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Kneipenkonzert von Formlos + Weitblick

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Formlos verlost ein Wohnzimmerkonzert und die stolze Gewinnerin machte daraus mit Hilfe von Freunden ein Kneipenkonzert. Ein öffentliches Kneipenkonzert inkl. freiem Eintritt, also für mich war klar 200 km für gute Musik am Ostersamstag sind kein Hindernis.

Weitblick

Praktischerweise wurde es gleich mit dem anliegenden Osterfeuer gekreuzt, naja Osterfeuer, was bei Dämmerung erloschen ist. Doch genau da ging es dann auch mit Weitblick los. Weitblick habe ich euch ja bereits vor 2 Wochen vorgestellt und dort auch erwähnt, dass sie sich neugestalten. Sie begannen und zeigten mit dem Lied „Ich bin noch am Leben“, dass sie mit ihrem neuen Mann Lars zurück sind. Es wurden 2 neue Lieder angespielt „Ein neuer Kreis“ und „Jetzt fühle ich mich frei“, aber nicht nur diese klangen ungewohnt laut, hart und ehrlich. Das gesamte Set hatte musikalisch einen kleinen Auffrischer bekommen und so klang auch das Lied „Frei sein“ nach blanker Power.  Selbst der 2x verpatze Einstieg zu „Frei sein“ zeigte nur live ist halt eben live. Die neue Art der Band, sowie der neue Bassist haben die „Feuertaufe“ definitiv bestanden.

Formlos

Umbauphase und los ging Runde 2 Formlos legten los ala „Hier stehen wir wieder auf den Bühnen dieser Republik“. Das gesamte Konzert von Formlos war ein einziger Improvisationsakt, denn man vergaß die Setlist. Doch zum Glück hatten sie die richtige Technik dabei, denn die Jungs hatten für das Konzert extra ihren Proberaum leergeräumt. Solche Shows erlebt man ja doch echt selten, dass Bands ihre Technik aus dem Proberaum mitbringen und selbst bedienen. Doch genau das macht kleine Konzerte aus. Die vergessene Setlist war auch kein schwerwiegendes Problem, man überlegte und fand immer wieder Lieder, die man spielen konnte, so kam es zu einem bunten Mix von den Alben „Der falsche Weg“ und „Lass uns fliegen“.

Irgendwann begann dann jedoch auch dieses Repertoire zu versiegen, doch Formlos ließ sich nicht lumpen. Schlagzeuger Kohle schaffte es dann auch Leckers Mikrofon zu erhaschen, nach einer wundervollen Ansprache über die Gewinnerin des „Wohnzimmerkonzertes“ folgte eine kleine Einweisung für Virginia am Schlagzeug, da sie dieses ja schon immer mal spielen wollte. Der Herr Schlagzeuger ließ es sich nicht nehmen und legte eine Gesangseinlage ein. Er schmetterte herzlichst „Hulapalu“ im Duett mit Lecker. Auch Schlagzeuger können singen, das kann ich euch sagen. Nachdem dann alle wieder in richtiger Ordnung zusammen standen kamen noch 3 Cover und das altbekannte „Auf Wiedersehen“ zur Verabschiedung. Es war definitiv einmalig.

Fazit

Ich kann zum Abschluss nur sagen, geht einfach mal auf ein Konzert von einer kleinen Band oder geht nur wegen einer Band hin, wenn mehrere spielen.
Punkt 1: Man lernt etwas Neues kennen
Punkt 2: Unsere Szene kann weiterwachsen, wenn wir kleine Bands unterstützen
Punkt 3: Ihr werdet Spaß haben.
Denn eines steht fest live ist einfach besser als Konserve.

Melissa Müller
Über mich: 24 Jahre jung und Herzblut-Ossi, auch als Nachwende-Kind. 2009 durch Frei.Wild endgültig mit dem Deutschrockfieber infiziert. So sieht man mich heute regelmäßig auf Konzerten oder Festivals, zumeist bei kleineren Bands (Kneipenbands, wie ich sie liebevoll nenne) in der ersten Reihe. Mein persönliches Lebensmotto „Der Osten rockt, denn ich leb nur einmal“.

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