„Alea Iacta Est“ – der Würfel ist gefallen! Ob Julius Cäsar dabei an das Debütalbum der Leipziger Punk- und Hardrock Band „Rueckschlag“ dachte ist fraglich, dennoch könnte der Name nicht besser gewählt sein.

Nachdem mit „Alea lacta Est“ das erste Album 2013 erschien, entschieden sich Silvio, Oli und Kevin nun dazu dieses im neuen Gewand noch einmal aufzulegen. Das Resultat ist eine Platte mit 10 harten und provokativ ehrlichen Songs.

Titel des neuen Rueckschlag:

  1. Intro
  2. Ein erster Schlag
  3. Was kostet die Welt
  4. Systemproblem
  5. Keine Träne Wert
  6. Mach draus, was draus zu machen ist
  7. Dass du es bist
  8. Kontra Fortschritt
  9. Denken nicht erwünschen
  10. Heute sind wir mal vernünftig

Allgemein gesagt ist das Album natürlich nichts Neues und keine Veränderung, da es ja wie schon beschrieben eine Neuauflage des ersten Album ist. Dennoch lohnt es sich, noch einmal genauer in die einzelnen Songs zu gehen.

Schon die ersten harten Riffs des Intros zeigen auf, wo die Reise auf dieser Platte hingehen wird. Ein Wechsel von klaren und rotzigen Tönen verspricht den gewohnten und unverkennbaren Sound.

So sah es damals aus.

Bei „Ein erster Schlag“ geben die Jungs das Statement ab, was schon zu einer Art Bandphilosophie geworden ist: „…wir reden über das, was man sonst verdrängt.“ Wenig charmant wird das, was die Jungs bewegt und was manchmal ungemütliche Wahrheiten sind. Untermalt wird dies durch einen eingängigen gradlinigen Rhythmus. Ohne Umschweife, ohne Spielereien wird dem Zuhörer einfach und direkt das präsentiert, worauf es der Band ankommt. Wie der erste Schlag auf die Ohren.

Aktuell, damals wie heute

Mit „Systemproblem“ wird eine Tendenz aufgegriffen, die sich leider nur zu häufig in der der heutigen Gesellschaft wieder findet. Die Wahrheit wird verwischt und man schaut lieber weg als hin. Dabei wird das eigene Denken ausgeschaltet und als graue Masse folgt man denen, die an der Spitze stehen. Diese Gesellschaftskritik wird unterfüttert mit hard-rockigen Gitarren Riffs. Ein Lied, das provokativ auffordern soll, nicht alles hinzunehmen und zu hinterfragen, ob die Welt wirklich das ist, was uns tagtäglich durch Medien und Politik vorspielen.

Dass es aber nicht nur hart und kritisch zugehen kann beweist „Dass du es bist“. Eine melancholisch getragen Liebeserklärung über Liebe, Leben, Träumen und „den Rest der Welt“ zu vergessen. Dazu ein sanfter Schlagzeug-Rhytmus gepaart mit akustischer du elektronischer Gitarre. Wirklich sehr schön zu hören.

Dies soll als kleiner Vorgeschmack reichen, denn ihr sollt ja schließlich noch die Chance haben, die Songs selbst zu entdecken.

Alles in allem ein hörenswertes Album, welches es ja schon vor 4 Jahren war. Wer das Album noch nicht besitzt hat nun wieder die Chance es als Silberling in die heimische Sammlung aufzunehmen. Viel Spaß beim Hören.

Bildquellen: Rueckschlag Facebook

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