv noch mehr Bock auf den Zweiten. Kulinarisch wurden viele Wünsche erfüllt und trockene Kehlen gab es definitiv keine bei dem Aufgebot von Getränkewagen, was der guten Crew zu verdanken ist, die sich jedes Jahr, ehrenamtlich den Arsch für dieses Fest aufreißt. Auch für Menschen, die sich auf Festivals scheuen, die sanitären Anlagen zu nutzen, können wir Entwarnung geben – sauber! Die Sanitäter waren aufmerksam und zuvorkommend und arbeiteten Hand in Hand mit dem Security-Personal zusammen. Alles in allem ein Tag, der perfekter nicht hätte gestaltet sein können. (Zumindest habe ich persönlich das Ganze so wahrgenommen.)

Die Kärbholz Anhängerschaft

Es wird hell und viele, die in der Kärbholz Anhängerschaft aktive Mitgliedschaft vorweisen, wissen was es bedeutet. Um Punk 11 Uhr geht’s los mit dem alt bekannten Frühschoppen der Anhängerschaft, auf dem natürlich auch die Hölzer nicht fehlen durften. Zu dieser fabelhaften Veranstaltung lest ihr aber in Kürze mehr auf der offiziellen Seite der Anhängerschaft: HIER GEHTS LANG

Nichts hinzuzufügen

Delirium sorgt für Frequenz

Eigentlich fing der Samstag genauso gut an, wie der Freitag aufgehört hat. Mit gutem Frühstück, Kaffee und Kärbholzgebäck kann man sich bereits ab 07:00 Uhr stärken und für die Leute, die entspannen wollen bevor der Wahnsinn erneut beginnt, steht auch schon das angrenzende Schwimmbad zur Verfügung. Den Samstag eröffneten Delirium Rock´n Roll aus Wittlich, die mit einstimmiger Mehrheit von den Fans gewünscht wurden und somit die Bühne betreten durften und auch viele begeisterte Fans anzogen und neue Menschen für sich gewinnen konnten, bevor es im Anschluss mit Biest weiter ging. Auch Herzlos waren dieses Jahr erneut zu Gast. Wen wundert es nach der brachialen Show, die sie im letzten Jahr abgeliefert haben?! Crossplane und Motorjesus bereiteten den Abend vor und zogen noch die letzten Leute vom Zeltplatz auf das Heimspiel-Gelände, bevor es erneut und für dieses Jahr das letzte Mal auf der Heimspiel-Bühne „Vollgas Rock´n Roll“ auf die Ohren gab. Kärbholz, eine Band, die begeistert, Menschen vereint und sogar eine Trauung auf der Bühne zulässt. Sowas gibt’s auch nur im Hinterwald oder?

Das Gesamtfazit für dieses Wochenende steht eigentlich fest: Neben Kleinigkeiten oder auch der Tatsache das, leider Gottes, Gauner ihr Unwesen trieben und sich an den Instrumenten auf der Bühne bedient hatten, ein Top geplantes und organisiertes Festival, welches von einer geilen Crew, guten Sanis, taffen Security, guten Bands und vor allem mit viel, viel Liebe veranstaltet wurde und auch nächstes Jahr sicher wieder genau mit diesen Vorzügen glänzen kann. Natürlich haben wir auch eine umfangreiche Galerie für euch dabei, diese findet ihr folgend:

Heimspiel 2019 Galerie

Marco Stahl
2010 infizierte mich Broilers bei meinem ersten "richtigen" Live-Konzert in der noch alten Batschkapp in Frankfurt. Seit jeher war mein Werdegang geebnet und mit wachsender Begeisterung gründete ich 2017 dann Vollgas Richtung Rock. Mein Motto: "Man lernt nicht zu sprechen, um dann das Maul zu halten". -Foiernacht

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