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Schlechte Zeiten brauchen Lieder

Warum Musik gerade jetzt wichtig ist

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Lesedauer
1 Minuten

In Zeiten, in denen jeder Angst vor einer Infektion durch Corona hat und sich alle Gedanken nur darauf richten, könnte man meinen, dass Kunst und Musik ein verzichtbarer Luxus sind. Allerdings ist das eine Sichtweise, bei der man das große Ganze aus den Augen verliert. Die Deckung der Grundbedürfnisse reicht nicht, denn Hirn und Herz müssen auch stimuliert werden, damit wir nicht alle in Grübeleien und Depressionen versinken. Die Künstler selbst haben den Vorteil, dass sie ein Ventil für ihre Gefühle haben, indem sie sie in neuen Liedern verarbeiten. Aber wie kann Musik uns anderen helfen, wenn wir alleine zuhause sitzen und in unseren Köpfen immer neue Szenarien der nahenden Apokalypse entstehen? 

Musik gegen Angst 

Die eigentlich naheliegende Antwort: Musik lenkt ab. Wer schon mal seinen Lieblingssong laut aufgedreht und mitgesungen hat, weiß, dass man in diesen Momenten keine Angst hat. Das ist auch kaum möglich, da das Gehirn ja gerade eine andere Beschäftigung hat, als sich Worst-Case-Szenarien auszumalen. In diesen Momenten ist man einfach nur glücklich. 

Lieder gegen Einsamkeit 

Aber Ablenkung ist natürlich nicht alles. Durch die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung von Corona, wie Einschränkung sozialer Kontakte, werden wir alle auf uns selbst zurückgeworfen. Gerade Menschen, die alleine leben, haben es jetzt besonders schwer, weil Ihnen die Vereinsamung droht. Musik kann dagegen helfen, weil sie Erinnerungen und Gefühle transportiert. So kann man sich ein positives Lebensgefühl in die Wohnung holen, seine Zuversicht stärken, indem man bewusst auf die Texte hört und in sich selbst das Gefühl wecken, dass man nicht alleine ist. Außerdem lösen bestimmte Lieder die Erinnerungen an schöne Ereignisse aus. Und genau das ist es doch, was wir in dunklen Zeiten wirklich brauchen können. 

Fazit 

Wir durchleben schwierige Zeiten, aber Angst und Einsamkeit sollten uns nicht die Zuversicht nehmen. Musik kann helfen, den negativen Auswirkungen der Kontakteinschränkungen auf Geist und Seele entgegenzuwirken. Das wissen auch viele Künstler, weshalb es zum Beispiel Livekonzerte verschiedener Bands im Internet gibt. Falls eure Lieblingsband da nicht dabei ist, reicht es auch, sich ganz bewusst seine Lieblingssongs anzuhören und dabei in Erinnerungen zu schwelgen. Erstellt euch doch einfach eine Playlist mit euren persönlichen Mutmach– und Wohlfühlliedern, oder kramt die alten CDs wieder aus dem Schrank. Musik kann das Virus nicht bekämpfen, aber sie macht die Lage erträglicher. 

Falls ihr noch mehr über die Heilkraft der Musik erfahren möchtet, findet ihr einen ausführlichen Artikel dazu in der Aprilausgabe unseres Printmagazins. Die bekommt ihr bei uns im Shop: www.vrr-shop.de 

Katrin Albrecht
Über mich: Ich, 37 Jahre alt, bin wie die meisten hier mit der Musik von „Die Toten Hosen“ und „Die Ärzte“ groß geworden. Mein erstes Rock-Konzert (von Unantastbar) besuchte ich dann aber trotzdem erst vor zwei Jahren. Da mich bei diesem Konzert das Fieber gepackt hat, trifft man mich seitdem immer wieder auf Konzerten an – ich hab ja so viel nachzuholen! Das ist mein Ausgleich zu meinem Alltag mit Studium (auch spät angefangen) und Seniorenbetreuung. Mein Motto: Besser spät, als nie!

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