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Kärbholz – KAPITEL 11: “BARRIKADEN” – VÖ 24.03.2023

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Lesedauer
2 Minuten

Kärbholz werden im kommenden Jahr volljährig! Und womit könnte man seinen 18. Geburtstag wohl gebührender feiern, als mit einem neuen Album? Am 24.03.2023 erscheint KAPITEL 11: “BARRIKADEN”, das mithilfe des Produzententeams Eike Freese und Alexander Dietz entstand. Aufgrund des Zeitaufwandes und logistischer Schwierigkeiten wurde kurzerhand entschlossen, den eigenen Proberaum in Ruppichteroth zum Studio umzubauen und nicht extra für die Aufnahmen ins Tonstudio zu fahren. Doch was erwartet uns nach 18 Jahren Kärbholz? Springt der Funken noch über oder haben die vier Herren inzwischen Spinnweben angesetzt?

Strammes Marschtempo

Bereits beim ersten Song “Barrikaden” ist von angestaubten Spinnweben keine Spur. Unvermittelt prasseln kernige Riffs auf uns ein und legen ein strammes Marschtempo vor. Dabei zeigen sich Kärbholz von ihrer rebellischen Seite und rütteln an festgefahrenen Gesellschaftsstrukturen.

Erotik pur

Die erste veröffentlichte Single “Raubtier” hinterließ uns bereits wässrigen Mundes lechzend nach mehr. Im Video versteckt sich außerdem ein kleines Easter Egg zum Schmunzeln. Wer ganz genau hinschaut, erkennt, welchen befreundeten Musiker-Kollegen Sänger Torben bei Sekunde 57 mit Schlagsahne einschmiert. (Kleiner Tipp: Die Bands sind beim gleichen Label)

Erste Verschnaufpause

Beim vierten Track des Albums “Gar nichts” nehmen Kärbholz den Fuß vom Gas und lassen uns kurz verschnaufen. Mit einer Mischung aus Melancholie, Wut und Enttäuschung rechnet der Song mit Freunden ab, die sich entgegen der eigenen Erwartungen zum Negativen entwickelt haben. Mit versöhnlichen Anklängen und gleichzeitig fast schon trotzig wirkendem Text “Ich erwarte gar nichts von dir. Kein Danke und kein Sorry oder dass du mich ein wenig verstehst.” entlässt uns der Song mit gemischten Gefühlen.

Motivierend und lebensbejahend

“Ohne Deckung” ist der “Mutmacher” des Albums. Motivierend und lebensbejahend, peitscht der Song kompromisslos nach vorne. Lediglich die ausgenudelte “Mittelfinger”-Plattitüde hätten Kärbholz eleganter verpacken können.

Alles hat ein Ende

Mit einer Spielzeit von 5:29 Minuten bildet “Gib mir deine Hand” das Grande Finale von KAPITEL 11: “BARRIKADEN”. Nach dieser schwungvollen Liebeserklärung entlassen uns Kärbholz mit einem ausgedehnten rein instrumentalen outro.

Kein schnödes Selbstplagiat

Kärbholz fischen auf KAPITEL 11: “BARRIKADEN” in den Randgebieten verschiedener Stilrichtungen und legen ein Spagat auf Messers Schneide hin. Zwischen metzelnden Klangkaskaden, unwiderstehlichen Melodien und hymnischen Lyrics gelingt es Kärbholz auch nach 18 Jahren kein schnödes Selbstplagiat abzugeben. Obwohl auf KAPITEL 11: “BARRIKADEN” eine gewisse Vorhersehbarkeit nicht von der Hand zu weisen ist, inszenieren Kärbholz während der gesamten Spielzeit ausreichend Spannungsbögen, um uns wiederholt dazu zu verleiten, auf Replay zu drücken. Zieht man den Vergleich zum Vorgängeralbum KONTRA, fallen die musikalischen Experimente deutlich zurückhaltender aus. Da ich mich angesichts des Mutes zum Risiko bei KONTRA nahezu überschlagen habe, entwickelt sich mein Gemütszustand bei KAPITEL 11: “BARRIKADEN” etwas weniger leidenschaftlich. Wem das Vorgängeralbum allerdings etwas zu gewagt war, findet hier wieder durchweg bodenständigen Kärbholz-Sound.

Zur zweiten Single geht es hier entlack:

Lisa Berg
"Immer Vollgas und keine Angst vorm Scheitern. Immer Vollgas, immer nach vorne immer weiter..."

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