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Foiernacht “Stromlos” – Albumreview

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Ab dem 13.04 2018 gehen “Foiernacht” mit ihrem 7. Album “Stromlos” in die Vollen! Nach dem Motto: “Lieder des Wahnsinns” stehen die vier Musiker für “Southcore” ohne Kompromisse. Dieser selbstkreierte Begriff vereint den Mix aus Einflüssen wie Early Reggae, Oi!, Country, Psychobilly  uvm. Diesmal ziehen die Jungs den Stecker und geben 12 ihrer alten Hits mit stromlosen Instrumenten zum Besten.

Wir wären nicht dieselben, wenn das Wörtchen “wenn” nicht wäre!”

Stromlose Tracks:

Abgestempelt” führt als kurzer erster Song in die Platte ein, wobei “Foiernacht” ein Statement zu sich selbst abgibt. Sie sehen sich als bunter Haufen in einem grauen Licht und stellen sich gegen Jeden, der sie unterschätzt oder diffamiert. Zu Beginn noch ruhig treibt es rasant einen Übergang zum nächsten Lied an.

In “Gewinnen und verlieren” geht es um eine Trennung, in der der Erzähler positiv mit dem Geschehenen abschließt und wieder zu sich findet. Lieben bedeutet auch leiden und nach einem Schlussstrich wieder nach vorne sehen zu können. Man verliert zwar seinen Partner, aber gewinnt dafür sich selbst zurück. Dieses aufstrebende Gefühl wird durch schnellen Sound und einen Hintergrundchor lebendig.

Höre jetzt: “Der Moment zählt” vom neuesten Album “Stromlos”:

Der Song “Kuss der Straße” erzählt von Betrug, Affären und den damit einhergehenden Gewissensbissen. Mit der Mundharmonika bekommt der Song einen Hauch von Landstreichermusik, was thematisch sehr gut zur Orientierungslosigkeit passt.

Wann kommt die Zeit” ist ein unaufgeregter Song mit Akustikgitarre, Geige und einem tiefsinnigen Text. Er handelt von einem Mädchen, dass den Mut findet dem Jungen zu sagen, was sie für ihn empfindet. Sie fragt ihn wann die Zeit komme, in der sie endlich zusammen sein können. Einer der stärksten Songs der Platte – lyrisch wurde das Thema geschickt angedeutet ohne es direkt auszusprechen und mit der “stromlosen” Umsetzung kommt es optimal zur Geltung.

Das neue Album “Stromlos” von Foiernacht aus Südtirol!

Vrr-Fazit:

Ein gelungener Mix aus deutschen und englischen Kneipenhits mit hohem Stimmungsfaktor. Einfach gute Laune Musik, die Lust aufkommen lässt mit Freunden bei Bier zu versacken. Allerdings auch gespickt mit einigen emotionalen Liedern wie “Wann kommt die Zeit“, die für mich deutlich prägnanter als die lauten, krachenden Stücke sind. Lyrisch anspruchsvoller, zeichnen sie musikalisch ein stimmungsvolles Gesamtbild und erzählen eine Geschichte. Der Text und die Auswahl an unterschiedlichen Instrumenten sind im kompletten Album sehr harmonisch und unterstützen sich gegenseitig. Mit den Einflüssen aus verschiedenen Musikbereichen bleibt die Platte von Anfang bis Ende spannend. Am Stilmix werden sich die Geschmäcker scheiden – wer aber keine Lust auf festgefahrene, immer gleich klingenden Lieder hat, findet mit “Stromlos” einen neuen Dauerbrenner.

7 von 10 Punkten

Lisa Berg
Wenn ich mir so meine Insta-Seite angucke, denke ich immer, dass sieht so nach krassem Influencer high life aus. Dabei sitze ich am Rechner, schreibe ne Bedienungsanleitung für ne Software und esse fertigen Nudelsalat aus dem Rewe.

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