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Mit 33RPM auf den Weimar-Festspielen

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Lesedauer
5 Minuten

Der 21.05.2022 war wohl kein Tag, wie jeder andere und das lag sicherlich zu Recht an den Weimar- Festspielen in Bad Berka. Ich möchte jedoch noch ein wenig aus der Sicht der Campstage berichten.

Wir, die Nachbarn von 33RPM, waren wirklich froh, dass unsere Jungs an diesem Tag auch auf den legendären Festspielen eine Bühne bekamen. Kennt ihr schon den Supporter Club von 33RPM, die sich die Nachbarn nennen? Warum nennen sie sich die Nachbarn, nicht etwa, weil sie nebeneinander wohnen. Nein, weil sie sich nahe sind, egal wie viele Kilometer dazwischen liegen. Wir haben uns also für diesen Tag verabredet und machen uns einen feinen Tag im Campstage bei guter Musik und mit vielen tollen Menschen.

Alles war wirklich bis ins kleinste Detail absolut sauber koordiniert, von der Organisation am Einlass bis zur Campstage. Das Gelände war übersichtlich und gut zugänglich. Es gab ausreichend Platz und das brauchte man auch, denn es wurden nämlich weit über 1.000 Leute erwartet.

Formation in Fischgräte

Ein großes Lob geht an den geduldigen Platzanweiser. Mit mehr als nur Geduld und deren geschulten Augen konnten wir nach einiger Zeit unsere Zelte aufschlagen. Wir hatten die Möglichkeit, uns auszubreiten, da wir uns gemeinsam mit 33RPM zur Campstage verabredet hatten, also brauchten wir jede Menge Platz. Das war tatsächlich überhaupt kaum ein Problem. Die Profis vor Ort, haben uns mindestens eine Stunde beschäftigen können, unsere Autos so zu platzieren, dass alle Nachbarn von 33RPM und auch die anderen auf dem Camp ihren Platz hatten. Man hätte aus der Luft beobachtet glauben können, wir machen gerade ein Fahrtraining oder ähnliches. Und für den ein oder anderen Campbesucher war es bestimmt ein lustiges Unterfangen. Somit war für die erste Unterhaltung bereits gesorgt. Ich hoffe, irgendwann die Drohnen-Aufnahmen sichten zu können. Bestenfalls gibt es aber gar keine – Spaß beiseite.

Sie hat ein knallrotes Gummiboot

Nachdem wir unser Plätzchen wohnlich gestaltet hatten, der Grill schon glühte und das erste Fleisch verbrannt war, sollten auch die Jungs von 33RPM zu uns stoßen. Einige Telefonate später wohlgemerkt und dem Können einiger anderer, die Herrschaften zu uns zu lotsen, waren wir guter Dinge, dass dies ein unvergesslicher Abend werden sollte. Babsis knallrotes Gummiboot auf Rädern, Christins Riesenshopper und mein Dora der Bora, sowie Ändis Camper, Danny´s Schlafmobil, Christians Wohnmobil und auch Rienne ihren Flitzer – alle hatten zentral ihren Platz.

Ändis Camper ist vielseitig und konnte schnell zu einem Merchstand umgebaut werden. Shirts, Armbänder und Aufkleber waren schnell an die Besucher verkauft. Immer mehr Leute gesellten sich im fliegenden Wechsel zu uns. Menschen, die man online bereits kannte, durfte man dann endlich auf diesem Event persönlich kennenlernen. Das war einmalig und nach dieser langen Durststrecke wie eine Erfrischung für die Seele. Wir danken jedem einzelnen für eure Anwesenheit am 33RPM Campstagespektakel.

Spätzünder im Familienglück

 Die Stunden verflogen, ob das an der guten Unterhaltung innerhalb des Camps lag oder an der guten Musik auf den Bühnen direkt hinter uns, das schenkt sich im Endeffekt nicht viel. Vielleicht lag es auch daran, dass wir uns einfach alle wie zuhause fühlten, weil wir es in diesem Moment genossen haben, eine Familie zu sein. Im Laufe des Abends stieg die Nervosität merklich: der Auftritt der Jungs stand an und es ging in Richtung Aufbau und Soundcheck. Das ließen wir uns als Nachbarn und Familie natürlich nicht nehmen.

20.45 Uhr füllte sich der Bereich vor der MIWO-Stage und nach einigen Instruktionen durch die Gründer des Nachbarn von 33RPM e. V. konnte es fast losgehen. Thomas und Tina hatten Konfettikanonen und Bengalo ähnliche Rauchfackeln dabei und verteilten diese an uns. Mit festen Anweisungen hatte jeder seine Aufgabe und wusste genau, wann er diese zu erfüllen hatte. Wenngleich es auch gesagt wurde, diese Dinger entzünden sich fast von selbst, sollte meine Rauchfackel da wohl etwas anders gestrickt sein. Der Spätzünder war somit vorprogrammiert. Jedenfalls waren wir in Gedanken schon wirklich gut vorbereitet und konnten kaum erwarten die Jungs auf der Bühne zu sehen.

Die Sendung mit der Maus und 33RPM

Mit „Hier kommt die Maus“ und einer flotten Ansage von Danny betraten sie dann endlich die Bühne. Viele dachten sicherlich, was ist das denn jetzt, da kommt doch nicht etwa Stefan Raab? Jedenfalls sorgte das schon einmal für eine ordentliche Portion an Aufmerksamkeit. Mit drei bislang nicht veröffentlichen eigenen Songs, konnte sich 33RPM wirklich in die Herzen der Besucher singen. Also auch hier eine kleine Premiere für alle.

„Tanz mit mir“ war der erste Song nach dem Intro und ja Danny, wir tanzen mit Dir. Nicht nur wir, sondern einfach alle, die anwesend waren und eure Performance feierten. Mit einem Cover von Unantastbar „Bad Berka brennt“ wurde der Text von „Stadion brennt“ einfach geändert und angepasst an das Spektakel des Tages. Mit Weimar-Rufen im Intro ließ sich die Menge weiter anheizen. Dazu gab es dann noch bengalische Feuer auf der Bühne. Danny hielt sie in die Höhe und gab dem Song die wohl schönste persönliche Note.

Danach folgten Cover von Trailerpark in einer handgemachten 33RPM Ska/Rock Version mit „Bleib in der Schule“ und „Männer und Frauen“ von SDP. Auch da waren die Jungs wieder einfallsreich und passten den Text auf Weimar an. Extra und exklusiv sangen sie eine Passage mit „Richard und Till sind wie Wesen von nem anderen Planeten. Sie passen gut zusammen und ziehen sich an, so wie Magneten“.

Wenn ich euch beschreiben soll, wie die Menge mit ging, müsste ich euch meine blauen Flecken von der pogenden Meute zeigen. Was war da los?! Danny versuchte manches Mal mit einer ruhigen Textpassage die Leute einzufangen und kurz abzuholen, bevor sie sich noch vollends verausgabten. Als dann das Broilers Cover „Meine Sache“ anlief, rasteten wirklich wirklich alle aus und sangen mit. Die Hände, die man sah, reichten bis zur Main-Stage. Doch auf einmal wurde es besinnlich ruhig und eine Lady betrat die Bühne. Keine geringere als die bezaubernde Rienne aus dem Featuring Projekt der Jungs, sollte einen Song mit Danny singen. Ein Duett, das Einige zu Tränen rührte und selbst die Menschen, die zuvor pogten, waren sichtlich angetan von dieser wirklich ruhigen Nummer. Rienne nutze diesen Song auch um ihrer Freundschaft zu unserer Babsi Ausdruck zu verleihen, in dem sie von der Bühne aus für eine Weile ihre Hand hielt. Was für ein Augenblick, den keiner so schnell vergisst. „Wir sind eins“ (Duett mit Rienne als Feature) war also ein absoluter Erfolg und Rienne ein absoluter Hingucker.

Mit dem „Was einmal war“ sollte die Show auch schon ein Ende finden. Leider, aber sie waren ja an diesem Abend nicht alleine da. Noch einmal kamen die Menschen in eine Stimmung, die alle mitreißen musste. Einige tanzten als gäbe es kein Morgen.

Autogramme von den beliebten Knalltüten und ein Gummibär

 Die Show war geschafft, die Anspannung fiel und alle waren sichtlich erleichtert, dass es eine solche Resonanz auf die Jungs von 33RPM gab. Danny, Ändi, Tschoegi und Leon haben innerhalb von Sekunden die Menschen abgeholt und mit ihrer Musik und ihrer unwahrscheinlich sympathischen Art, der witzig charmanten Bühnenpräsenz, einen fesselnden Auftritt abgeliefert. Nachdem wir bereits alle zum Camp zurückgingen, gaben die Jungs noch Autogramme und quatschten mit den Fans. Alte, sowie Neugewonnene.

Nachdem alle Acts an diesem Abend ihr Bühne hatten und der Headliner WEIMAR uns wirklich alle in ihren Bann gezogen hatte, wussten wir, dass diese Magie noch bis in die Morgenstunden bleiben würde. Wenn nicht sogar darüber hinaus, so im Nachhinein betrachtet. Ich kann auch hier nur noch einmal betonen, dass es für mich und auch für viele andere ein unvergleichliches Erlebnis war. Diese Art der Darbietung war mystisch, magisch und nicht zu übertreffen. Das war einfach nur groß und im besten Stil der Musikdarbietung auf einer Bühne. Danke WEIMAR.

Beflügelt und in einem Hypnose ähnlichen Zustand gingen wir zu unserem Wohnzimmer mit Campingstühlen zurück und ließen alle erst einmal das sacken, was gerade passiert war. Wir bastelten aus unserem Einweg-Grill eine Feuerstation und machten es uns langsam gemütlich. Während Leon noch aufgeregt wie ein Gummibär durch unser Camp hüpfte, ließ sich der ein oder andere nur noch in seinen Stuhl fallen und resümierte für einen Moment den Abend.

„Gemeinsam“

Wir saßen bis spät in die Nacht und der ein oder andere gesellte sich im Laufe dessen noch zu uns. Es wurde viel gelacht, getrunken, geschunkelt und geredet. Wenn man dieses Zusammensein beschreiben darf und soll, dann ist das wohl das Gefühl von Familie. Ausklingen ließen wir den Abend mit dem Song aus dem Feature Projekt von 33RPM mit Rienne. Ändi schnappte sich die Gitarre und es erklang der Song „Gemeinsam“. Genau das ist es, was ich hier versuche zu beschreiben. Das Gefühl einer Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zeit. Vielen Dank dafür.

Viel zu spät und sehr müde aber glücklich, gingen alle in den frühen Morgenstunden schlafen. Der Platz musste ja bis 12 Uhr geräumt sein und einige von uns hatten einen wirklich langen Heimweg vor sich. Aber jedem von uns war es jede Sekunde an diesem Abend wert, dabei gewesen zu sein.

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